Tausend Worte und einmal lächeln

Musikrambazamba im ganzen Land und die jetzt.de Vorsätze für die Woche vom 19. bis 25 Juni
petra-baeumer

1. Dem Busfahrer ein Lächeln schenken Auch wenn es schwer fällt, wenn der übellaunige Mann wieder unverständlich die nächste Haltestelle ins Mikro nuschelt, lächele sie trotzdem alle an: Lehrer, Müllmänner, Amtsschimmel und -reiter. Einmal reicht, und zwar am Freitag, dem weltweiten Tag des öffentlichen Dienstes. 2. Be Wilder Sein erstes Drehbuch verkaufte Billy Wilder einem Mann in Unterhosen, der aus dem Zimmer der Nachbarin Zuflucht suchte. Nun wäre Billy am Donnerstag 100 Jahre alt geworden. Da gelassen hat der Autor und Produzent uns großartige Filme wie „Das verflixte siebte Jahr“ oder „Manche mögen’s heiß“ und die Erkenntnis: Nutze deine Chance, selbst wenn sie Unterwäsche trägt. 3. An Geld sparen, nicht an Musik Oui, oui, oui! Am 21. Juni ist Sommeranfang und nich nur in der Berliner Luft liegt Musik. Neben Weimar, Potsdam und ’ner Menge mehr, ist Berlin aber Hauptstadt der Fête de la Musique. Weltweit genossen wird Musikalisches in allen Geschmacksrichtungen, von Charlottenburg bis Pankow, umsonst und für alle. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf Bands und DJs auf tausend Bühnen: Gods Of Blitz, Mamasweed, Das Bo & Kowalski oder Nachlader. Noch was: Am Wochenende kannst du für gute Musik auch bezahlen: Dann ist’s Hurricane und Southside Festival. 4. Sich schon mal frei machen Jeder Sonnenstrahl zählt. Egal ob Mini oder Maxi, Sonne oder keine, die Beine müssen braun werden. Allerdings musst du nicht so weit gehen wie im Film „Lady Henderson präsentiert“. Da geht’s nämlich um die erste Nacktrevue in London. Herrlich zum anschauen vor allem – Überraschung - Judi Dench als wenig integre aber spannende Besitzerin Henderson. Britischer Humor, trocken, schauspielerisch frisch zubereitet und nach einer wahren Episode. 5. Rasenkanten schneiden Und blau machen. Am Donnerstag ist zumindest für alle schulfrei, die beim deutschlandweiten Sozialen Tag arbeiten und dann das Geld abdrücken. Klingt für dich wenig effektiv? Ist es aber doch, denn damit werden wiederum Projekte für Jugendliche verwirklicht. Zum Beispiel ein Jugendzentrum gegen Rechtsextremismus in Serbien. Außerdem ist Rasenkanten schneiden oft wesentlich netter als deutsche Gebirge zu pauken. 6. Dunken Zwischen Sonntag und Dienstag liegt Montag. Für den Basketballer der Nation Dirk Nowitzki Tage mit Bauchschmerzen. Denn dann hat sein Team Dallas Mavericks die letzten Möglichkeiten Miami in den NBA Playoffs auszuschalten. Daher wohl sein Geburtstagswunsch am Montag: der Dunk zum Sieg. 7. Sich vor die Menge stellen "Ich hörte, dass es in der Welt mehr Zeit als Verstand gibt, aber dass uns die Augen zum Sehen gegeben sind.", schrieb Ingeborg Bachmann. Sich vor eine Menge zu stellen oder dagegen, beides ist schwer. Garantiert Herzklopfen haben die Autoren in Klagenfurt, die sich ab Donnerstag der Jury des Ingeborg Bachmann-Preises stellen. Was die Frau mit den klaren Worten ausmachte, könnt ihr auf jetzt.de am Wochenende in einem ausführlichen Porträt zum 80. Geburtstag lesen. 8. Den Strand verlassen Teneriffa ist nicht nur eine Touristeninsel, sondern der Ort von dem uns immer wieder Nachrichten über gestrandete Boote mit Hilfe suchenden Menschen erreichen. Das wird am UN-Weltflüchtlingstag am Dienstag nicht anders sein. Wie es ist als Flüchtling mit der Angst vor der Abschiebung zu leben, kannst du auf jetzt.de in der Geschichte von David lesen. 9. Blumen pflücken Zweideutige symbolische Gesten mögen die Schweden. An Midsommar sollen unverheiratete Mädchen des Nächtens sieben Sorten wilder Blumen von sieben Wiesen pflücken. Dann, das kennt man von Hochzeitstorte oder Milchzahn, das ganze unter das Kopfkissen, et voilà: Man träumt vom Mann, den man heiraten wird. Zur Sommersonnenwende am Mittwoch drehen die Skandinavischen Bräuche auf und am Ende tanzt mancher Schwede verstrahlt um Bäume. Die Finnen glauben sogar, dass die Ernte umso besser wird, je mehr man trinkt. One Night Stands immerhin sind ausgeschlossen, denn dunkel wird es in der kürzesten Nacht des Jahres nicht. 10. Babyfone blockieren „Charlie. Zebra. Charlie - Das Kaninchen ist im Bau“. So daneben kann es klingen, wenn man eine Funkstation zu Hause hat und zuviel Amerikanische Action-Serien schaut. Wie es dann erst ist, wenn sich ganz viele Funk-Freaks zur Amateurfunk-Ausstellung in Friedrichshafen treffen, mag man sich kaum vorstellen. Ein Riesenspaß für die ganze Familie ist jedenfalls die Walkie-Talkie-Schnitzeljagd, besonders wenn man umliegende Babyfone anzapft.

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