Gute Idee: Tasse mit Stöpsel Eine kleine aber berückende Idee: Die israelische Designerin Efrat Gommeh hat eine Tasse gestaltet, die niemand außer dem Besitzer verwenden kann. Wie? Gommeh hat der Tasse einen Stöpsel in niederer Höhe verpasst. So lang dieser absent ist, ist die Tasse unbrauchbar. Für geplagte Bürogemeinschaften vielleicht die Lösung von seit langer Zeit schwärenden Streitigkeiten um die Zuordnung der Tassen aus dem Büroküchensideboard. Gommeh scheint sich überdies auf´s Überraschen zu verstehen und bastelte unter anderem auch eine Tasse mit gewölbtem Hohlraum am Boden. Darunter lässt sich, tataaa, ein Keks verstecken. Bildlicherweise nachzusehen auf der Heimseite von Frau Gommeh namens gommeh.com.

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Stöpsel-Tasse von Efrat Gommeh. Das Foto haben wir Ihrer Homepage entlehnt, der Link dorthin findet sich im Text. +++ Schlechte Idee: Wikipedia auf boarisch Es ist im vergangenen Jahrzehnt ein seltsamer Sport geworden, Bibeln oder Asterix-Hefte in Dialekte zu übertragen. So kennen wir heute Bibel-Ausgaben in Hinterländer Mundart, Plautdietsch oder Moselfränkisch und Asterix-Hefte, die schwäbische Titel wie "Am Cäsar sei Lorbeerkränzle" tragen. Die Macher übersehen mitunter, dass allein die Idee nett ist, die hundertseitenfache tatsächliche Übersetzung hingegen beim Lesen arg ermüdend wirkt. Dessen ungeachtet haben tapfere Mundart-Nerds sich daran gemacht, auch Wikipedia in andere Sprechs zu übertragen. So gibt es zum Beispiel das Wiki Platt, das Wiki alemannisch und nun auch das Wiki boarisch. Zugegeben, auf den ersten Blick ist es reizvoll, einen Satz wie den Folgenden zu lesen: "Wikipedia is a Projekt fian Aufbau vo ana frein Enziklopädie, in mea wia 200 Sprochn." Oder einen Auszug aus der Erklärung zum Wort "Fußball": "G'schbuit wiad af zwoa gengüba liegende Tor' mit 11 oane gega 11 ondane, wobei a jeda an Boi nua mit de Fiaß in da Gengd umanandatreten deaf; Brust, Mong und Belle zeyn owa aa no." Aber ehrlich: Braucht es derartige Artikel in Tausender-Chargen?