Bitte folgen: der Schönheit des Tanzes

Ein Fotografen-Paar aus New York zeigt die Kunst der Bewegung in faszinierenden Bildern.
Von Nadine Kellner

So heißt der Account:

instagram.com/nycdanceproject/

Zu sehen sind da ...

... Balletttänzer, festgehalten in ihren Bewegungen. Die Fotografie fängt sie ein: die Perfektion ihrer Haltung, von den Finger- bis in die Zehenspitzen. Die bunten Kleider, die vor dem dunklen Hintergrund leuchten. Und ihre scheinbare Schwerelosigkeit.

Die Bilder zeigen die Tänzer oft im Sprung, einmal als flögen sie, ein anderes Mal wirken sie schwebend. Auf ihren Gesichtern zeigt sich Konzentration, doch oft spiegelt ihre Mimik auch das, was sie beim Tanzen empfinden. Leidenschaft, Glück, Ruhe oder Nachdenklichkeit, ausgedrückt durch die Bewegungen ihres Körpers.

 Dahinter stecken ...

... Ken Browar and Deborah Ory. Das Ehepaar aus New York hat das „NYC Dance Project“ ins leben gerufen. Beide sind Fotografen, Ken ist spezialisiert auf Mode und Beauty, seine Frau Deborah tanzte bereits mit sieben Jahren.

Das Projekt entstand aber wegen ihrer Tochter. Weil auch sie tanzt und ihr Zimmer mit Postern ihrer Idole aus dem modernen Ballett dekorieren wollte. Blöd nur, dass die Familie bei der Suche nach eben jenen Bildern nicht fündig wurde – also luden die Eltern kurzerhand einen Balletttänzer zu sich nach Hause ein: Daniil Simkin, einen der führenden Tänzer des American Ballet Theatre.

Sie schossen die Bilder in ihrem Wohnzimmer, vor einer einfachen, schnell aufgespannten Leinwand. Das Ergebnis überraschte auch den Tänzer, der daraufhin seinen Kollegen von dem Ehepaar erzählte. Das Projekt war geboren. Über 70 Tänzer fotografierten und interviewten Ken und Deborah seitdem – alle in ihren eigenen vier Wänden.

 

Denen solltest du folgen, wenn...

... du Fotografie liebst und dich immer wieder dafür begeistern kannst, welche Möglichkeiten in unserem Körper stecken. Selbst wer sich noch nie mit Ballett beschäftigt hat, wird von den Momentaufnahmen der Tänzer fasziniert sein. Von den Figuren, den unmöglich erscheinenden Bewegungen und davon, wie die Tänzer in ihrer Kunst voll und ganz aufzugehen scheinen, immer auf eine andere Weise.

 

Auf Instagram gibt es viele Accounts, die Tanz auf ähnlich beeindruckende Weise festhalten: Rachel Neville zum Beispiel fotografiert in einem Studio in New York. Sie betont mehr das Tempo als die Ruhe, mehr das Kraftvolle, das Energische als das Besonnene. Und Omar Z. Robles löst die Tänzer aus den Studios und befreit seine Modelle von Perfektion und Grenzen – in Gassen, auf Straßen und in Parks lässt er sie tanzen. Und dabei gerne auch ein paar andere Stile als das klassische Ballett.

Weitere Instagram-Tipps: 

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