Ali G aka Sacha Baron Cohen auf einer Pressekonferenz 2001.

Ali G aka Sacha Baron Cohen auf einer Pressekonferenz 2001.

Foto: dpa

Die älteren unter euch Millennials dürften ihn noch gut kennen: Ali G.

Die prollig-geniale Rapper-Kunstfigur des britischen Comedian Sacha Baron Cohen sorgte Anfang der 2000er für legendäre TV-Momente. Sie liegt zwar mittlerweile schon ein paar Jahre auf Eis – jetzt aber ließ Cohen sie für einen kurzen Moment auferstehen. Auf Twitter veröffentlichte Ali G ein Statement, das sich an US-Präsident Donald Trump richtet. Darin heißt es unter anderem:

„Check out when you colluded wiv me a few years ago and u corrected all dem stupid fake news scientists who said dat humanoids have only been around for 300,000 years“.

Dazu stellte er ein Video der „Da Ali G Show“ von 2003 online, in dem Ali G Donald Trump interviewte. In dem 30-Sekunden-Schnipsel fragt er Trump danach, wie lange es schon das Geschäftemachen als solches gibt. Trump sagte damals, seit Hunderten von Millionen Jahren, seit es den Menschen gebe (die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass es den Homo Sapiens seit etwa 300.000 Jahren gibt, Anm. d. Redaktion).

Weiter heißt es im Ali-G-Statement:

"Yesterday it was proven in de courts dat u iz a crook – respeck! U Iz a genuine gangsta! And it turns out most of your crew are too innit (4 guilty so far)."

Das bezog Ali G wohl auf spektakuläre Entwicklungen in Gerichtsverfahren, die beide direkt oder indirekt mit Donald Trump und seiner Wahl zum Präsidenten 2016 zu tun haben könnten.

Trumps früherer Wahlkampfmanager Paul Manafort wurde vor ein paar Tagen des Betrugs schuldig gesprochen. Manafort wurde unter anderem zur Last gelegt, 16 Millionen Dollar vor den Steuerbehörden versteckt zu haben, die er als Berater von pro-russischen Politikern in der Ukraine verdient hatte. Außerdem legte Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen ein Geständnis ab. Er gab zu, zwei Frauen Schweigegeld bezahlt zu haben, damit diese nicht in der Öffentlichkeit über ihre mutmaßlichen Affären mit dem damaligen Präsidentschaftskandidaten Trump sprechen.

Am Schluss bedankt sich Ali G noch bei Trump dafür, dass er ein Vorbild für die Jugend ist und dass man Präsident werden kann, ohne die eigene kriminelle Vergangenheit hinter sich zu lassen.

In den vergangenen Wochen hat Cohen mit seiner neuen TV-Serie "Who is America?" immer wieder für Empörung in den USA gesorgt. Die letzte Folge der Web-Serie soll am Sonntag online gestellt werden. Insofern hat Cohen für sein Statement einen ganz cleveren Zeitpunkt gewählt.

pwe

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