Die Kismet-Woche

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Illustration: Julia Schubert

www.toys-for-all.de Auch diese Woche noch gut: Prinzipiell in Sprichwörtern antworten. Immer & Überall. Denn: Sprichwortmund tut Wahrheit kund. Montag: Denk an die Zukunft Wenn heute schwarzer Rauch aus der Sixtinischen Kapelle den Himmel über Vatikanstadt färbt, heißt es weiter warten. Das ist nämlich ein Zeichen dafür, dass sich die Bischöfe noch nicht auf einen Nachfolger von Johannes Paul II. geeinigt haben. Das Konklave, wie die Papst-Wahl im Fachjargon heißt, ist eine äußerst komplexe Zeremonie, die sich über mehrere Tage erstreckt – und erst mit weißem Rauch endet. Heute vor 50 Jahren, am 18. April 1955, starb Albert Einstein, der wohl berühmteste Physiker aller Zeiten. Einstein stellte nicht nur bahnbrechende Theorien auf, sondern hatte auch immer einen flotten Spruch auf den Lippen. So sagte er einst: "Ich denke niemals an die Zukunft. Sie kommt früh genug." Das sieht Herr Schröder anders: der Bundeskanzler ist Schirmherr des Projekts "Jugend denkt Zukunft", zu dem heute in Berlin die Auftaktveranstaltung stattfindet. Schüler aus dem ganzen Land sollen sich in Zusammenarbeit mit Wirtschafts-konzernen Produkte ausdenken, die im Jahr 2020 auf den Markt kommen werden. Dienstag: Sei ein Fan Heute muss das Runde mal wieder in das Eckige: die ARD überträgt um 20.15 Uhr live das Halbfinale um den DFB-Pokal. Es spielen Schalke 04 gegen Werder Bremen. Für die, die nie genug kriegen, gibt's einen Tag später auch noch Bayern gegen Bielefeld, gleiche Uhrzeit, einen Sender weiter. Wer welche Torchancen verbockt hat, kannst du anschließend mit Gleichgesinnten im Fußball-Forum ausdiskutieren. Und wenn du schon mal da bist, am besten auch noch in der Rubrik Reingehört vorbeigucken – da sagt max-scharnigg, welche neuen Platten in deine Sammlung gehören (und welche nicht). Mittwoch: Werde Kunstexperte In Osnabrück beginnt das 18. Europäische Media Art Festival (EMAF). Wer dort wohnt, sollte auf jeden Fall vorbeischauen – für alle anderen gibt es auch auf jetzt.de massig Kunst. Hier zum Beispiel. Donnerstag: Würfel deinen Film Große Freude: heute kommt der erste jetzt.de-Film in die Kinos! Die Idee zu"Kismet – würfel dein Leben" entstand aus einem Artikel von Benjamin Lebert, der 1999 im jetzt-Magazin erschien. Der 2001 entstandene Film hat schon auf diversen Festivals begeistert. Auch nicht schlecht: "Kebab Connection", deutsch-türkischer Klamauk mit Nora Tschirner und Denis Moschitto, der für jetzt.de demnächst aus dem Nähkästchen plaudert. Dritter Vorschlag, etwas ernsteres Thema: "Maria voll der Gnade" handelt von der jungen Kolumbianerin Maria, die 62 Heroinpäckchen in die USA schmuggelt – in ihrem eigenen Magen. Als bei einer der anderen Drogenkurierin ein Beutel platzt, steht Maria vor einer schwierigen Entscheidung... Freitag: Wag mal was Neues Wäre dieser Tag eine Farbe, dann vermutlich Blassgelb: nicht besonders interessant. Das ist aber kein Grund zur Verzweiflung! Wolltest du dir nicht sowieso schon lange die Haare türkis färben, endlich mit Capoeira anfangen oder dir Schildkröten kaufen? Was Neues wagt wie jede Woche auch Wagner, Kolumnist der einzigartigsuperdupertollen jetzt.de-Freitags-Kolumne. Sonst noch was? Ach ja, in Bonn wird der 8. Zukunftspreis an, sehr futuristisch, Franz Beckenbauer verliehen. Verleiher ist die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft, Beckenbauer erhält den Preis in erster Linie für sein soziales Engagement mit der eigenen Stiftung. Samstag: (Be)gieße diesen Tag Was für ein Tag! Heute gibt es gleich zwei gute Gründe, zu feiern: es ist nämlich nicht nur UNESCO-Welttag des Buches, sondern auch noch Tag des deutschen Bieres (am 23. April 1516 wurde das bayerische Reinheitsgebot verkündet.) Bier her, Buch her! Deutschunterrichts-Schreck Friedrich Schiller mochte es lieber alkoholfrei: "Die Limonade ist matt wie deine Seele", diesen Satz legte er einst dem Ferdinand aus seinem "Kabale und Liebe" in den Mund. Lang ist's her, Schiller starb nämlich vor 200 Jahren. Aus diesem Anlass wird heute in seiner Geburtsstadt Marbach am Neckar eine Ausstellung eröffnet, die den interessanten Namen "Götterpläne und Mäusegeschäfte" trägt. Sonntag: Knips dich berühmt Diese prall gefüllte Woche endet mal wieder mit Männern, die sich in bunte Autos zwängen, stundenlang im Kreis fahren – und dafür auch noch Millionen einsacken. Heute steht in der Formel Eins der große Preis von San Marino auf dem Programm. Alle Hobby-Fotografen hätten ihn gerne, den"World Press Photo"-Award. Er geht in diesem Jahr an den indischen Fotografen Arko Datta, der die Tsunami-Katastrophe mit der Kamera einfing. Alle Neider seien getröstet, denn auch Profis haben mal klein angefangen! Vermutlich mit grandiosen Ausstellungen in ihren Bildergalerien.

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