Die neue Haftbefehl-Doku ist da

Und begleitet ihn erstmals dahin, wohin er vor seinem namensgebenden Haftbefehl floh.

Chabos & Chayas, es ist soweit. Die Doku ist fertig – Offenbach, Istanbul, Mainhatten – gibt Euch böööös! #chabos #redbull #teamhaft #soundclash #azzlackz

Posted by Haftbefehl on Thursday, March 10, 2016

"Dreizehn Fuffzisch für ein Kilo Hasch..." – wer Haftbefehls Musik kennt, weiß, wer der Babo ist und wie diese Punchline weitergeht. Er ist im Deutschrap gerade "der Chef von allen", hat die Faz vor etwas mehr als einem Jahr geschrieben. Das gilt immer noch. Was Haftbefehl rausbringt, hat Erfolg. Er polarisiert wie kaum ein anderer in der Rap-Branche, "man liebt oder hasst ihn, dazwischen gibt's nix", sagt Sido, auch so ein (nicht mehr ganz so) polarisierender Rapper. 

Es gibt etliche Leute, die sich an Haftbefehl versucht haben. Sie wollten ihn erklären, wollten rausfinden, was den Deutsch-Kurden zum Phänomen längst nicht nur in der Jugendkultur gemacht hat. Es gibt auch etliche Dokumentationen über Haftbefehl, man kann ihn durch das Frankfurter Bahnhofsviertel oder durch die Nacht mit Comedian Oliver Polak begleiten. Beides höchst sehenswert.

Jetzt hat Red Bull ihn gefilmt. Das Team begleitet ihn auch in Offenbach und Frankfurt, aber – und das gab es vorher nicht – auch in Istanbul. Für die Doku kehrt Aykut Anhan, wie er wirklich heißt, erstmals wieder in die Metropole zurück, in die er vor seinem wirklichen Haftbefehl in Deutschland geflohen war. "Ich habe hier keine wunderbaren Erlebnisse gehabt", sagt der Rapper in dem 22-minütigen Film. "Ich hab hier gegessen, geschlafen und bin mit meinem Bruder abgekackt." 

"Nougg3a preis ah sahbi ich liebe meine Stadt", so geht die oben erwähnte Punchline aus "Dann mit der Pumpgun" weiter. 

Haftbefehls Sprachen-Mischmasch zieht sich auch durch die Red-Bull-Doku, natürlich. Sie porträtiert ihn und seinen Weg, lässt seinen früheren Jugendarbeiter zu Wort kommen, seinen Bruder und seinen Manager. Was der über Haftbefehls Unterschrift bei Universal, der größten Plattenfirma der Welt, erzählt, ist alleine schon sehenswert. Vier Stunden ließ der Rapper die Label-Vertreter warten. Um dann aufzutauchen und zu sagen: "Wo ist mein Geldkoffer?" Erklären kann man so ein Verhalten kaum. Aber nach dieser Doku zumindest etwas besser nachvollziehen.

 

max 

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