Bitteschön, das ist nicht süß.

Kleine selbstgestrickte Wollpullover sollen neuseeländischen Pinguinen das Leben retten. Wer möchte da widersprechen?
fabian-fuchs


Wir würden keinesfalls die Rubrik „Ding der Woche“ zweimal befüllen, wenn nicht außerordentliche Vorfälle uns dazu zwingen würden und außerdem Eile geboten ist. Schließlich ist das die wohl einzigartige Chance, einen Pinguin einzukleiden.

Die Rede ist von den selbstgestrickte Pinguin-Pullovern, für die eine neuseeländische Strickseite gerade Anleitung und Muster im Web verteilt und um Mithilfe bittet. Ziel der Aktion ist es, genügend kleine Pullover für die Zwergpinguine an der neuseeländischen Küste zu stricken. Die Notwendigkeit dafür hatte sich ergeben, nachdem das Containerschiff Rena vor Tauranga auf ein Riff aufgelaufen war und einen Teil seines Öls verloren hatte. So ein Ölteppich verklebt bekanntlich das Gefieder der Meeresvögel - etliche sind bereits verendet und auch ölverschmierte Pinguine wurden bereits aufgesammelt. Die armen Tierchen nun daran zu hindern sich selbst zu vergiften, weil sie an ihrem Ölbauch rumschnäpeln, dabei sollen die Strickpullis helfen. Außerdem hält die Wolle die Tiere warm, solange sie auf ihre Säuberung warten müssen und ihr Gefieder keine Wärmeschicht bilden kann.

Der mildtätige Aufruf verteilte sich mitsamt wirkungsvollen Fotos erwartungsgemäß rasant über Blogs und Foren, wobei die Niedlich!-Rufe eindeutig die Oje!-Seufzer übertönt haben dürften. Jedenfalls scheint die strickende Resonanz so groß gewesen zu sein, dass nicht nur die Mailbox der Aufrufer sogleich überging, sondern offenbar auch schon binnen weniger Tage genügend Tierpullover zusammen gekommen sind. Wer bereits angefangen hat, darf aber noch schicken, also los, schnell noch anfangen! Ein Foto mit einem geretteten Pinguin in deinem Strickkleid, das wäre doch einfach zu, hach! Aber ob die Teile je zum Einsatz kommen? Wünschenswert wäre es ja eigentlich nicht.

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