So kreativ meldet sich der Finder eines verlorenen Geldbeutels

Auch ohne Adresse und Telefonnummer fand er den Besitzer.

Foto: dpa/Lino Mirgeler Bearbeitung: jetzt

Wer seinen Geldbeutel in einer Großstadt verliert, hat meist wenig Hoffnung, dass der irgendwann wieder auftaucht. Vor allem, wenn sich in dem Geldbeutel weder ein Ausweis noch sonstige Dokumente befinden, auf denen eine Adresse steht. Wie kreativ ehrliche Finder*innen in so einem Fall werden können, hat jetzt ein junger Mann in London erlebt. Als Tim Cameron seinen Geldbeutel auf dem Heimweg von der Arbeit verlor, dachte er nicht, dass er dessen Inhalt je wiedersehen würde. Doch, so berichtet er auf Twitter: Wunder geschehen eben einfach immer wieder. Denn die Person, die seinen Geldbeutel fand, fand in diesem auch seine Bankkarte – und nutzte diese, um eine Botschaft zu senden.

Viermal bekam Tim Cameron innerhalb kurzer Zeit je einen Penny überwiesen – und bei jeder Überweisung versteckte sich im Verwendungszweck ein Teil einer Botschaft: „Hi. Hab deinen Geldbeutel auf der Straße gefunden. Schreib mir oder ruf an!“ Dazu eine Telefonnummer. Tim postete einen Screenshot der Überweisungen auf Twitter und sein Beitrag ging viral. Viele andere teilten daraufhin ihre eigenen Geschichten von verlorenen Dingen – schöne und auch weniger schöne:

Gegenüber dem Onlinemagazin Mashable sagte Tim, dass der Finder ein Mann namens Simon gewesen sei. „Ich war so erleichtert und begeistert, dass Simon sich so eine Mühe gemacht hat, um mich wieder so schnell mit meinem Geldbeutel zu vereinen“, sagte er weiter. Schon 30 Minuten nachdem er das erste Mal bemerkt hatte, dass sein Geldbeutel verschwunden war, sei die erste Überweisung auf seinem Konto gewesen. Sofort habe er Simon angerufen – und sich kurze Zeit später mit einer Flasche Rotwein zum Dank auf den Weg zu ihm gemacht.

soas

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