buzz twitter sexistische beschreibungen cover
Collage: jetzt.de

Wenn männliche Autoren ihre weiblichen Protagonisten beschreiben, kann es mitunter tragisch werden. Nicht umsonst gibt es den „Bad Sex in Fiction“-Award, der jährlich an Autoren vergeben wird, die besonders schwitzige Erotik-Szenen in ihren Romanen untergebracht haben. Der geht zwar bisweilen auch an Frauen, aber die überwältigende Mehrheit der Preisträger ist immer noch männlich.

Auf Twitter erzählte die Schriftstellerin Gwen C. Katz vor einigen Tagen, wie genervt sie über eine Online-Diskussion von Männern zum Thema Diversität in der Literatur war. Einer von ihnen habe die Notwendigkeit der Repräsentation von Autorinnen mit dem Argument abgelehnt, ihm persönlich sei es schließlich absolut möglich, eine Geschichte aus der weiblichen Perspektive zu schreiben. Und dabei so authentisch zu sein, dass man quasi keinen Unterschied zur Arbeit von Frauen erkennen könne. 

Katz postete daraufhin trocken einen Ausschnitt aus dem Oeuvre des Menschen, und naja, wie soll man sagen... es ist eher unwahrscheinlich, dass eine Frau sich jemals in ihrem Leben so beschrieben hätte. 

Zunächst hatte sie vermutet, es handle sich dabei um einen alten Witz, den sie einst auf Tumblr entdeckt hatte. 

Die Twitter-Userin Whitney Reynolds machte aus diesem Trauerspiel das einzig Richtige: eine Twitter-Challenge. Sie forderte den weiblichen Teil von Twitter dazu auf, sich so zu beschreiben, wie es ein männlicher Autor tun würde.  

Unzählige Frauen folgten diesem Aufruf und die Ergebnisse sind unfassbar lustig. Die Frauen fanden die allerblumigsten und -obstigen Worte für ihre Erscheinung, mit besonderem Fokus auf Hintern und Brüste. Und Haare. Und Lippen. Da beben die Lenden! 

chwa   

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