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Illustration: Julia Schubert

Screenshot: www.capri-sonne.de Auch diese Woche noch gut: Mal wieder an Muhammad Ali denken – und an die großartige Werbekampagne, die „Capri-Sonne“ mit dem „King of the world“ machte. Der Slogan damals: „Ich bin Muhammad Ali – und das hier ist das Zweitgrößte!“ Montag Wer sich nicht mehr ganz an die Band „Wir sind Helden“ erinnert – das waren die, die unter lautem Absingen von Guten Tag, Guten Tag ihr Leben zurück wollten und außerdem im vergangenen Jahr viermal den deutschen Musikpreis „Echo“ gewannen, darunter den für die beste Marketingleistung. Keine Ahnung, ob deswegen in den letzten Monaten so viele Bands mit Namen von Monaten oder Gestirnen, die auch Deutsch singen, auftauchten und gleich schön erfolgreich waren. Ob „Juli“ oder „Silbermond“ aber die Chance haben, auch einen „Echo“ zu gewinnen, wird sich heute zeigen: In Berlin werden die Nominierungen für den Preis bekannt gegeben. Auf der jetzt-de-Zeitungsseite geht es heute unter anderem um das Thema Studiengebühren – wir haben mal ausgerechnet, auf was man verzichten oder was man mehr arbeiten muss, um sich das Studium leisten zu können. Raucher haben es da einfach: Wer 17 Großpackungen Zigaretten im Monat weniger raucht, hat seine Studiengebühren schon wieder drin. Wer darauf lieber nicht verzichten will, kann heute im Tagesticker darüber diskutieren, wie man das Geld für Studiengebühren am Besten aufstellt. Welche Jobs bringen genug Geld – und welche kann man während des Studiums unproblematisch erledigen? Welche anderen Möglichkeiten gibt es, sich sein Studium zu verdienen? Was ist mit Stipendien und Studienstiftungen? Oder nimmt man lieber gleich einen Kredit auf? Erzähl davon auf jetzt.de im Internet. Dienstag Dieser Tag der Woche gebührt bei jetzt.de den Kollegen, die sich mit der Musik auskennen. Also nicht mir. Ich habe von Musik keine Ahnung. Immer, wenn die drei großen Weisen barbara-streidl , max-scharnigg und christoph-koch in dem Schrank wühlen, in dem in unserer Redaktion die vielen, vielen neuen CD´s aufbewahrt werden, dabei mal diese Band, mal jene hervorziehen und sich dann, leise munkelnd, in den mit Goldenen Schallplatten gefliesten Besprechungsraum zurückziehen, um dort ihre Urteile zu fällen – immer dann fühle ich mich etwas allein. Dann höre aus Trotz richtig schlechte Musik. Musik, die den Weisen in der Redaktion nicht bekannt ist. Zum Beispiel, nur als kleiner Tipp für üblen Reggaeton, die tolle Ivy Queen, die Reina del Reggaeton. Diese Musik klingt in etwa so, als wenn Snoop Doggy Dog Salsa rappen würde. Ich mag das ja, aber: Psst, nicht weiter sagen. Egal – solcherlei Musik wird nie in den CD-Neuerscheinungen der Woche im Redaktionsblog auftauchen. Aber dafür vieles anderes gutes. Ach ja, heute hat übrigens Boris Jelzin Geburtstag, 74 wird er! Das letzte Mal sah man ihn wodkaselig zur Musik einer Folklore-Gruppe tanzen – zu was tanzt er denn jetzt? Mittwoch Ein herzliches Grüß Gott an alle Atheisten da draußen – heute feiern Christen Maria Lichtmess oder auch das Fest der „Darstellung des Herrn“, wie es hochoffiziell heißt. Damit soll an den Tag erinnert werden, an dem Maria und Josef ihren Sohn Jesus gemäß der jüdischen Tradition das erste Mal in den Tempel brachten, um ihn symbolisch Gott zu übergeben, wie es bei allen Erstgeborenen die Regel war. Das ist alles aber relativ egal – wichtig ist allein, dass die Bibel davon erzählt, wie im Tempel der uralte Simeon Jesus als Erlöser erkennt und darauf den schönsten Lobpreis singt, den die Bibel kennt: Das „Nunc dimittis“. Simeon singt da „Nun lässt du, Herr, deinen Knecht wie du gesagt hast, in Frieden scheiden/ Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast.“ Dann stirbt er. Dieses Gebet sprechen alle Mönche und Nonnen jeden Abend. Es ist ein sehr schönes Gebet. Außerdem heute: Horst Köhler, der Bundespräsident, reist nach Israel, weil die Bundesrepublik und Israel vor 40 Jahren diplomatische Beziehungen aufnahmen. Palästina wird er nicht besuchen – wer wissen will, wie es dort gerade ist, kann eine jetzt-botschaft an das jetzt-de-Original jufe schicken: Er macht dort, in Ramallah, gerade ein Praktikum in der Entwicklungshilfe. Donnerstag Freunde furchtbarer Vergleiche dürfen sich heute auf billige Filmkritiken aus dem Internet freuen, die sich mit „Sideways“ befassen, dem neuen Film des tollen Regisseurs Alexander Payne. Der hat auch „About Schmidt“ gedreht, das melancholische Renter-Road-Movie mit Jack Nicholson. Diesmal schickt er zwei verkorkste Helden im Mittelalter ihres Lebens, der eine mittelmäßiger Schauspieler, der andere frustrierter Englisch-Lehrer, auf eine Odyssee durch das Santa Ynaz Valley, das Herz der Weinproduktion in Kalifornien. Herausgekommen ist ein schönes Generationen-Porträt von weinseligen Männern, die eigentlich in den besten Jahren ihres Lebens stehen – aber sich ganz und gar nicht so fühlen. Dumm ist nur, dass das Thema Wein die ersten Internet-Filmkritiker schon bewogen hat, bei Besprechungen von „Sideways“ mit Vergleichen („Ein Film so süffig wie ein Cabernet Sauvignon aus bester Lage – Prost!“) um sich zu werfen, die vollkommener Schwachsinn sind. Auf jetzt.de im Kino-Forum bist du von so etwas verschont – und kannst selber sagen, was du von „Sideways“ hältst. Freitag Zum Abschied sage ich leise Servus zu susanne-klingner – heute ist der Tag der letzten Folge ihrer Kolumne „Schöner scheitern“ . Um was es geht? Oho, das weiß ich zu sagen: Heute scheitert Susanne daran, Dinge zu Ende zu bringen. Der nächste Kolumnen-Autor steht aber schon bereit – es ist der Bayer vom Lande peter-wagner, den es gerade in eine große Stadt verschlagen hat. Wohin, was er da macht und vor allem was er darüber zu berichten weiß, erfahrt ihr in der nächsten Woche. Dann fängt ja auch die hohe Zeit des Faschings an, wie man das in diesen Gefilden hier nennt. Man darf aber auch Karneval sagen, obwohl nach Meinung der jetzt-de-Praktikantin chris-tomas nur eine Bezeichnung die wahre ist – „Fastnacht“ nämlich. Sie muss es wissen: Sie stammt aus Mainz. Genau. Da wo es dem Volksmund nach singt und lacht. Ob Mainz in der Tat so ist, erfährst du heute bei Kenn die Stadt , wo Chris Tomas ihre Stadt mal wirklich vorstellt. Samstag „Let´s get ready to rumble“ wird heute keiner brüllen in Frankfurt am Main, wenn dort eine seltsame Auszeichnung namens “Goldene Sportpyramide” an den Boxer Max Schmeling verliehen wird. Veranstalter ist die „Deutsche Sporthilfe“, erwartet werden zum Beispiel Innenminister Otto Schily und viele Sportler. Nur einer wird nicht da sein: Max Schmeling selbst. Der alte Mann wird 100 Jahre alt in diesem Jahr und verlässt sein Haus nahe der Lüneburger Heide kaum mehr – und schon gar nicht für seltsame Ehrungen. Davon, sagte der frühere Schwergewichtsweltmeister einmal, der unter anderem Ehrenbürger von Los Angeles und Las Vegas ist, davon habe er in seinem Alter endgültig genug. Sie werden ihm die Pyramide also nach Hollenstedt bringen müssen, dem kleinen Ort, wo Schmeling lebt. Sonntag Es gibt ja Menschen, denen wäre es lieber gewesen, wenn Bob Marley niemals geboren worden wäre – weil man dann an die schönsten Strände der Welt kommen könnte, ohne dass dort „No woman, no cry“ aus den Boxen dröhnt. Es scheint da eine geheime Abmachung unter allen Rucksacktouristen zu geben, nach der ein Urlaub in Thailand/Indonesien/Brasilien/Peru/denk-dir-ein-Urlaubsziel-deiner-Wahl ohne dieses Lied nicht möglich ist. Was Robert Nesta Marley, wie der rastabezopfte Bob in Wahrheit hieß, wohl davon gehalten hätte? Jedenfalls wäre der „Godfather of Reggae“ heute 60 Jahre alt geworden. Er starb am 11. Mai 1981 in Miami/ Florida an Krebs. Außerdem gilt es heute noch Falco zu gedenken, der 1998 an einem anderen Urlaubsziel vieler Deutscher, der Dominikanischen Republik, durch ein Autounfall zu Tode kam – und in Thailand finden Parlamentswahlen statt.

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