Diese Woche ist emotionaler Tiefgang angesagt!

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Wichtige Termine: Es steht uns eine ganz und gar bedeutungsschwangere Woche bevor. Zum einen ist nämlich offizielle Europa-Woche. Wir werden davon vermutlich genau so viel mitbekommen wie von allen Weltsonstwas-Tagen. Außerdem ausführlich belabert wird das Thema Umwelt: Am Montag findet in Essen der Klima- und Energiekongress statt, auf dem hoffentlich ein paar gute Ideen herum kommen. Zeitgleich wird in Berlin der Naturschutzpreis verliehen, am Dienstag werden in Bonn die „Dialogues in Global Environmental Change“ gepflegt. Wenn wir bis Freitag also nicht wissen, wie wir die Welt retten können, dann ist irgendetwas schief gelaufen. Außerdem: + Ab Mittwoch heißt der Präsident von Russland nicht mehr Wladimir Putin sondern Dimitri Medvedev, was vermutlich an der Weltordnung nichts ändern wird, geschweige denn an der russischen Demokratie + Am Donnerstag spielen die Frauenfußballmannschaften von Deutschland und Belgien ein EM-Qualifikationsspiel gegeneinander + Am Sonntag sind wir alle lieb, stehen früh auf und nehmen uns Zeit für die Mütter. Deren Tag ist das nämlich. Nummer Eins der Single-Charts: 4 Minutes von Madonna Satz der Woche auf jetzt.de: manal 30.04.2008 | 22:24 hallo hannah montana du bist so cool schreib zurück in liebe manal, iman Unter einemText über Miley Cyrus. Und dann, weil ich nicht widerstehen kann: cougarten 02.05.2008 | 03:00 lull Zum Thema Christival. Ich habe zwar nicht ganz verstanden, was er meint, vermute die Antwort aber in der Uhrzeit. Lied der Woche: „Do you wanna“, ein überaus sexuelles Lied aus dem neuen Kooks-Album Konk Diese Alben erscheinen: Pershing (Someone still loves you, Boris Yeltsin), Oracular Spectacular (MGMT), You, Spider (The Jessica Fletchers) TV-Erkenntnis: Ohne Vanessa ist Germany's Next Topmodell, was ein Bayern-Spiel ohne Luca Toni ist. Wichtigste Eltern-Sorge: Wird das Kind am Sonntag daran denken, mich anzurufen oder habe ich versagt? Diesen Film sollte man gesehen haben: „Draußen bleiben“, eine Dokumentation über zwei Teenager-Mädchen in München.

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Illustration: Julia Schubert

Valentina und Suli sind 16 und als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Während die Ugurierin Suli bereits eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten hat, warter die Albanerin Valentina immer noch mit ihrer Mutter in einem Flüchtlingslager. Die Zeit vertreiben sich die beiden mit Fußball, Abhängung und Prügeleien. „Draußen bleiben“ ist wie ein Spielfilm aufgebaut und gilt als die Dokumentarfilm-Sensation des Jahres. Nächste Woche hoffentlich vorbei: Die Berichterstattung über das Keller-Verlies von Amstetten ist geradezu obszön in ihrer Detailversessenheit. Bevor ich jetzt in die große Medienschelte ausbreche – bitte aufhören.

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