[b]Was sind das für Schuhe?[/b] Weiße Sneaker von K-Swiss. Machen jeden Spass mit, ob Skaten, Basketball oder Bolzen. Auf dem Schulhof der Chancellor`s School in Hatfield ist Michael damit vom Lässigkeitsfaktor her vorne dabei. Sobald es aber aufs Segelboot geht, bevorzugt er einschlägige Sportkleidung. Am Fuß, nicht wirklich überraschend: Segelschuhe. Aber nicht die gediegende BWL-Studi-Ausführung sondern die funktionalere Sportvariante. Während das Profil der Sneakers spätestens nach kurzer Zeit nicht mehr allzu griffig ist, garantieren die Segelschule Michael, der mit sieben Jahren zu segeln begann, den nötigen Halt, auch bei Windstärke 10.

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(Foto: dpa) [b] Wo kommen diese Schuhe her?[/b] Aus der Kleinstadt Potters Bar bei London. Die große Welt ist hier trotz der Nähe zur englischen Hauptstadt gefühlt weit weg. Vor zwei Jahren wurde es Michael dann zu langweilig. Da hat er sich von der Schule beurlauben lassen und auf seinem Einhandsegler den Atlantik überquert. Immerhin 6400 Kilometer, von Gibraltar bis in die Karibik. Mit Vater Peter im Schlepptau, der in einem zweiten Boot folgte und per Funk mit dem Sohn in Verbindung blieb. Dass Segeln auch Probleme mit sich bringen kann, merkte Michael spätestens da. Das Navigationssystem streikte und Unwetter beschädigten das Boot. Auch Haie waren teilweise Begleiter von Michaels Abenteuer. Michael löste alle Probleme selbst, band sich beispielsweise ein Seil um die Hüfte, sprang über Bord, um die Ruderanlage freizuschneiden. [b] Wo gehen diese Schuhe hin?[/b] Michael hat sich am vergangenen Samstag aufgemacht, mit seinem 15 Meter langem Segelboot alleine, diesmal ohne den Vater, die Welt zu umrunden. Macht stolze 40000 Kilometer insgesamt. Mit seinen Eltern und Freunden wird er dann nur per Satelitentelefon in Kontakt bleiben. Nach der Rückkehr wird sich der Weltumrunder wohl erstmal richtig ausschlafen: Trotz Autopilot wird er jeweils nur eine Stunde am Stück schlafen können. Die Zeit allein versüßt sich Michael mit seiner Lieblingsschokolade -ein wichtiger Posten der eine Tonne wiegenden Verpflegung an Bord. An Weihnachten wird er -vorausgesetzt alles läuft nach Plan- vor Südafrika sein, Mutter Heather hat sich nicht nehmen lassen, seine Weihnachtsgeschenke und die passende Deko im Boot zu verstauen.