Ein Restaurant in den USA sediert Hummer, bevor sie gekocht werden

Spezialität des Hauses: Bekiffter Hummer auf Butter-Schäumchen.
Fotos: freepik / Collage: jetzt.de

Hummer sind bekanntlich die Hummer (Automarke) der Tierwelt: Angeber-Accessoirs, die weniger von gutem Geschmack, als vom prall gefüllten Geldbeutel ihres Besitzers künden. Wenn es so richtig protzig zugehen soll zu Tisch, kann man sichergehen, dass ein paar dieser Krustentiere herumliegen, zeigen sie doch schließlich aufs Beste, was sich der Gastgeber so leisten kann.

Die Hummer selbst zuzubereiten ist allerdings keine besonders schöne Angelegenheit, denn die Tiere werden bei lebendigem Leibe gekocht. Eine Restaurantbesitzerin in Maine, einem Bundesstaat, in dem Hummer quasi Grundnahrungsmittel sind, will nun einen Weg gefunden haben, der Hummern das Sterben vermeintlich ein kleines bisschen schöner macht: Sie dichtet sie vorher noch so richtig schön ab.

Über eine etwas kompliziert klingende Apparatur versetzt Charlotte Gill das Wasser eines flachen Aquariums mit dem Marihuana-Rauch und macht die Tiere auf diese Weise bekifft. Laut ihren eigenen Aussagen sind die Hummer im Anschluss sehr ruhig und friedfertig und leiden weniger in ihren letzten Minuten. Ihren Gästen bietet sie seit einiger Zeit an, die Hummer mit und ohne THC-Narkose zuzubereiten. Laut ihren Angaben ist das Fleisch der Tiere selbst übrigens nicht mit THC versetzt, da sie die Tiere auf bis auf 215.5 Grad Celsius erhitze und das THC sich schon bei geringeren Temperaturen verflüchtige. 215,5 Grad Celsius entsprechen übrigens „rein zufällig“ 420 Grad Fahrenheit und wie jeder weiß, der schon mal von Marihuana gehört hat, ist das die wichtigste Zahl, das wichtigste Datum, die wichtigste Uhrzeit und super niiiiiiiice!

So weit, so... interessant. Allerdings stellen sich für den gemeinen Betrachter ein paar Fragen, die bislang nicht beantwortet wurden: Zum einen ist THC-Rauch in Wasser kaum löslich – wie genau soll das Tier stoned werden? Und sollte das Tier tatsächlich THC im Laufe dieses Verfahrens aufnehmen, ist es mindestens genauso unsicher, dass die Droge sich beim Kochen wieder verflüchtigt. Und natürlich stellt sich zu guter Letzt die Frage nach der ethischen Beurteilung dieses Vorgehens: Ist es ethisch korrekt, ein Lebewesen, das sich nicht wehren kann, unter Drogen zu setzen?

chwa

Mehr bekiffte Wesen: