Das Netz beobachtet dich

Google sammelt Informationen über dein Surfverhalten - um zum Beispiel Werbung auf deine Interessen zuzuschneiden.
dirk-vongehlen
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Illustration: Julia Schubert

Am Ende des Films "Meine Frau, unsere Kinder und ich" sitzt Robert de Niro als Jack Byrnes am Computer und stellt fest, dass man mit Hilfe von Google auch nachlesen kann, was das Netz über den eigenen Namen weiß.  Jack Byrns macht erstaunliche Entdeckungen und findet sogar einen Remix seiner Netz-Existenz. Es gehört zur digitalen Hygiene, von Zeit zu Zeit zu überprüfen, was das Web über dich weiß. Nicht nur, um erst von einem möglichen Remix zu erfahren, wenn es bereits zu spät ist. Denn meist findet das Netz - man ahnt es - eine ganze Menge. Doch das Wissen bezieht sich nicht nur auf Informationen, die man selber (oder wie bei de Niro der eigenen Schwiegersohn) ins Netz gestellt hat. Es geht auch um Ableitungen, die z.B. Google daraus zieht. 

Am Beispiel der Google-Anzeigen, die die Suchmaschine neben Suchergebnissen oder Mails anzeigt lässt sich das sehr anschaulich illustrieren. Unter der Adresse google.com/ads/preferences kann man zum Beispiel einsehen, was Google von dir denkt. Auf Basis eines Cookies notiert das Unternehmen, welche Interessen der Surfende hat und stellt entsprechende Werbung zusammen. Natürlich nur zu unserem Besten - versichert Shuman Ghosemajumder in diesem Video:

Die Interessen der Nutzer und die von Google, so erläutert der freundliche Shuman, liegen nah beieinander. Wenn du gute Werbung findest, bist du zufrieden - und Google auch. Wenn du das nicht möchtest, kannst du aber auch die Cookies und Suchverläufe löschen. Dann ist Google womöglich nicht so glücklich. Du aber vielleicht schon - du kannst ja mal Jack Byrnes fragen.

 

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