Familienfreundlich und mit Österreich-Bezug: Warum SingStar das beste Spiel des Jahres ist

In dieser Woche hat die Wiener Spiele Akademie den Ultimate Game Award für Computerspiele vergeben. Dieser österreichische Spielepreis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Gewonnen hat das Karaoke-Spiel „SingStar Deutsch Rock-Pop Vol.2“. Eine Entscheidung, die zunächst merkwürdig wirkt - die Spiel-Idee ist alt und auch SingStar ist schon länger auf dem Markt. Wir haben bei der Spiele Akademie angerufen und haben uns von deren Chefin, Dagmar de Cassan, und der 22-jährigen Isabella Schranz, die in der Jury mitgearbeitet hat, die Entscheidung erklären lassen.
dirk-vongehlen
Default Bild

Illustration: Julia Schubert

SingStar ist das beste Computerspiel des Jahres. Warum? Isabella Schranz: Es ist ein Familienspiel. Jung und alt können es gemeinsam spielen, es ist aber auch ein Partyspiel. Und darüber hinaus kann man durch SingStar selber zeigen, was man kann. Man kann also quasi selbst zum Star zu werden. Die Idee, auf der SingStar beruht, ist allerdings schon recht alt. Karaoke gibt es ja schon länger. Isabella Schranz: Es gibt auch das Spiel schon länger. Aber wir haben es diese Jahr prämiert, weil wir der Meinung sind, dass es diese Jahr besonders für die Familie geeignet ist. Zudem hat es in diesem Jahr erstmals auch einen Österreich-Bezug weil der Song "Scherbenmeer" von Christina Stürmer dabei ist. Dagmar de Cassan: Für uns war außerde wichtig, dass man sich anhand des Spieles weiterentwickeln und eigene Talente entdecken kann – wie Gesang und Rhythmusgefühl. Nach welchen Kriterien vergeben sie den Preis? Dagmar de Cassan: Uns geht zunächst um ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber wir achten auch auf Gewaltfreiheit, Gleichstellung der Geschlechter, toleranter Umgang mit Minderheiten. Wir möchten, dass sich Spiele durchsetzen, die Ansätze zu Problemlösungen ohne Gewalt bieten. Spiele, die zeigen, dass es Spaß macht zu denken und dass es Spaß macht zu spielen. Und das gilt für Computer- wie für Brettspiele? Dagmar de Cassan: Genau wir halten die Trennlinien, dass Computerspiele böse und Brettspiele gut sein für falsch. Auch ein Computerspiel ist letztlich nur ein Instrument und es liegt am Nutzer, was er daraus macht.

  • teilen
  • schließen