Ein Sternenfest!

Bahn frei für Verliebte und die, die es werden wollen: Die Taten der Woche vom 3. bis zum 9. Juli
petra-baeumer

1. Knutschen Am Donnerstag ist Tag des Kusses. Wenn du gerade niemanden zum Lippenbekenntnis hast, gibt es aber besseres als sich in politisch korrekte Schokoküsse zu verbeißen. Der Berliner Radiosender Kiss FM veranstaltet beispielsweise im Cafe Moskau seine Talent Award Night für angehende Rap- und R’n’B-Größen. 2. Bauch pinseln Da helfen auch Möhrchen nichts. Der Bauch will raus im Sommer, Bikinifigur oder nicht. Glück gehabt, dass das Textil nicht wie eigentlich geplant „Atom“ heißt. Denn das hätte die Witzangriffsfläche gleich exponential vergrößert. Am 6. Juli 1946 jedenfalls lief der erste Bikini über einen Pariser Laufsteg. Und du darfst ihn jetzt nutzen, um dir die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. 3. Go for NGO Mitte Juli findet in St. Petersburg der nächste G8 Gipfel statt. Schon jetzt laufen sich die Nichtregierungsorganisationen warm. Gleich drei Veranstaltungen soll es in Russland geben, das erst kürzlich die Kontrolle der NGOs verschärft hat. Am 13. Juli ein alternatives Anti-G8-Camp direkt in St. Petersburg. In Moskau will am 11.Juli der Kongress „Das andere Russland“ für mehr Demokratie und Freiheit eintreten. Und das erste Treffen „Civil G8“ beginnt diesen Montag in Moskau und ist Regierungsnah organisiert. Das aber soll die Teilnehmer nicht davon abhalten, sich für Menschenrechte ins Zeug zu legen. 4. Den Sekt kalt stellen Das Emsland assoziiert man zuerst mit Kühen und Schnapsfabriken. Stimmt. Aber es gibt auch Abiturienten, die seit genau 25 Jahren jede Busreise in den Wind schlagen, um ein Abi-Festival zu organisieren. Und das gar nicht mal schlecht. Seit 1981 trieben sich schon viel versprechende Newcomer Bands auf den Wiesen ums Städtchen Lingen herum. So auch diesmal am Freitag z. B. Spitting off Tall Buildings, Junges Glück und dazu eine Menge Sektselige Abiturienten und Campen für umme. 5. Feiern Am Sonntag bestätigt sich das alte Gerücht: Nur die Wurst hat zwei. Die WM feiert ihr furioses Finale. Die einen freuen sich auf ihre Nachmittagsserien, andere fallen in ein tiefes Freizeitloch. Vorher aber darf man alles Paroli laufen lassen, wie der Fußballer sagt. Denn schon ab Donnerstag debattiert die Humboldt-Universität über das Kultur-Phänomen WM. Titel: „Am Ball der Zeit – Die Fußballweltmeisterschaft 2006 als Ereignis und Faszinosum“. 6. Fragen stellen „Wo komme ich eigentlich her?“ - als Titel eines Aufklärungsbuches klingt das harmlos. Die Frage nach der Herkunft allerdings ist manchmal schwer und nur schmerzhaft zu beantworten, wie in dem Berlinale Gewinnerfilm „Esmas Geheimnis“. Für Sara, die allein mit ihrer Mutter Esma in Sarajevo lebt, ist ihr Vater ein gefallener Kriegsheld. Doch dann kommen ihr Zweifel, denn Esma versucht mit aller Macht das Geheimnis um den Vater zu schützen. 7. Gesellschaftsspiele spielen Statt alleine Patiencen zu legen. Allerdings ist auch das kein Beinbruch, beweist der jetzt.de Schwerpunkt zum Thema Einsamkeit. Wenn du dich allein fühlst, einmal reinklicken und von einsamen Politikermomenten lesen oder die schönsten Songs „ohne die doofen anderen“ sammeln. Dazu der Beweis: Du bist nicht allein. Pack die Twister-Matte raus und die Freunde dazu. 8. Haare färben Millionerbin, Partygirl und Werbe-“Blödchen“ Paris Hilton macht jetzt auch in Musik. Am Freitag kommt ihr erstes Sommerliedchen "Stars Are Blind" raus. Wenn das tatsächlich auch noch’n Hit wird, sollte man sich über eine Blondierung Gedanken machen. Vielleicht ist doch was dran an der Theorie „Blondinen bevorzugt“. Wenn man sich kurz darauf aber wieder schämt, hilft nur eins: Haare ab. Und auch das lässt sich rechtfertigen mit dem Beschluss der Wehrpflicht vor 50 Jahren. 9. Sterne gucken Es könnte doch noch klappen mit dem Kuss am Donnerstag, wenn du deinem Schwarm zum Sternenfest einlädst. Das feiert man am Freitag in Japan mit hohem Romantikgehalt. Dann nämlich treffen sich am Himmel zwei Sterne, der Legende nach Liebende, die vom Himmelsgott getrennt, sich nur diesen einen Tag sehen können. Also, Geschichte merken, Schwarm suchen und am Abend vorher ein Bambusbäumchen mit deinem Wunschzettel aufstellen, dann kann nichts mehr schief gehen. 10. Horoskope lesen Krebs geborene sind launisch, sensibel und phantasievoll. Außerdem mögen sie angeblich Luxus und große Häuser - das also haben George W. Bush, Sylvester Stallone und 50 Cent gemeinsam. Und natürlich den gleichen Geburtstag, an dem die beiden älteren Haudraufs 60 werden. Was Horoskope sonst angeht: Immer nur an die guten glauben. Macht George bestimmt auch. 11. Einen Club aufmachen Klar, heute nur für Mitglieder. Türstehersprüche sind Geschichte, denn bei jetzt.de kannst du deinen eigenen Club aufmachen. Die jetzt.de Clubs sind quasi die alten Foren. Nach der Neueröffnung ist nicht nur frisch gestrichen, sondern alles da, was ein guter Club braucht: große Tanzflächen zu Klassikerthemen wie Pop und Macht und kleine Separees, in die du dich zurückziehen kannst. Außerdem: Eintritt frei. 12. Schäfchen zählen Nur, zählen Klonschafe doppelt oder einfach? Unsere liebe Dolly, das erste geklonte und nach einer Country-Sängerin benannte Säugetier, erblickte vor genau 10 Jahren das Licht der Welt. Ruhe sanft, Dolly.

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