Von A bis @

Wir sind nicht immer on the road, dafür fast immer online. Das Alphabet der besten Internetphänomene der vergangenen zehn Jahre.
jurek-skrobala

Arctic Monkeys
Die Band aus Sheffield wurde 2005 schlagartig berühmt - angeblich dank ihrer populären [link=http://arcticmonkeys.com/" target="_blank">Internetseite, auf der die damals noch pickligen 19-Jährigen ihre Demos zum freien Download anboten. Heute sind die Pickel weg und die Stadien voll.

Blogger
Mitte der Neunziger hat der Student Justin Hall als einer der Ersten begonnen, online Tagebuch zu schreiben. Heute umfasst die Blogosphäre über 156 Millionen Sammelstellen, und das Texten in SMS-Länge, Mikroblogging, ist das große Ding.

Chuck Norris Facts
Chuck Norris hat das Internet erfunden. Das stimmt nicht, ist aber ein gutes Beispiel für die Chuck Norris Facts, die es seit 2005, inspiriert von Conan O'Briens Witzen über den Texas Ranger, im Netz gibt.

Fuckyouverymuch
Ein Bild mit Wow-Effekt, darunter ein Satz aus der Wir-Perspektive. Das ist das Prinzip, nach dem die Ästhetik-Pioniere unter den Bloggern, Sine und Kristoffer aus Dänemark, seit 2009 [link=/texte/anzeigen/519977/Rueckkehr-einer-Bilderkultur-Fuckyouverymuch-ist-zurueck" target="_blank">fuckyouverymuch.dk betreiben. Folge sind zig [link=/texte/anzeigen/528129/Der-Teil-ist-das-Ganze" target="_blank">Tumblr-Trittbrettfahrer, die neben FYVM aussehen wie → Grup Tekkan neben den → Arctic Monkeys.

Default Bild

Illustration: Julia Schubert


Grup Tekkan
Die halbstarken Germersheimer Fatih, İsmail und Selcuk stellten 2006

auf die Fahnen geschrieben.

wurde bei → YouTube über 26 Millionen Mal geschaut und zeigt Passanten, die in Manhattan für fünf Minuten wie zu Eis erstarrt stehen bleiben.

LipDub
Stell dir die "Mini Playback Show" mit vielen Imitatoren und einer genauen Choreografie, aber ohne jegliche Schnitte vor: so geht . Das ist nicht bloß Klamauk, sondern wird von Firmen und Unis in Imagefilmchen genutzt.

Millionär
Der Engländer Alex Tew brauchte 2005 Geld für sein Studium. Kurzerhand programmierte er die und verkaufte jeden der 1.000.000 Pixel für einen Dollar an Werbekunden – schwupps war die Seite voll und Alex Millionär.

Napster
Wo kriege ich neue Musik her? Shawn Fanning hat Ende der Neunziger mit [link=http://www.napster.de/" target="_blank">Napster eine neue Antwort auf diese Frage gegeben: Im Internet und für umme. In den Folgejahren klagte die Musikindustrie, teils mit Erfolg, teils ohne, konnte aber die Downloadkultur nicht verhindern.

Default Bild

Illustration: Julia Schubert


OK Go
Ob im Garten, auf Laufbändern oder mit Papierkörben und Hunden: [link=http://www.okgo.net/" target="_blank">OK Go können tanzen und zeigen das in ihren Videos, die im Internet mehr Beachtung gefunden haben als ihre Musik.

ROFL
Hier geht es nicht um die falsche Schreibweise eines Vornamens, sondern um Internetsprech: ROFL ist ein Akronym für "roll(ing) on [the] floor laughing", nebst LOL ("laugh(ing) out loud") und *g* ("grins") eine Dauerfloskel in ICQ und Facebook.

Suchmaschinen
Bei [link=http://de.altavista.com/" target="_blank">Altavista, [link=http://www.lycos.com/" target="_blank">Lycos und [link=http://de.yahoo.com/" target="_blank">Yahoo hat die Suche fast schon ein Ende, heute führt [link=http://www.google.de/" target="_blank">Google mit einem Anteil von knapp 89 Prozent aller Suchanfragen.

United States of Whatever
Liam Lynchs

, der sich Anfang der Nullerjahre viral durch die Glasfaserkabel schob, zog viele lyrische Abwandlungen nach sich: United States of der Videorekorder fürs kulturelle Gedächtnis der Generation "Gefällt mir".

Zweipunktnull
2004 nutzte der Unternehmer Tim O’Reilly den Begriff Web 2.0 zum ersten Mal, um einen Umbruch in der Internetgeschichte zu beschreiben. Er beschreibt ein Web, in dem man mit anderen Nutzern tratschen und überhaupt mehr machen kann als in den Anfängen des Internets.

Welche Internetphänomene der letzten zehn Jahre sind dir im Gedächtnis geblieben? Diskutiere im jetzt-Kosmos über deine Highlights unter den Hypes.

  • teilen
  • schließen