So wirst du ein Junge! 15 Wege zur Männlichkeit

Liest man die Ratschläge erfolgreicher Frauen, drängt sich der Eindruck auf, dass sie vor allem eins raten: Um als Mädchen in dieser Welt bestehen zu können, musst du ticken wie ein Junge. Deshalb haben die Jungs der jetzt.de-Redaktion ein paar Tricks zusammengetragen, die dir erklären, wie auch du ein Junge werden kannst!
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1. Finde dich gut Wer selbstbewusst auftreten will, muss sich mögen. Du musst dich gut finden, um andere davon zu überzeugen, dass du gut bist. Hör also sofort auf, deine Füße zu fotografieren. Nimm die Kamera und knips dich selbst, dein Gesicht, deine Arme, deine Frisur. Einfach alles. Du wirst feststellen: Du siehst hervorragend aus. 2. Lass dir nichts einreden Doch, du siehst super aus. Du musst nur richtig dran glauben. Selbstliebe, Begeisterung für die eigenen Ideen, Gerüche und Wünsche sind das mindeste, was du als Junge an den Tag leben musst.

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Illustration: Julia Schubert

Schon fast richtige Jungs: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Schülerinnen der Hannah-Arendt-Oberschule aus Berlin am Montag im Kanzleramt. (Foto: dpa) 3. Trink Coke Zero Cola light ist was für Mädchen. Wenn du trotzdem dem Irrglauben an die Besserkeit der süßen Pampe nachhängst, dann lieber mit Coke Zero. 4. Leg dir ein Nerd-Hobby zu Gutaussehende Menschen (also auch du) brauchen ein Fachgebiet. Ein Thema, das sie beherrschen, zu dem sie sich nicht nur ständig äußern, sondern zu dem man sie fragt: Pop-Musik, Film-Zitate oder Programmiercodes dienen als gute Nerd-Vorlage. Aber auch spanische Schinkensorten oder koffeinhaltige Brausegetränke aus den 80ern gelten als Schwerpunkt. 5. Sei wissend Man kann nicht auf jedem Gebiet Nerd sein – aber das muss man ja nicht dauernd zugeben. Jungs sind darin Meister. Es soll sogar Fälle geben, in denen Jungs nichts, aber überhaupt nichts zu einem Thema wissen, trotzdem aber in der Lage sind, aus dem Stand ein fünfminütiges Statement incl. Handlungsempfehlung abzugeben. Daraus folgen für Frauen zwei Dinge: 1. Manchmal hilft schon sachtes Hinterfragen, um vehement vorgetragenes Jungs-Wissen als Bluff zu entlarven 2. Diese Methode funktioniert auch andersherum. 6. Lerne Poltern Jungs neigen dazu, im Zweifel einfach mal zu poltern – also rüde und brüsk herumzulärmen, egal ob auf dem Fußballplatz, in der Arbeit oder sogar in der Beziehung. Ist nicht die beste Methode, sich aus Situationen zu stehlen, in denen man schlecht da steht, weil man sich in die Ecke gedrängt fühlt oder den Sündenbock geben soll – aber ungemein effektiv. Und das Beste: Poltern kann man lernen. 7. Setz dich richtig hin Jungs sitzen, anatomiebedingt, gerne breitbeinig oder anderweitig wuchtig da. Sieht super aus, kommt mächtiger rüber, macht einen Eindruck von: den kann nichts erschüttern. Mädchen dagegen sitzen immer irgendwie zusammengekauert da. Das ist schade, denn manchmal macht schon das Auftreten allein die Musik – zum Beispiel bei Gesprächen mit anstrengenden Chefs, die einen nur niederdrücken wollen, oder in der Kneipe bei Bedienungen, die niemanden ohne ausdruckskräftige Körpersprache beachten. 8. Mit der Hand über die Bartpartie streichen Egal ob da Bart sprießt: Männer umfassen gern ihr Kinn mit der kompletten Hand, streichen mit der gesamten Handfläche über ihr Gesicht. Das hat nun nichts mit dem Genuß zu tun, den das bereitet. Eher ist die Ursache in der Nähe der Zwangshandlungen zu suchen. Gibt ja Leute, die zupfen sich am Ohr oder popeln gern. Männer klammern vorliebend gern ihre Kinnpartie. Dadurch wird hin und wieder auch die Mächtigkeit der Hand zum Ausdruck gebracht – auf das Gesicht gelegt wirkt sie gleich um so mächtiger. Auf der Folgeseite lernst Du, wie du durch das richtige Halten der Zigarette und Schweigsamkeit zur rechten Zeit einen Zugewinn an Männlichkeit erfährst.


9. Fluppe einklemmen – an der Schwimmhaut Beim Rauchen die Kippe nicht zwischen die äußersten Glieder von Zeige- und Mittelfinger klemmen sondern kurz vor diesen kleinen Rest Schwimmhaut zwischen Zeige- und Mittelfinger stecken. Das ist typisch männlich und noch dazu wirkt es auch so. Bis zum Anschlag, das ist ein Männer-Prinzip. Alles im Griff halten, sicher halten, nicht flutschen lassen, schon gar nicht die Fluppe. 10. Das Kinn zum Küssen packen Vor dem Küssen mit der Hand an das Kinn vom Kerl fassen, das Kinn herziehen, schräg drehen – und dann Küssen. Machen zwar nur Cowboys in alten Western, wirkt aber gerade wenn Mädchen es machen sehr männlich, weil Jungs dann denken, dass das eigentlich nur Cowboys in Western so machen. Außerdem ist das für den Mann mal ganz erotisch, weil es diesen „Benutz-Mich“-Dings hat. Der Schluss gilt auch andersrum. 11. Cool Autofahren Beim Autofahren die linke Hand links oben auf dem Lenkrad liegen haben, die rechte Hand dagegen auf dem Knauf der Gangschaltung locker liegend ruhen lassen. DAS! Ist! MANN! Vor allem blondierte Mädchen mit aufgebockten Corsas und Kennzeichen mit Buchstaben-Kombis wie AZE oder WZL haben dat schon dufte druff. 12. Im Ernst jetzt: Sportschau schauen Am Samstag um 18.30 Uhr das erste deutsche Fernsehprogramm namens ARD herdrehen und die Sportschau schauen. Trotz gegenteiliger Bekundungen sitzen um diese Uhrzeit immer noch und vor allen Dingen Kerle vor der Glotze und ziehen sich erst Mal die Zusammenfassung des miesesten Spiels des Tages rein, meistens also Gladbach gegen Bochum, um dann gegen 19.30 Uhr etwa das beste Spiel des Tages zu sehen, also die verhassten Bayern gegen irgendwen aus den ersten acht Plätzen der Liga. Mehr Mann kann man fast nicht sein als Samstag vor der Sportschau. Das ist schon fast die Krone des Mannseins. Für Mädchen, die sich in der Phase der Aneignung männlicher Charakteristika befinden, kommt das sozusagen der Zueignung von Brustbehaarung gleich. (Versteht man das? Nee? Hat auch ein Mann geschrieben, der neben dem Schreiben dieses Textes die Bundesligatabelle studiert.) 13. Maul halten Maul halten ist eine zutiefst männliche Regung. Männer haben den größeren Motor im Körper, deswegen sind sie ja kräftiger und haben, zumindest die ersten 40 Jahre, mehr Haare an mehr Stellen. Männer sind demnach wie Loks, die Luft holen in erster Linie zur Sauerstoffversorgung ihres wuchtigen Mannesmotors hernehmen. Und nicht als Atempause zwischen zwei Redeschwällen. 14. Fleisch bestellen Das schließt jetzt direkt an die Motorendiskussion an: Wir essen gern Fleisch. Das ist kernig und echt, wie wir. Der Gedanke dahinter: Gleiches zu Gleichem. Und, ja, Fleisch hat mal geschrieen und gegrast. Fleisch essen ist in diesem Sinn der letzte Rest dessen, was uns vom Jagdtrieb übergeblieben ist. Wir verspeisen das bereits erlegte Tier immerhin noch. Wenn nun sich ein Mädchen auch wie ein Jäger fühlen mag … minimum Fleisch essen. Einmal wenigstens. Dient in diesem Fall nicht dem Genuss sondern vor allem der Dokumentation einer Lebenseinstellung. 15. Nix denken Männer sind so höflich, sich nicht ständig den Kopf über Dinge zu zerbrechen, die gemeint sein könnten, die vielleicht ja bei genauerem Betrachten undsoweiter auch stimmen könnten und haste nich gesehen. Männer hassen Worte wie „irgendwie“ und „vielleicht“. Für sie „sind“ Dinge oder sie „sind nicht“. Wenn das eine Frau mal für einen Tag hinkriegt, ist sie schon ein ziemlicher Mann. Verfasst haben die Tipps durs-wacker, peter-wagner und stefan-winter

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