Tour des Alpes

Insgesamt 9252 Alpenkilometer hat der Journalist Ulrich Stanciu zwischen Tegernsee und Limone von Nord nach Süd sowie zwischen Arosa und Hermagor von West nach Ost für sein Buch „Traumtouren Transalp“ per GPS vermessen. Unter Mountainbike-Fans hat er damit ein regelrechtes "Alpen-per-Fahrrad-Überqueren"-Fieber ausgelöst. Nun ist auch eine DVD, „Abenteuer Alpencross – Mit dem Mountainbike über die Alpen“, erschienen, die einem die Tour anpreist und bei der Plaung hilft. Falls auch du dir gerade überlegst, wie du am besten deine Sommerferien verbringst: zehn Punkte, die du beim Alpencross beachten musst:
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Illustration: Julia Schubert

Das Kreuzjoch 1. Du solltest „alpine Vorerfahrung“ besitzen. Das heißt, Du solltest nicht denke, dass Du als Flachlandgeborener schon genügend Kenntnisse und Kondition mitbringst, wenn Du das erste Mal auf Deinem Bike die Alpen überquerst. Auch elektronischer Schnickschnack wie GPS-Karten kann ausfallen. 2. Deswegen solltest Du Karten lesen können. Du musst wissen, wie Du Dich im Gebirge orientieren kannst. Auch hier gilt: Verlass Dich nicht auf die neuesten Elektronik-Gadgets, sondern mach, dass Du immer auch „Papier-Karten“ bei Dir hast. Karten schreiben musst Du nicht zwangsläufig, aber Deine Freunde werden es Dir danken. 3. Du musst nicht Besitzer eines Hyperluxusmountainbikes sein, um die Alpen zu überqueren. Geeignete Räder gibt es schon ab 700 € aufwärts. Wichtig ist nur, dass Du kleinere Reparaturen selbst erledigen kannst. Eine abgesprungene Kette, ein Plattfuß, aber auch ein Felgenbruch oder gerissener Bremszug sollte kein größeres Problem für Dich darstellen. 4. Nimm nicht den Schrankkoffer mit ins Gebirge. Hier oben bist Du, abgesehen von den Hüttenaufenthalten, den ganzen Tag in der frischen Luft. Neben einmal Wäsche zum wechseln, solltest Du eine regenabweisende Jacke bei Dir haben und eine wärmende Garnitur. Denn es kann auch im Sommer auf 2000 m gern mal um die 0° Celsius haben.

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Illustration: Julia Schubert

Busa Verle 5. Vergiss nicht die Sonnencreme! 6. Sei variabel! Plane Deine Route immer so, dass Du eine Alternative zur Auswahl hast. Es kann durchaus sein, dass die vorgesehene Strecke nicht befahrbar ist. Im Film „Abenteuer Alpencross – Mit dem Mountainbike über die Alpen“ steht die Bikergruppe beispielsweise vor einem eingestürzten Tunnel und muss umdisponieren. 7. Brich nichts übers Knie! Wenn Du morgens im Tal aufbrechen willst, obwohl es dort schon in Strömen gießt, dann warte lieber ab, ob sich das Wetter noch ändert. Wenn Du Dir unsicher bist, verzichte aufs Cross-Fahren und nimm besser einen Straßenpass über die Berge. 8. Fahr im Sommer! Vor Anfang Juli ist es erfahrungsgemäß nicht ratsam, per Bike die Alpen zu überqueren. Auf engen unbefestigten Wegen nahe dem Abgrund zu fahren, macht bei Schnee wenig Spaß und kann ziemlich ungesund werden. 9. Informiere Dich! Hol Dir so viele Informationen ein, wie es nur geht. Auf der Seite Internet Bike Community hilft man Dir gerne weiter. Wenn Du Fragen hast, wie es auf dieser oder jener Strecke mit der Wegbeschaffenheit aussieht, ob dort noch Schnee vom letzten Jahrhundertwinter liegt oder ein Weg durch eine Muräne völlig weggespült worden ist, dann wird sie Dir dort schnell beantwortet. 10. Fahr das erste Mal besser in einer Gruppe. Keiner Deiner Freunde will mit Dir auf dem Rad die Alpen überqueren? Auch nicht schlimm. Zwar kannst Du, wenn Du die obigen Ratschläge annimmst und austrainiert bist, auch alleine die Alpen überqueren, aber es gibt auch geführte Touren mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Für Anfänger in Sachen Alpencross wird die „Albrecht-Route“ empfohlen, benannt nach Andreas Albrecht, der auch als Alpencross-Führer arbeitet. Und wenn man nicht als Einzelkämpfer geboren worden ist, dann „ist das Gemeinschaftserlebnis in der Gruppe auch immer wieder toll“, meint Roland Schymik, Regisseur von „Abenteuer Alpencross". Die DVD „Abenteuer Alpencross – Mit dem Mountainbike über die Alpen“ (Atelier Busche. MEDIA) ist hier erhältlich. Fotos: Abenteuer Alpencross

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