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Wir haben ein Leben lang falsch Uno gespielt

Offensichtlich hat sich nie jemand die Mühe gemacht, mal die Spielregeln durchzulesen. Bis jetzt.
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    Illustration: Janina Schmidt

Wir alle haben es gespielt – aber offensichtlich immer total falsch: Unser aller Lieblingskarte bei Uno, um anderen eins reinzuwürgen, ist ganz klar die „+4“-Karte. Wir sparten sie uns immer auf; als Trumpf, als Ass im Ärmel, wenn der Spieler neben uns kurz vor dem Sieg stand. Der Gegenspieler musste dann nicht nur vier Karten ziehen, nein! Wir durften uns auch noch eine x-beliebige Farbe wünschen, die sicher niemand außer uns auf der Hand hat. Muahaha! 

 

Doch halt! Anscheinend haben wir kollektiv seit Jahren ungewollt grob geschummelt. 

Das fiel nun einer Frau aus den USA auf, die vielleicht als einziger Mensch in der Geschichte des Uno-Kartenspiels die Regeln komplett nachgelesen hat. Und sie hat rausgefunden: Wer den Klassiker regelkonform spielen will, darf die „4+“ erst dann spielen, wenn er keine andere  Karte mehr hat, die er spielen könnte – also keine Farbe in der passenden Farbe oder mit der gleichen Zahl. Wenn einem der Gegenspieler das nicht glaubt, darf er laut Regelwerk sogar Einsicht in unsere Karten fordern. Und wenn dann rauskommt, dass man geschummelt hat, muss man vier Strafkarten ziehen. Lag aber der misstrauische Gegner falsch, muss er ganze sechs Karten ziehen.

Bei so einer Aussicht klingt die „neue“ alte Regel dann plötzlich doch um einiges interessanter, als die, die wir jahrzehntelang genutzt haben. Ein Grund mehr, den Klassiker mal wieder aus der Schublade zu holen.

 

nake

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