Twitter-User schimpfen über die Fernsehübertragung der Oscars

„Macht die Werbung gerade Werbung von der Werbung?“

Bilder wie dieses sah man bei der Live-Übertragung der Oscars 2018 selten. Häufiger: Werbung.

Foto: AP

Gerade werden im Dolby Theatre in Los Angeles zum 90. mal die Oscars, die höchste Auszeichnung im Filmgeschäft, vergeben. Und weil das Ganze schon seit Jahrzehnten auch in Deutschland als ziemlich große Sache gilt, wird das Spektakel natürlich auch hierzulande im Fernsehen übertragen. Es läuft auf dem Privatsender Prosieben - immer mal wieder, ein bisschen. Zwischen den Werbeblöcken. 

Die kommen nicht nur ständig. Sie dauern tatsächlich auch immer wieder ziemlich lange. 

Das lassen die genervten Zuschauer natürlich nicht unkommentiert. Schließlich haben sie sich entschieden, in der Nacht von Sonntag auf Montag auf Schlaf zu verzichten, um die Verleihung live zu verfolgen. Nicht um sich mal wieder richtig Lust auf eine Rolex machen zu lassen.

Die Uhr scheint in dieser Nacht allerdings tatsächlich präsenter als die berühmte Oscar-Statue. In jedem Werbeblock macht sie den Abschluss, mit dem immer gleichen Spruch: "Rolex würdigt Meister des Kinos. Jetzt senden wir die Sendung fort. Präsentiert von Rolex." 

Das nervt auch deshalb, weil der Spruch nicht mal wahr ist: Meistens setzt eben doch niemand die Sendung fort. Es geht weiter mit einem (wirklich) langen Standbild des Logos der 90. Oscars. Oder noch schlimmer: noch mehr Spots.

Ein Gutes allerdings sehen die User dann doch an all der Werbung: Sie ist an die Werbelängen des US-amerikanischen Senders ABC angepasst, der die Verleihung live ausstrahlt. Und dass uns so unangenehm auffällt, wie häufig und lang Werbung gemacht wird, zeigt eben auch: In Ländern wie den USA ist es wohl noch viel nerviger, fern zu sehen, als in Deutschland. Das macht die gewöhnlichen Werbepausen beim nächsten Fernsehabend dann vielleicht sogar ein bisschen erträglicher.

lath 

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