Zürich, Dinos und Kehlmann

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Wichtigster Tag der Woche: Der Samstag. Da hat eine gute Freundin von mir Geburtstag und ich bin ziemlich gespannt, wie sie unser im Urlaub auf einem Markt erworbenes Geschenk wohl findet. Gleichzeitig werde ich aber wohl nach Zürich zu einer anderen Freundin fahren. Zürich ist für mich immer der Inbegriff der Filmkulisse – ein Teil von mir rechnet jederzeit damit, dass die Berge einfach wegklappen und man sich doch in einem dreckigen Filmstudio befindet. So lange das nicht passiert, werden wir allerdings weiter Macarons bei Sprüngli essen und den Franken-Wechselkurs ignorieren.

Wochenlektüre: Ich habe im Urlaub „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ vom israelischen Autor David Grossmann gelesen - und jetzt kommt der Spoiler! Ich war unfassbar enttäuscht vom offenen Ende. In dem Buch geht es darum, wie eine Frau Angst hat, ihr Sohn könne im Krieg gefallen sein, wobei dem Sohn des Buchautors eben genau das passiert ist beim Schreiben. Irgendwie hatte ich deshalb gedacht, er würde einen auf keinen Fall mit der Auflösung der Geschichte in der Luft hängen lassen. Was Neues wollte ich seitdem noch nicht anfangen. Der neue Kehlmann liegt aber bereit.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Zürich könnte sich jederzeit als Pappkulisse entlarven

Politisch interessiert mich: Natürlich die Wahlen! Ich werde dieses Jahr zum ersten Mal in Bayern wählen, vorher war ich ja immer noch in Niedersachsen gemeldet. Das fühlt sich total skurril an, weil CSU oder „Freie Wähler“ für mich vorher immer Parteien von „euch da unten“ waren, also sehr weit weg. Nun könnte ich theoretisch selber mein Kreuz bei ihnen setzen...

Soundtrack der Woche: Die jetzt-Redaktion spaltet sich in Thees Uhlmann Fans und -Hasser. Ich stehe definitiv auf ersterer Seite, habe mir das Album brav vorbestellt und werde es nun den Rest der Woche hören und Jakob Biazza mit meinen Lieblingszitaten daraus erfreuen.

Geht diese Woche gut: Ein letztes Mal Bier draußen in der Sonne.

Geht diese Woche gar nicht: Geschlossene Schuhe. Noch einmal Sommer, bitte! Finstere Schnürschuhe werden die Wochen drauf noch oft genug ausgepackt werden müssen.

Kinogang? Ich war gefühlt seit Monaten nicht mehr im Kino. Neulich bin ich allerdings im Nachtprogramm bei "Jurassic Park" hängengeblieben, was mich ziemlich nostalgisch machte. Als der Film 1993 lief, hatte mein Bruder die entsprechenden Gummidinos dazu, die dann in brutaler Co-Existenz mit meinen Barbies lebten. Ab und zu wurde dementsprechend mal eine von ihnen vom T-Rex gerissen. Allein aus dieser Nostalgie heraus würde ich mir wenn tatsächlich Jurassic Park 3D im Kino ansehen.
http://www.youtube.com/watch?v=mXBhOAPiaDo

Text: charlotte-haunhorst - Foto: dpa

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