Ideen für den Studienplatz

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Illustration: Julia Schubert

Foto: bluebroc.com Gute Idee: Arbeiten wie ein Profi. Wer die - bald womöglich gebührenfinanzierte - Sitzbank einer Hochschule drückt, um später mal „was mit Medien“ zu machen, hat oft falsche Vorstellungen davon, wie es bei Zeitungen, Radiostationen oder Fernsehsendern zugeht. Dass dort alle so viel verdienen wie Harald Schmidt, dabei aber mindestens so aussehen wie Gisele Bündchen oder Brad Pitt und vorab lässig noch unveröffentlichte Filme auf unerschwinglich teuren DVD-Playern anschauen - das alles ist richtig. Nicht richtig ist jedoch, dass die „bei den Medien“ an solchen Arbeitsplätzen ihr relevantes Tagwerk verrichten. Die so genannte C-Station kommt nämlich erst in diesem Monat auf den Markt. Dann wird sie für einen – in den Medien absolut erschwinglichen – Preis von etwa 4000 Euro zu kaufen sein. Schlechte Idee: Die Einführung von Studiengebühren mit einer daraus angeblich folgenden verbesserten Bibliotheks-Ausstattung begründen. „Mehr Praxisnähe“ heißt das Stichwort, mit dem man sogar die „Ewig-Gestrigen“ von ihren markt- und unionsfremden Spinnereien abbringen kann. Wir fordern: C-Stations für alle Unis. Denn erst wenn ein Studienplatz so aussieht, lohnt es sich auch dafür zu zahlen.

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