Papst, Pillen und Puff, the magic dragon - die Fernsehtipps zu Ostern

Angeblich soll der Frühling jetzt ja endlich da sein. Wer nicht dran glaubt und sowieso keine Lust auf den "Osterspaziergang" (TM Goethe Inc.) hat, guckt lieber fern. Ein paar Tipps.
durs-wacker

Der Stadt und dem Erdkreis Alle Sünder da draußen können sich freuen, denn am Sonntag ist es wieder soweit: Der Papst spendet den Segen „Urbi et Orbi“. Dieser traditionelle Ostersegen für „die Stadt und den Erdkreis“, wie es übersetzt heißt, ist einer der Höhepunkte in der Osterliturgie der katholischen Kirche.

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Illustration: Julia Schubert

Von der Loggia über den Portalen des Petersdoms in Rom wird Papst Benedikt XVI diesen Segen an alle spenden, die auf dem Petersplatz warten – oder eine der vielen Live-Übertragungen in Rundfunk und Fernsehen erleben. Das Besondere: Allen, die den Segen hören oder sehen und dabei, wie es so schön heißt, „guten Willens“ sind, also bereit, den Segen von Herzen zu empfangen, wird nach Lehre der katholischen Kirche ein Ablass ihrer Sünden gewährt. Der Ostersegen mit Papst Benedikt XVI, Phoenix, Sonntag, 10.25 Uhr Und ansonsten: Das vulgäre Wunderkind Es geht also doch – auch wer kräftig flucht und dauernd „ficken“ sagt, kann ein Genie sein. Für alle, die den Film noch nicht im Musikunterricht gesehen haben, bringt 3sat heute die Geschichte des vulgären Wunderkinds Wolfgang Amadeus Mozart. „Amadeus“, 3sat, Ostersamstag, 20.15 Uhr Dem Ingeniör ist nichts zu schwör Und weil es so schön ist, gleich noch ein Klassiker, diesmal aus der Abteilung Physik beziehungsweise Luft- und Raumfahrttechnik: Ein Frachtflugzeug stürzt während eines Sandsturms in der Sahara ab. Die überlebenden Passagiere sind verloren, so scheint es – bis einer von ihnen offenbart, Flugzeugingenieur zu sein. Sein Plan: aus den Wrackteilen ein neues Flugzeug bauen. Wahrhaft einer der großen Filme. Hardy Krüger als Ingeniör und James Stewart als Pilot, die sich beide nicht leiden können, sind großartig. „Der Flug des Phoenix“, Kabel Eins, Ostersamstag, 20.15 Elf Oscars Okay, einen noch: Charlton Heston, die doofen Römer und die Mutter aller Verfolgungsjagden, aber schön mit Streitwagen – genau, „Ben Hur“. Der Kracher. Der Film hat elf Oscars gewonnen, das sagt alles. Angucken und dann gleich in die Messe der Osternacht gehen. „Ben Hur“, ZDF, Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag, 01.00 Uhr Rohans Roughriders Sind eigentlich alle zweiten Teile von Trilogien die besten? Die Hard, stimmt, Krieg der Sterne alt, stimmt, Krieg der Sterne neu, stimmt, Alien, stimmt, ach nee, das waren ja dann vier Teile am Ende – aber egal, der zweite Teil von „Herr der Ringe“ ist jedenfalls der Beste von den drei Filmen, vor allem wegen den Reitern von Rohan. „Herr der Ringe – Die zwei Türme“, RTL, Ostersonntag, 20.15 Uhr Vier Fäuste Blond Noch schräger als Bud Spencer und Terence Hill sind zweimal Bud Spencer und Terence Hill – oder Reese Witherspoon in Pink? Muss man selbst entscheiden. In „Vier Fäuste gegen Rio“ treten Spencer/Hill in Doppelrollen an, in „Natürlich blond II“ rettet Reese Witherspoon die amerikanische Demokratie. „Vier Fäuste gegen Rio“, RTL2, Ostersonntag, 20.15 Uhr „Natürlich blond II“, Pro Sieben, Ostersonntag, 20.15 Uhr. Zwei Männer, ein Anzug Hipp, hipp, Hurra auf die 80er – hier verkörpert von Tom Cruise als Yuppie Charlie, der noch mal vorführt, warum zweireihige Anzüge so zwiespältig aussehen. Eigentlich will er sich ein Millionenerbe sichern, weswegen er seinen autistischen Bruder Raymond (Dustin Hoffman) entführt. „Rain Man“, Vox, Ostersonntag, 20.15 Uhr Welche Pille hätten´s denn gern? Nichts ist so, wie es scheint. Aber scheint alles so, wie es ist? Wer seichte philosophische Sprüche voll Tiefgang mag, wer dicke Knarren an wilden Kerlen schätzt, wer glaubt, dass Männern nur in schwarzen Anzügen mit schmalen Krawatten gut aussehen – das ist euer Film. Ein Meilenstein, heißt es. Stimmt. (Sieh an, Teil Eins einer Trilogie ist hier mal der beste. Ausnahmen bestätigen die Regel.) „Matrix“, RTL, Ostermontag, 22.15 Uhr Mein Name ist Bond Die Tochter eines Ölmagnaten, eine sexy Atomexpertin, ein Bösewicht ohne Schmerzempfinden und dazwischen jede Menge Explosionen – fehlt nur noch James Bond. Einer der guten Filme der James Bond-Reihe. Was war eigentlich der zweite James Bond-Film? „James Bond – Die Welt ist nicht genug“, Pro Sieben, Ostermontag, 20.15 Uhr Puff the magic Dragon Mit den Name allein ist er schon gestraft genug. Doch dann lernt Gaylord Focker (Ben Stiller) seinen zukünftigen Schwiegervater kennen – und das Leid hat einen neuen Namen: Jack Byrnes (Robert de Niro). Der ehemalige CIA-Agent findet den Freund seiner Tochter höchst verdächtig, und als der dann noch seinen Lieblingssong „Puff the magic Dragon“ als verschlüsselte Kifferhymne enttarnt, ist alles vorbei. „Meine Braut, ihr Vater und ich“, SAT1, Ostermontag, 20.15 Uhr (Foto: ap)

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