Von Bohrinseln und Atombomben: So wird die Woche ab dem 2. August

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Zitat der Woche auf jetzt.de: Userin mockingbird erkennt: „Tja, you cannot eat AND keep the cake.“ Und das sagte ein Prominenter: „Ich bin letzte Woche 35 geworden, was gut ist! Leider steckte ich die meiste Zeit meines Geburtstages im Stau auf der M1 fest.“ – Alex Reid Wichtige Termine: Mit zwei Entlastungsbohrungen will BP das Ölleck im Golf von Mexiko am Montag endlich stoppen. Bei dem Manöver, das Experten „Static Kill“ nennen, sollen Schlamm und Zement von oben so tief wie möglich in das Bohrloch gepresst werden und es so abdichten. Seit Mitte Juli ist es provisorisch mit einer Kappe verschlossen. Etwa fünf Tage nach „Static Kill“ ist der sogenannte „Bottom Kill“ geplant. Dabei wird Zement über die erste Entlastungsbohrung in die Quelle gepumpt. Nach dem Untergang der BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 22. April waren laut einer US-Schätzung bis zu 700.000 Tonnen Öl ins Meer geströmt. Außerdem... wird am Freitag und am Montag in einer Woche den Opfern der Atombomben von Hiroshima und Nagasaki gedacht. Hunderttausende starben sofort, andere an den Folgen der Verstrahlung. Zum 65. Jahrestag kommt erstmals ein US-Botschafter zur Gedenkveranstaltung in Japan. Botschafter John Ross wird an den Feierlichkeiten am 6. August teilnehmen. Auch in Deutschland finden zahlreiche Gedenkfeiern statt. Am Potsdamer Hiroshima-Platz wird ein Gedenkort entstehen. Das Denkmal soll nach Angaben des Vereins Hiroshima-Platz aus einem 35 Tonnen schweren Stein geschaffen und mit einer Gedenktafel und einem kleinen Stein aus Hiroshima ergänzt werden. Popkulturelle Notiz der Woche: Katie Price hat, Überraschung!, tätowierte Augenbrauen. Bei den Briten ist das derzeit eine Sensation. Uns hingegen kann nach Daniela Katzenberger nichts mehr schocken.

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Illustration: Julia Schubert

Verlieben sich: Daniel und Laura Kino: Daniel ist der erste Down-Syndrom-Patient in Europa, der trotz seiner Krankheit ein Hochschulstudium abschließt. Anschließend beginnt er einen Job als Sozialarbeiter in Sevilla. Als er sich in die nicht behinderte Laura verliebt, kann sie seine Liebe zunächst nicht erwidern, lässt die Gefühle aber mehr und mehr zu. Lauras Umfeld reagiert darauf mit Unverständnis. Und auch Laura fragt sich irgendwann: Warum gerade ich? Daniels Antwort: „Weil du mir das Gefühl gibst, normal zu sein.“ Me Too – Wer will schon normal sein? ist romantisch, ohne kitschig zu werden, und ehrlich, ohne zu überfordern. Trivialwissen der Woche: Der britische Verkaufschef der Automarke Citroen heißt Charles Peugeot. Jahrestag der Woche: Die vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs vereinbarten am Sonntag vor 65 Jahren die Bildung eines internationalen Militärgerichtshofs. Wenig später beginnt die juristische Aufarbeitung der Verbrechen des NS-Regimes in Nürnberg mit den sogenannten Nürnberger Prozessen. Tratsch der Woche: Der neue Stand-up-Comedystar von Las Vegas heißt Gordie Brown. Ein ehemaliger Staatschef scheint einen neuen Job gefunden zu haben... könnte man zumindest denken. Nummer 1 der Singlecharts: Shakira mit „Waka Waka“. Politisches Thema: Zwei Wochen lang haben im Juni in Bonn tausende Vertreter aus aller Welt diskutiert, um einem internationalen Klimavertrag näherzukommen. Doch erneut haben sich die Industriestaaten vor verbindlichen Zusagen gedrückt. Was bei den Klimaverhandlungen Ende des Jahres im mexikanischen Cancún beschlossen werden soll, bleibt unklar. Von Montag bis Freitag kommen nun in Bonn Diplomaten aus aller Welt zusammen, um den Klimagipfel in Mexiko im Dezember vorzubereiten. Hoffentlich bald vorbei: Thematisches Sommerloch. Sorry.

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