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Die neue Währung lautet: „Big Dick Energy“

Rihanna hat sie. Und du?
Ja, auch sie hat Big Dick Energy: die Sängerin Rihanna.

Ja, auch sie hat Big Dick Energy: die Sängerin Rihanna.

Foto: ap/ Thibault Camus

Hä? Was ist denn das wieder für ein Macho-Mist? – werden sich vermutlich manche geneigten Leserinnen und Leser jetzt fragen. Aber die können sich sofort wieder abregen. Denn auch wenn es sich nicht sofort erschließt, hat „Big Dick Energy“, oder wie wir Experten sagen – BDE – mit Penissen und deren Trägern nur am Rande zu tun. Bestes Beispiel: Die Dame im Bild, Rihanna, gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen dieser neuen Menschengattung.

Im Grunde genommen ist das Prinzip BDE selbsterklärend: Jeder kann sich etwas darunter vorstellen. Ins Deutsche übertragen, lässt es sich am ehesten mit dem etwas lahmen Begriff „Selbstbewusstsein“ übersetzen. Wobei es sich dabei um eine ganz besondere Form des Selbstbewusstseins oder einer Aura handelt. Und die ist gar nicht so einfach zu beschreiben.

Die Definition ist nicht einfach

Zwei Autoren der Website Vox.com definieren sie folgendermaßen: „Bei BDE geht es nicht darum, seine großen, schlackernden Genitalien zu schwingen, wenn dich jemand beleidigt, oder darum, den Leuten ununterbrochen zu beweisen, dass du einen großen Penis besitzt; BDE ist das genaue Gegenteil davon. Es ist Selbstbewusstsein, das in dem Wissen begründet ist, dass dein großes Gemächt nichts mit deinem Selbstwert zu tun hat. BDE kann darin begründet sein, dass man tatsächlich einen großen Penis hat, aber es beruht nicht auf irgendeiner bestimmten Art von Genitalien. Tatsächlich ist womöglich der Inbegriff von BDE die absolute Gewissheit, dass man keinerlei äußere Kriterien erfüllen muss – sei es Wohlstand, Intelligenz, Schönheit oder ein großer Penis – um seinen eigenen Wert zu kennen.

Als Beispiel werden zwei sehr verschiedene Männer genannt, die völlig ohne ihr eigenes Zutun dazu beigetragen haben, diesen Begriff zu etablieren: Der eine ist der ehemalige Koch und Fernsehmoderator Anthony Bourdain, der vor einigen Wochen verstorben ist. In einem Twitter-Nachruf beschrieb ihn ein User mit folgenden zärtlichen Worten:

Mit diesem Tweet war der Begriff „Big Dick Energy“ in der Welt und im Netz. Fortan versuchten unzählige Menschen, diesen Begriff näher zu definieren. Kurze Zeit spät erregte die Verlobung des Comedian Pete Davidson und der Sängerin Ariana Grande die Welt. Als Ariana auf Twitter angeblich (der Tweet ist inzwischen gelöscht) einem Fan mit den Worten „ungefähr 25 Zentimeter.... oh Mist, ich meine... ungefähr eine Minute“ auf die Frage antwortete, wie lang die Unterbrechung dauere, waren sich die Experten einig: Die „Big Dick Energy“ von Davidson muss der alleinige Grund für diese ungewöhnliche Liaison sein.

Twitter-Userin prya_ebooks fand diese sehr elegante Analogie für BDE:

Die queere Website Intomore.com definierte BDE als selbstbewusste, aber lustige Angeberei von einem Menschen jeden Geschlechts oder jeglicher sexuellen Identität. Es sei eine spezielle Art, sich völlig wurschtig durch die Welt zu bewegen, ohne gewalttätig zu werden oder andere zu verletzen.

Um BDE noch besser einzugrenzen, definiert eine Autorin der Website The Cut, was BDE eben nicht ist: Das Gegenteil von diesem Selbstbewusstsein sind demnach Menschen, die großspurig, kleinlich und laut sind (Donald Trump wird als Beispiel genannt).  

Für BDE braucht man keinen Penis 

Das Besondere an BDE ist, dass es wenig mit dem Genital an sich zu tun hat. Frauen können genauso viel BDE ausstrahlen wie Männer. Und ein Mann mit einem durchschnittlichen Penis kann ebenfalls BDE ausstrahlen, wenn er genug Selbstvertrauen ausstrahlt.

Als Beispiele für Menschen mit dieser Aura gelten neben Rihanna auch die Schauspielerinnen Cate Blanchett und Kirsten Stewart. Adam Driver, Barack Obama, Jeff Goldblum, Christoph Waltz und Justin Trudeau. Die Country-Sängerin Dolly Parton, sowie der Maler-Fürst Bob Ross und der junge Bernie Sanders. 

chwa

 

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