Wetterfrösche und Wahlentscheidungen

Manchmal ist es besser, Dinge vorher zu wissen. Deshalb schreiben wir hier einmal die Woche auf, was wichtig wird. So wird die Woche ab dem 7. Februar
charlotte-haunhorst

Das sagt ein Prominenter: Britney Spears:"Ich wollte eigentlich nie wirklich nach Japan. Aus dem Grund, weil ich einfach keinen Fisch mag. Und ich weiß, der ist sehr beliebt dort in Afrika."

Wichtige Termine: Am 13. Februar werden die Grammys in Los Angeles verliehen. Angeblich soll Rock-Opa Mick Jagger (mittlerweile immerhin stolze 67 Jahre alt) dort einen spektakulären Auftritt planen. Hoffentlich endet dieser nicht wie der Versuch seines gleichaltrigen Kollegens Keith Richards im Jahre 2006 eine Palme zu besteigen.

Welche Alben erscheinen?
Für Fans von 54-jährigen Müttern: Gianni Nannini - Io E Te
Für Freunde des New Wave of New Wave of New Wave-Punk (Beschreibung der Musik von Mogwai durch Gitarrist John Cummings): Mogwai - Hardcore will never die, but you will
Die zweiterfolgreichste Band Schwedens (Tip: Die erfolgreichste hat vier Buchstaben) bringt nach der Krebserkrankung von Sängerin Marie ein neues Album heraus: Roxette - Charm School.

Kino:

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Illustration: Julia Schubert

In "Die Kinder von Paris" widmet sich Regisseurin Roselyne Bosch einem lange Zeit verdrängten Kapitel der französischen Geschichte: 1942 wurden in einer Pariser Radrennhalle 7000 Jüdinnen und Juden ohne Nahrung und sanitäre Anlagen interniert. Später wurden sie in das Konzentrationslager Beaune-La-Rolande deportiert, nur 25 Menschen überlebten. Der Film zeichnet nach Manier von Roberto Benignis Klassiker "Das Leben ist schön" die Grausamkeiten des Holocaustes aus Kinderperspektive nach. Dass es sich dabei um ein wichtiges Stück Zeitgeschichte handelt, zeigen die Reaktionen auf den Film: Nachdem Produzent Ian Goldman sich zuerst anhören musste, das Thema würde eh niemanden interessieren, wurde "Die Kinder von Paris" in Frankreich einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 2010.

Medien-Erkenntnis: Der Kachelmann-Prozess wird immer abstruser. Nach den nicht öffentlichen Auftritten diverser Ex-Geliebter, die ihr Intimleben mit "Jörg" danach in den Boulevardmedien ausbreiteten und einem Gutachter, der an einem Stück Käse imitierte, welche Abdrücke Daumennägel in der Haut verursachen könnten, soll nun Alice Schwarzer in den Zeugenstand gerufen werden. Zumindest, wenn es nach Verteidiger Johann Schwenn geht.

Entdeckung im Supermarkt: Nicht nur, dass die Kassiererinnen immer schneller sind als man selbst - nein, neuerdings werden sie auch noch grimmig, wenn man nicht parallel zum Einräumen das Kleingeld bereits passend abgezählt hat. Hinter einem steht zudem die lauernde Meute und stößt ein genervtes "kann die sich nicht mal beeilen" aus - und da behaupten noch einmal Forscher, in der Uni würde sozialer Stress herrschen.

Wichtigstes politisches Thema: Nach Tunesien, Jemen und Ägypten gewinnt man als Laie immer mehr den Eindruck, dass es im Nahen Osten und Nordafrika auch zukünftig unübersichtlich bleiben wird. Der Spiegel hat hierfür bereits unter dem Titel "Im Sog der Revolution" eine interaktive Karte angelegt, die über aktuelle Krisenherde informiert. Beunruhigend.

Link der Woche: Seit kurzem wird auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung wieder ein Wahl-o-mat angeboten. Zuerst gibt es die Wahl-Hilfestellung nur für Hamburger Unentschlossene, weitere werden bei der Vielzahl der Wahlen in diesem Jahr sicher folgen.

Nummer 1 der Singlecharts: Adele - Rolling in the deep

Wichtigste Elternsorge: "Müssen unsere Kinder in dieses Dschungelcamp, um erfolgreich zu werden?"

Endlich vorbei: Schlagzeilen über die Ehe von Lothar und Liliana Matthäus - seit dem 2. Februar sind die Beiden offiziell geschieden, damit herrscht hoffentlich Ruhe im Karton.

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