Was du diese Woche wissen solltest: 3. bis 9. Januar 2005

blumenbar.
dirk-vongehlen

blumenbar.de Auch dieses Jahr noch gut: „The Rum Diarys“ - der verloren geglaubte Roman von Hunter S. Thompson erschien im vergangenen Jahr erstmals auf Deutsch. Ich habe ihn über Weihnachten zu Ende gelesen – und kann ihn in jedem Fall nur empfehlen. Die Geschichte des Reporters Paul Kemp, der nach San Juan fliegt, um dort bei einer englischsprachigen Zeitung zu arbeiten ist sehr lesenswert. Über deine Lieblingsbücher kannst du im Literaturforum diskutieren. Montag: Hartz vier und 2005 Das Wort des Jahres 2004 war „Hartz IV“. Die vierte Stufe der so geannten Hartz-Gesetze, die damit bezeichnet wird, tritt aber erst mit Beginn des Jahres 2005 in Kraft. Deshalb wollen heute in 60 Städte Demonstraten gegen die neuen Gesetze protestieren. Professor Peter Grottian vom Berliner Sozialforum kündigte an: „Es wird nicht ruhig werden. Wir werden den Herrschenden noch mehr auf die Zehen treten.“ Dienstag: Hip-Hop-Hypnose Das Jahr ist noch sehr jung und schon wird es mit unsinnigen Tagen beschenkt: Die National Guild of Hypnotists (NGH) aus New Hampshire, USA, hat den 4. Januar zum Welthypnosetag gemacht, „eine hervorragende Gelegenheit, sich über diese faszinierende Technik kostenlos und unverbindlich zu informieren“, wirbt die Freie Gesellschaft für Hypnose e.V. als Kooperationspartner der NGH. Vielleicht aber auch einfach nur ein guter Anlass, eine Liste der fünf fragwürdigsten Tage im Top-5-Forum anzulegen. Mittwoch: Super Touren Superpunk setzen ihre Tour fort. Wer dem Rat von max-scharnigg folgen will (nachzulesen auf der jetzt.de-Zeitungsseite vom 20. Dezember), lädt seine Mutter ein und geht mit ihr hin: heute im Waschhaus in Potsdam, morgen im Volkspark in Halle, am Freitag in der Moritzbastei in Leipzig, Samstag in Aschaffenburg (Colos-Saal) oder Sonntag in Heidelberg (Karlstorbahnhof). Weitere Termine gibt es auf superpunk.de In dieser Woche sind außerdem auch Mia auf Tour, ich kann mit denen ja nichts anfangen. Aber wer’s mag, kann am Samstag in die Münchner Muffathalle gehen oder am Sonntag ins F Haus in Jena. Weiter geht’s in durchgängig durchschnittlichen Städten: Braunschweig (13.1.), Magdeburg (14.1.), Dresden (15.1.), Nürnberg (18.1.), Leipzig (19.1.), Osnabrück (21.1.), Rostock (22.1.), Chemnitz (23.1.), Kassel (25.1.), Darmstadt (26.1.). Wenn du andere Meinung bist über das Werk von Mia, kannst du mich – und anderen User – ja mit einer Kritik im Popkosmos für deine Sache überzeugen. Donnerstag: Zucker im Kino Henry Hübchen spielt Jaecki Zucker, einen ehemals angesehenen Sportreporter mit Geldsorgen. Jaecki Zucker ist seine Frau davongelaufen, da erreicht ihn die Nachricht vom Tod seiner Mutter. Um an deren Erbe zu kommen, muss Zucker sich nicht nur mit seinem Bruder (gespielt von Udo Samel) arrangieren, er muss sich auch mit seinen bisher verleugneten jüdischen Wurzeln auseinandersetzen. Der neue Film von Dani Levy heißt „Alles auf Zucker“ und startet heute im Kino. Schaust du ihn dir an? Diskutier drüber im Kino-Forum Freitag Am 28. April 2004 wurde Charles Graner weltberühmt. Der junge US-Soldat war einer der Folterer aus dem Gefängnis Abu Ghraib. Die Bilder von einem verängstigten Mann, der verkabelt und mit Kapuze auf einer Kiste steht, gingen anschließend um die Welt. Heute muss sich Graner vor einem Militärgericht im texanischen Fort Hood verantworten. Zwei weitere angeklagte Militärangehörige sind bereits glimpflich davon gekommen. Samstag: Königsgeburtstag 70 Jahre der King: Am 8. Januar 1935 wurde in Tupelo, Mississippi Elvis Aaron Presley geboren. Heute wäre er 70 Jahre alt geworden. Im Popforum kannst du dem König des Rock’n’Roll huldigen. Sonntag: Wahl Es soll der Start in eine neue, friedlichere Ära werden. Der Kandidat Mahmud Abbas gilt bei der heutigen Wahl eines neuen Palästinenserpräsidenten als Favorit. Nach dem Tod von Yassir Arafat verbindet die Bevölkerung der palästinensischen Gebiete mit der Wahl die Hoffnung auf eine stabilere politische Zukunft – eine Hoffnung, die sich wohl nicht nur auf die Palästinenser beschränkt.

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