Wochenvorschau: Mit den Eltern zu Chilly

Was bekommt man für 150 Millionen Euro von den G7-Staaten? Wo ist der Drang von Giorgio Moroder hin? Vor allem aber: Welches Ziel nur im Urlaub ansteuern? jetzt.de-Mitarbeiter Jakob Biazza plant seine Woche.
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Wichtigster Tag der Woche: Privat: Freitag. Da geht es in den Urlaub. Problem: Das Ziel steht noch nicht fest. Ich nehme hier also gerne noch Tipps entgegen. Eckdaten: Lieber mit dem Auto als fliegen (aber zur Not auch fliegen). Die Frau, die ich gut kenne, will Strand. Insgesamt eher Natur als Urbanität.

Ansonsten bin ich ja – und zwar ohne Koketterie – schon etwas gespannt auf die Fußball-WM der Frauen, die seit Samstag läuft. Wie hat sich das Niveau da verändert? Wie das Tempo. Diskussionen um den Kunstrasen, auf dem die spielen müssen, gab es ja auch.

Kulturelles Highlight:  Ganz privat ist das kulturelle Highlight der Woche erst kommende Woche: da bin ich nämlich bei Chilly Gonzales in der Philharmonie. Mit den Eltern. Und ziemlich gespannt, wie die das finden!

Ganz allgemein feiert das Münchner Label Compost Records gerade 20-Jähriges – und tourt dafür durchs Land. Ausstehende Termine sind noch Karlsruhe, Zürich und Freiburg.

Politisch interessiert mich ...  ... was bei der Fifa als nächstes rauskommt. Und was man für 150 Millionen Euro für Ergebnisse von den G7 bekommt.

Soundtrack: Auf jeden Fall eher nicht das neue Giorgio-Moroder-Album. Was ich sehr, sehr schade finde. Das alte Zeug war so revolutionär. Ich liebe seine Produktionen für Donna Summer. Und seine Filmmusik fast noch mehr. Den Song mit Daft Punk eh. Aber das neue Album hat nach einmal durchhören keinen Drang, keinen getriebenen Willen zu irgendwas. Und wenig, das über Zitatniveau hinauskommt. Aber: Immerhin zitiert er ja sich selbst und enge Kollegen.

 

Deshalb höre ich wohl eher noch ein bisschen das neue Live-Album von Ryan Adams – „Ten Songs From Live at Carnegie Hall“.

 

Und dann meine neue Zufallsentdeckung auf dem Primavera Sound in Barcelona: Beatenberg. Eine Band aus Südafrika, die heißt wie eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli des Kantons Bern. Drei sehr adrette Jungs (darunter der beschwingteste Drummer seit Ringo Starr), die im Sound die fließende Eleganz von Achtzigerjahre-Rasentennis haben.

Kinogang? Nein! Entschieden. Rausgehen und Menschen auf Wiesen und in Biergärten treffen. In München ist aber eh bald wieder Film-Fest. Dafür wird das Draußen-Drinnen-Verhältnis dann noch mal neu verhandelt.

 

Geht gut diese Woche: Gesund werden. Und dann immer mit meinem neuen Fahrrad fahren – und meinem alten Kajak.

 

Geht gar nicht: Badeseen. Die sind noch zu kalt. 

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