Wochenvorschau: So wird die KW 14

Punk, Osterwahnsinn und viele Konjunktive: jetzt.de-Autorin Teresa Fries plant ihre Woche.
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Illustration: Julia Schubert



Wichtigster Tag der Woche:
Mittwoch. Auf diesen Tag sollte man vorbereitet sein: gut ausgeschlafen, die Augen offen, die Sinne geschärft, wachsam. Die Welt will dich verarschen und an jeder Ecke lauert ein Witzbold, der denkt, Aprilscherze seien wirklich lustig. Also Obacht.

Kulturelles Highlight:
Da meine Arbeitswoche nur vier Tage hat und ich dann über Ostern zu meinen Eltern fahre - wo es mit den kulturellen Highlights nicht so weit her ist - bleiben die wohl eher auf der Strecke. Aber man kann ja mal wild herumkonjunktivieren: Wenn ich Zeit und eine Karte hätte, würde ich gerne zum Konzert von Nneka am Dienstag in der Münchner Muffathalle gehen und mir "Und jetzt: Die Welt" von Sibylle Berg im Volkstheater ansehen. Wenn ich auch noch in Berlin wäre, würde ich in die Oper von Dirk von Lowtzow (der von Tocotronic) und René Pollesch gehen. Alleine weil mir der Titel so gefällt: "Von einem der auszog, weil er sich die Miete nicht mehr leisten konnte".

Politisch interessiert mich:
Spannend wird der Ausgang der Verhandlungen zum Atomstreit mit dem Iran. Momentan sprechen die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland in Lausanne. Bis zum Dienstag haben sie sich Zeit gegeben für ein Ergebnis.

Soundtrack:
Die Münchner Band "The Whiskey Foundation" bringen am Donnerstag ein neues Album heraus. Darauf bin ich schon gespannt. Bei der Releaseparty in der Muffathalle könnte man dann auch gleich noch vorbeischauen.
http://www.youtube.com/watch?v=x3gkawc3BPo

Wochenlektüre:
Meistens ist das Internet meine Wochenlektüre und leider oft auch die einzige. Wird wohl auch in dieser Woche so sein. Ein Buch, das ich mir aber schon seit Monaten mal kaufen will, ist die Graphic Novel "Wizzywig", die einen fiktiven Hacker über 30 Jahre hinweg porträtiert.

Kinogang:
Bei den Kinostarts diese Woche ist nichts dabei, was meine innere Popcornmaschine zum poppen bringt. Aber ich will unbedingt noch "Tod den Hippies, es lebe der Punk" sehen mit Tom Schilling als Punker in den 1980ern in Westberlin. Ich glaube, das könnte ganz nach meinem Geschmack sein. Auch wenn Tom Schilling mit seinen 33 Jahren vielleicht ein bisschen zu alt für die Schülerrollen geworden ist.
http://www.youtube.com/watch?v=M6fEV2i_Ygc

Geht gut diese Woche:
Mit der besten Freundin ausführlich über Tattoos diskutieren, die man sich dann doch nie stechen lassen wird.

Geht gar nicht:
Leute, die einen darauf hinweisen, dass der Frühlingsputz ansteht.

Und sonst so:
Notiz an mich: Eierverstecke auf einem Lageplan einzeichnen, um vergessenen Gammeleiern vorzubeugen.

Text: teresa-fries - Foto: photocase.com / Flügelfrei

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