Facebook CEO Mark Zuckerberg bei seiner Ankunft im Europaparlament.

Facebook CEO Mark Zuckerberg bei seiner Ankunft im Europaparlament.

Foto: Reuters/Yves Herman

Am Dienstagabend musste sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg den schwierigen Fragen des EU-Parlaments stellen. Zumindest hatten viele das erwartet. Medien und Privatpersonen verbreiteten vorher den Link zum Livestream der Anhörung. So könne man sehen, wie sich Zuckerberg endlich für den skandalösen Umgang seines Unternehmens mit Nutzerdaten rechtfertigen müsse. 

Die Ernüchterung kam schnell: Anstelle eines Kreuzverhörs, das viele sich erhofft hatten, wurden zunächst alle Fragen nacheinander gestellt, erst dann musste Zuckerberg antworten. Das große Problem dieser Anhörung war also ihr Format. Denn obwohl die Fragen – dem Urteil der Twitter-Nutzer zufolge – inhaltlich nicht verkehrt waren, brachten sie so gebündelt und in ihrer schieren Masse wenig. Sie ermüdeten und – weitaus schlimmer: Sie ließen am Ende kaum Zeit für Zuckerbergs Antworten. 

Was die Twitter-Nutzer nach dieser ausschweifenden Fragerunde schon ahnten, trat schließlich ein. Zuckerberg, der sich zuvor sämtliche Fragen notiert hatte, pickte sich ausschließlich die Fragen heraus, die er beantworten wollte.  

Das Ende seines Monologs legte Zuckerberg übrigens selbst fest, indem er feststellte: „Wir sind jetzt schon 15 Minuten über der Zeit.“

Die Urteile der Twitter-Nutzer waren am Ende vernichtend. Viele Fragen, keine Antworten. Das beste an dieser Anhörung seien vermutlich die schriftlichen Antworten, die Mark Zuckerberg dem Europaparlament am Ende versprach – wie er sie zuvor auch schon bei der Anhörung in den USA versprochen hatte.

Und auch, was Zuckerberg nach der „Anhörung“ tat, wurde kritisiert: Er posierte für Fotos. Das war ihm seine Zeit anscheinend wert.

lath

 

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