Lesbische Superheldin bekommt eigene Serie

Mehr Diversität mit Batwoman.

Comic-Helden sind stark, kämpferisch und meistens: heterosexuelle Männer. Deshalb war es 2006 eine Sensation, als der Comicverlag DC-Comics Batwoman einführte – als Superhelden-Lesbe mit eigener Comicreihe. Seitdem ist sie zur bekanntesten homosexuellen Figur von DC geworden. Jetzt produziert der US-amerikanische TV-Sender CW offenbar eine Serie, die 2019 mit Batwoman in der Hauptrolle ausgestrahlt werden soll.

Die Geschichte der Batwoman Figur bei DC-Comics ist hochironisch. Sie wurde in den 1950ern als Batmans Frau entworfen, um die Gay-Gerüchte um den Superhelden zu beseitigen. 2006 kam sie dann als lesbische Kate Kane zurück: Eine Milliardenerbin, die auf Partys abhängt und das nachts Verbrecher jagt.

In einem Beitrag des Medienblogs Deadline Hollywood heißt es, Batwoman werde in der geplanten Serie auf den Straßen der Stadt Gotham für mehr Gerechtigkeit sorgen: als „eine gut trainierte Straßenkämpferin“ mit „Leidenschaft für soziale Gerechtigkeit“, die gerne „ihre Meinung sagt“. Dabei habe sie aber auch mit eigenen Dämonen zu kämpfen. Darum enthält der Text auch die Warnung: „Don’t call her a hero yet.“

Die Serie gehört zu dem sogenannten „Arrowverse“, einem Superhelden-Franchise, das Greg Berlanti erschaffen hat. Dazu zählen die bereits laufenden Serien „Arrow“, „The Flash“, „Legends Of Tomorrow“ und „Supergirl“. Batwoman wird bei einem Crossover-Event aller vier schon bald ihren ersten Gastauftritt haben, was im Dezember dann bei CW ausgestrahlt werden soll.

Arrowverse ist bekannt für seine Diversität. Für das Franchise wurde auch die erste Internet-Animations-Serie mit schwuler Hauptfigur produziert: „Freedom Fighters: The Ray“. Zudem dürfen bei Arrowverse-Produktionen offen homosexuelle Schauspieler auch heterosexuelle Rollen spielen und andersrum. Was leider immer noch keine Selbstverständlichkeit ist.

flpf

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