Kreativ durchs Leben

Illustration: heike-winter Das statistische Bundesamt in Wiesbaden hat herausgefunden, dass Deutsche unter 25 Jahren kreativer sind als ihre älteren Zeitgenossen.
caroline-vonlowtzow
Default Bild

Illustration: Julia Schubert

Illustration: heike-winter Das statistische Bundesamt in Wiesbaden hat herausgefunden, dass Deutsche unter 25 Jahren kreativer sind als ihre älteren Zeitgenossen. Zwischen 10 und 11 werden ganze 83 Minuten pro Woche für basteln, malen, musizieren und schauspielern aufgebracht. Doch danach lässt die Kreativität rapide nach. Ab 18 sind es nur noch 45 Minuten und ab 25 gar nur noch 20 Minuten pro Woche. Aber es kann ja wohl nicht angehen, dass ein paar Halbstarke das Kreativitätsmonopol für sich beanspruchen können. Deshalb hier eine Anleitung, wie man auch nach 25 noch kreativ bleibt: 1. Erst mal locker machen. Den Kopf langsam von rechts über vorne nach links bewegen, die Schultern kreisen lassen und zehn mal tief ein- und ausatmen. 2. Eine Flasche Wein aufmachen. 3. Irgendeine total crazy Platte auflegen, am besten was Psychedelisches. The Doors oder Nick Nicley oder so was. 4. Die zweite Flasche Wein aufmachen und erst mal eine Packung Zigaretten rauchen. 5. In der alten Zeitung blättern und ein paar Buchstaben oder Überschriften ausschneiden und auf ein weißes Blatt kleben. 6. In der hintersten Schreibtischschublade die letzten Buntstifte rauskramen und wahllos große Flächen auf dem Blatt mit den aufgeklebten Zeitungsbuchstaben und -überschriften bunt ausmalen. 7. Mit Kugelschreiber Girlanden oder andere Muster über die bunten Flächen kritzeln. 8. Mit dem Wachs aus dem mittlerweile schon ziemlich runter gebrannten Teelicht lustige Punkte auf das Blatt gießen, das langsam schon wie ein Bild aussieht. 9. Zusätzlich kann man auch prima Tinten-Kleckse auf das Blatt tropfen lassen, es dann falten und wieder öffnen und sich daran erinnern, was man früher in der Schule in die blöden Kleckse alles reininterpretieren musste. 10. Dank der dritten Flasche Wein fallen einem aber plötzlich ganz automatisch tolle Dinge auf, die man in den Klecksen erkennen kann: ein Hund, nein, eine Katze oder ist es ein Monster? Was auch immer, jedenfalls ist klar: Wenn man will, kann man auf Anhieb auch als Über-25-Jähriger noch kreativ sein und damit man das nicht vergisst: 11. Die Klecks-Wachs-Kritzel-Collage an die Küchenwand hängen, damit man jeden Morgen an seine unglaubliche, kreative Kraft erinnert wird.

  • teilen
  • schließen