Papst und Palästina - so wird die Woche ab dem 19. September

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Das sagte ein Prominenter: "Meine Freundin und ich haben einmal ein Sextape von uns erstellt. Nachdem wir es dann angesehen hatten, beschlossen wir, das nie wieder zu tun. Es sah furchtbar aus." Der sehr ansehnliche Schauspieler James Franco über seine Haltung zu Privatpornos.

Wichtige Termine: Zwar war es faktisch unmöglich, das nicht mitzubekommen, aber hier noch einmal offiziell: Der Papst kommt! Vor vielen Fans und vielleicht noch mehr Gegnern, wird Benedikt XVI. von Donnerstag bis Sonntag Messen in Berlin, Erfurt und Freiburg lesen. In Freiburg werden dabei 100.000 Zuhörer erwartet, die Gullideckel in der Stadt werden versiegelt, niemand darf mehr in der Nähe des Papstes ohne Polizisten sein Haus verlassen. Zwar gibt es keinen offiziellen Kostenvoranschlag, allerdings wird der Papstbesuch als einer der teuersten Staatsbesuche aller Zeiten vermutet.

Was läuft im Kino? Zugegeben - ein Titel wie "Hell - die Sonne wird euch verbrennen" klingt stark nach "Vin Diesel verhaut im Endzeitkampf böse Roboter". Die Assoziation "Endzeit" ist zwar richtig, allerdings umgesetzt vom deutschen Jung-Regisseur Tim Fehlbaum und ohne Splatter-Haudrauf. Stattdessen irren in dem Film im Jahre 2016 die junge Marie (Hannah Herzsprung) und ihr Freund Philipp (Lars Eidinger) durch ein von der Sonne verbranntes Deutschland in Richtung Berge. Auf dem Weg treffen sie den Mechaniker Tom (Stipe Erceg), der über Benzin verfügt und deshalb mitreisen darf. Am Bergfuß gerät die Gruppe jedoch in einen Hinterhalt...

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert



Popkulturelle Notiz: Passend zum Papstbesuch, hat eine Kirchengemeinde in Leeds sich jüngst zur Kirche der Feierwütigen ernannt. Die 27-jährige Pastorin Beth Tash wird dort zukünftig versuchen, Pubgänger in Gespräche über Gott zu verwickeln. Sie plane allerdings nicht "vom Barhocker aus zu missionieren", will jedoch ein Zeichen setzen, dass die Kirche sich auch in der Clubszene engagiert. Wie Ratzinger wohl auf so einen Vorschlag reagieren würde? 

Festtag der Woche: Am 19. September ist der äußerst berühmte, hochoffizielle "Talk like a Pirate Day". So muss man zum Wochenbeginn zumindest nich lügen und darf sich anstatt eines freundlichen "Servus'" ein miesepetriges "Aaargh" zuraunen.

Welche Alben erscheinen?
1. Nach dem Burnout von Peter Plate und damit zusammenhängender Schaffenspause meldet sich Rosenstolz zurück: Rosenstolz  -Wir sind am Leben
2. Zusammen, zerstritten, getrennt, zusammen, Festival abgesagt, zerstritten, neues Album verschoben, neues Album erscheint: Blink 182 - Neighbourhoods
3. Düster sein und trotzdem den Bundesvision Song Contest gewinnen ist schon eine wilde Kombi: Subway to Sally - Schwarz in Schwarz 

Festival-Guide: Die Anwohner von St. Pauli sind ja so einiges an Aufregung gewöhnt. Das Reeperbahn-Festival setzt an Action und Trubel dann allerdings doch jedes Jahr noch einmal neue Maßstäbe. Neben viel Musik von Newcomern und bekannten Gesichtern (u.a. Brooke Fraser, Herrenmagazin und Bratze) wird von Donnerstag bis Samstag rund um den Kiez auch ein vielschichtiges Kunstprogramm geboten, inkl. Poetry Slams, ein Comicfestival und Kurzfilmvorführungen. Also - auf in ein schlafloses Wochenende.

Politisches Thema: Die am Dienstag stattfindende Sitzung der vereinten Nationen sorgte bereits im Vorfeld für Unruhen. An diesem Tag will der Palästinenserpräsident Machmud Abbas eine Vollmitgliedschaft Palästinas bei den Vereinten Nationen erstreiten, was einer offiziellen Anerkennung des Staates gleichkäme. Die USA ließen bereits vorher verlauten, dass sie diese Pläne nicht unterstützen werden, allerdings wird befürchtet, dass die frisch revolutionierten Länder Nordafrikas dann auf die Barrikaden gehen.

Entdeckung im Supermarkt: Ab September das beliebste Gesprächsthema in jedem deutschen Supermarkt: "Also Lebkuchen gibt es auch mit jedem Jahr früher!"

Hoffentlich bald vorbei: Bohlens RTL-Show "Das Supertalent". Exhibitionismus à la "Ich stöhne Goethe" oder "ich esse Spagetti von meinem Partner" sind sogar für's Privatfernsehen zuviel.

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