Das Ding der Woche: Der Polaroid-Film, in neu

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Als die Firma Polaroid vor zwei Jahre bekannt gab, dass sie die Herstellung ihrer Instant-Filme für immer einstellen würde, gab es großes Wehklagen auf der ganzen Welt. Diese Form der Fotografie war in unserem digitalen Zeitalter die Definition von Retro und demenstprechend gesucht im Hipster-Kosmos von Williamsburg bis Stockholm.

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Illustration: Julia Schubert

Die Anhänger der Sofortbild-Kamera hofften also, demonstrierten, bauten gar Petitions-Seiten im Internet, aber nichts half: Polaroid hatte sich entschieden und beendete im Februar 2008 die Produktion seiner Sofort-Filme. Doch ein Wiener gab sich mit diesem traurigen Ende nicht zufrieden: Florian Kaps hatte schon 2005 das Ende der Sofortbild-Kamera vorhergesehen und zwei Websites gestartet, die das Erbe der Polaroid-Filme bewahren sollte: polanoid.net , eine Online-Sammlung von Polaroid-Fotos und unsaleable.com, einem Vertrieb für seltene Sofortbild-Kameras und –Filme. Im Interview mit jetzt.de erzählte Kaps im vergangenen Jahr von der Entstehung des Impossible Project, der Firma, die nun die ersten Polaroid-Filme wieder auflegte und ab dieser Woche zum stattlichen Preis von 18 Euro pro 8 Bildern verkauft. Nachdem Polaroid die Produktionsstätten in den USA und den Niederlanden geschlossen hatte, taten sich Kaps und einige ehemalige Polaroid-Mitarbeiter zusammen, pachteten das Firmengelände mitsamt den Maschinen in den Niederlanden und begannen, einen neuen Sofortbild-Film zu entwickeln. Weil Impossible Project Polaroid zusichern musste, dass sie keinen Nachbau der klassischen Polaroid-Filme herstellen würden, mussten sie einen neuartigen analogen Sofortbild-Film entwickeln - schwarz-weiß, hoch empfindlich und sehr, sehr retro. Hier kannst du dir erste Fotos anschauen, die ausgewählte Künstler mit dem neuen Film gemacht haben.

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