KW 21: Totale Verwirrung

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Wichtigster Tag: Samstag, der 24. Da soll erstens der Sommer ausbrechen und zweitens sind in Schwabing UND der Maxvorstadt Hofflohmärkte. In letzterer verkaufe ich hoffentlich sehr viele Sachen und habe danach das Geld für einen Kurzurlaub zusammen.

Kulturelles Highlight: Leider am selben Samstag. Da wird nämlich ab 15 Uhr in der Münchner Orangerie das Rumfordlabor eröffnet, ein Kunstprojekt zu Ehren des vor 150 Jahren verstorbenen Erfinders und Reformers Sir Benjamin Thompson, auch bekannt als Graf Rumford. Einen Monat lang finden an verschiedenen öffentlichen Orten Münchens Kunstaktionen, Workshops, Führungen und andere Begleitaktionen zum Thema statt. Flohmarkt ist aber sicher viiiiiel interessanter!

Außerdem ist Architekturwoche in München. Die Führung über die The-Seven-Terrasse ist natürlich schon ausgebucht, aber da man sich sowieso kaum retten kann vor interessanten Veranstaltungen, ist das vielleicht gar nicht so schlimm.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Politisch interessiert mich: Noch immer, wen ich bei der Europawahl wählen soll. Meine bisherige Europakompetenz war ja bisher eher so "Ja zu Europa, Nein zu Europa." Aber im Zweifel reißt die SPD halt doch mehr als Die Partei, oder? So sehr Sonneborn und seine Freunde meine innere Haltung widerspiegeln: Irgendwie geht mit diese dauernde tatenlose Spacko-Ironie auch langsam auf den Sack.

Kinogang: Ich liebe Naturfilme. Ruhige, langsame Naturdokus, bei denen man in wilden Kamerafahrten um die Erdkugel fliegt, ab und zu ins Meer eintaucht, zusammen mit einem Wahlstrahl wieder rausgepustet wird und so weiter. Deshalb werde ich mich an einem verregneten Nachmittag in Watermark setzen, mich sehr oft ins Meer tunken lassen und dabei auch noch eine Menge über Wasser und Menschen lernen.

Und wenn ich dann immer noch nicht genug hab von Kino, dann lasse ich mich noch ein bisschen von unserer modernen Welt und ihren technologischen Gruseligkeiten erschrecken. In diesem Film.

Wochenlektüre: Passt gleich auch noch zu wirren Gedanken über die Welt: Ich lese gerade ein schon etwas älteres Buch des Autors Daniel Quinn, Ismael, in dem es dauernd um die Frage geht, für wen wir Menschen uns eigentlich halten, wieso wir dabei vermutlich so fatal irren und jeden Tag alles nur noch viel schlimmer machen, als es eh schon ist. Nach der Lektüre kann man wahrscheinlich deprimiert in den Wald ziehen, aber dahin nehm ich mir dann einfach 1913 von Florian Illies mit und Stoner von John Williams, die stehen nämlich auch noch ungelesen rum.

Beim Fischer-Verlag habe ich gerade auf der Suche nach Neuerscheinungen noch dies hier gefunden: Freuden und Mühen der Arbeit. Altes Thema und irgendwie assoziiere ich mit dem Namen Alain de Botton total unangenehme "Sage nicht Ja, wenn du Nein sagen willst"-Plattitüden, aber irgendwie klingt's ja doch interessant und wer weiß, vielleicht hat's ja Gehalt?

 

Geht gut diese Woche: Hollandaise-Inferno, schlafen, schlafen, schlafen und zwischendurch Weltflucht durch Charlie Waffles gucken.

Oder, zum Thema Hollandaise: 

 

Geht schlecht diese Woche: Gegen die Frühjahrsmüdigkeit ankämpfen. 

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