Den Rücken gerade richten und den Westfalen gratulieren: Diese Woche

Für die Woche ab dem 17. Juli gilt: Gutes Benehmen ist alles. Nicht fluchen, leise spielen und den Rücken gerade halten!
petra-baeumer

Oben ohne gucken Wenn Flieder- und Würstchenduft durch die Parks wabern, mag man gar nicht mehr in muffigem Plüsch versauern. Deshalb ziehen die Kinos unter freiem Himmel soviel Publikum an. Und jede Stadt hat einen tollen Platz. Finden kann man den genehmsten und nächsten Draußen-Kino-Ort zum Beispiel ganz leicht unter www.openairkinos.de.

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Illustration: Julia Schubert

Am Donnerstag startet zum Beispiel eines am Berliner Schloss Charlottenburg mit dem sehenswerten Film „Feed the world – Essen global“. Und am Freitag, dem Tag der Sterne, ist Open-Air-Kino natürlich Pflicht. Westfalen feiern In NRW wohnen die meisten Deutschen. Und zumindest kommt es einem so vor, dass es dort auch die meisten Fußballklubs gibt. Von der alten Hauptstadt Bonn bis zur Zeche Ewald - für die Bewohner Nordrhein-Westfalens, insbesondere die Kölner gilt: „Echte Fründe stonn zesamme.“ An diesem Montag vor 60 Jahren wurde die Gründung NRWs bekannt gegeben. Allerdings müssen sich sture Ostwestfalen und frohe Rheinländer in Geduld üben: Erst im August wird richtig gefeiert. Viel zu unternehmen gibt’s jetzt dennoch schon, siehe www.kulturserver-nrw.de. und geschichte.nrw.de. Über den Sommer schreiben Vorsicht auf der Autobahn! Mal eben fürs Wochenende nach Italien is’ nicht, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bremen haben ab Donnerstag Ferien. Juchhu! Vielleicht ist in der Sommerpause auch Zeit, über das Leben zu räsonieren und sich mit dem Geschriebenen um das jetzt.de-Blogstipendium zu bewerben. Denn jetzt.de bezahlt dich fürs Schreiben. Wie wäre es für den Anfang zum Beispiel mit einem digitalen Stautagebuch? Frieden demonstrieren Am 20. Juli 2001 wurde der italienische Aktivist Carlo Giuliani während der Demonstration zum G8-Gipfel in Genua von einem Polizisten erschossen. Zuvor hatte es Krawalle und hartes Durchgreifen der Polizei gegeben. Das Verfahren gegen den Polizisten wurde am Ende eingestellt, das Gericht entschied auf Notwehr. Zurück bleiben Ungereimtheiten und Spekulationen, wie es zu Giulianis Tod kam. Auch am 20. Juli diesen Jahres erinnern Globalisierungsgegner an diesen Tag. Angeben Wieder die vorbildlichen Finnen: Vor 100 Jahren waren sie das erste europäische Land, das das aktive Wahlrecht für Frauen einführte. Nun ist aber auch mal gut mit der Klassenprimus-Angeberei!

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Illustration: Julia Schubert

Nie wieder fluchen Die Fußball-Telenovela um Zinedine Zidane und Marco Materazzi geht weiter. Was genau hat Marco über Mütter gesagt und wie schmerzhaft war Zizous Kopfstoß im WM-Finale? Am 20. Juli will die FIFA-Disziplinarkommission beide vorladen und eine Entscheidung über die Strafen fällen. Wir raten, ganz grundsätzlich: Am besten gar nie schimpfen! Höchstens mit dem Computer. Der hat es aber auch nicht anders gewollt. Mit dem Ball zaubern Man hat es ja geahnt: Ronaldo, Ronaldinho und Robinho können nur mit dem Ball zaubern wegen ihrer niedlichen und exotischen Namen. jetzt.de hat neuerdings auch Brasilianer: Dito, Shão Santos oder Scharninho. Und denen kann man sich ganz leicht anschließen unter dem Label „jetzt_brasilien“. Quartett spielen "Hubraum 19000 ccm!" - "Stich!" Die Mega-Trucks gehören immer noch zu den besten Karten-Quartetts. Unbedingt spielen. Denn für den Truck Grand Prix am Nürburgring gibt es keine Karten mehr. Schade, wer hätte nicht gerne Cowboyhut getragen beim Country-Rahmenprogramm mit The BossHoss und natürlich einem mächtig protzigen Truck Corso. Die Tanzschule besuchen Mit Foxtrott und Jive kann man in so mancher Dorfdisko Eindruck schinden. Noch ein paar Drehungen obendrauf und die Paartänze zahlen sich aus. Mindestens bei der nächsten Familienfete, selbst wenn man sie auf der Tour von Dorfdisko nicht immer anbringen kann. Nach dem Hannover-Auftakt tanzen die Kölner Jungs ab Samstag unter anderem als Begleitung von Klee ohne Metropolenarroganz durchs Land. Hingucken Am Freitag ist der nationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige. Aufrecht gehen Vor allem der Nacken spannt ganz schrecklich, wenn man am Schreibtisch hockt „wie ein Schluck Wasser in der Kurve“, wie schon lustige Lehrer bemerkten. Aber wir können doch aufrecht! Einer der ersten Aufrechten war Herrr Neandertaler. Vor 150 Jahren wurde er entdeckt und dazu gibt es einen Kongress an der Uni Bonn.

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Illustration: Julia Schubert

Sich überwinden Es gibt Dinge, die sind so unangenehm, da würde man lieber lebenslang den Spüldienst übernehmen, als allen Stolz über Bord zu werfen und den Gang nach Canossa zu wagen. Damals im elften Jahrhundert war es König Heinrich, der demütig zum Papst musste, um seine Erlösung vom Kirchenbann zu erbetteln. Bitter aber notwendig. Wie sehr zeigt die Ausstellung „Canossa 1077 – Erschütterung der Welt“ in Paderborn. Alle Bilder: ap

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