Geschichte schreiben: Deine eigene Fußballgeschichte

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Euer Slogan ist: „Schreib Fußballgeschichte“. Wird die nicht von Ronaldinho, David Beckham und vielleicht auch Michael Ballack geschrieben? Ja und nein. Fußballgeschichte ist nicht nur, was auf dem Spielfeld passiert. Nicht nur die Fußballer selbst sind wichtig. Wenn eine Nation das WM-Turnier im eigenen Land hat, dann ist davon jeder betroffen – ob er nun möchte oder nicht. Fußballgeschichte: das sind auch die vielen Geschichten, die ganz verschiedene Menschen um das Sportereignis herum erleben. Geschichten, die Fans erleben, die sich der WM nicht entziehen wollen. Aber auch Wahrnehmungen und Empfindungen von Nicht-Fans, die sich dem Turnier nicht entziehen können.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Diese Geschichten sollen Fans und Nicht-Fans jetzt aufschreiben… Genau. Auf unserer Webseite kann jeder Einzelne an der WM-Geschichte mitschreiben. Das kann die Erlebniserzählung der Freundin eines Fußballfans sein, die gegen ihren Willen von ihm mit ins Stadion geschleppt wird. Plötzlich erwischt sie sich dabei, wie sie mitgrölt: „Ihr könnt nach Hause fahren. Ihr könnt nach Hause fahren.“ Und sie versteht gar nicht, wie ihr geschieht. Die Texte können aber auch kritisch sein und zum Beispiel Hintergründe über die Macht des Fußball-Weltverbandes Fifa liefern. Lahme 1:0-Bereichterstattung wollen wir nicht haben. Außer Texten können auch Fotos veröffentlicht werden. Was passiert mit den Texten und Bildern? Ein Redaktionsteam aus fußballbegeisterten Absolventen der Sporthochschule Köln trifft eine Vorauswahl. Danach kann jeder, der möchte, die Texte bewerten – wie bei der WM geht es knallhart um Punkte. Franz Beckenbauer sucht den Fußball-Weltmeister. Wir suchen den Literatur-Weltmeister. Die besten Texte und Bilder möchten wir nach dem Turnier in einem Buch veröffentlichen. Denn auf der normalen WM-Chronik findet sich das Gesicht eines Sportreporters. Drin sind Spielerfotos und Tabellen. Die Fans und die Menschen im Land bleiben außen vor. Das gibt den Charakter eines Großereignisses wie der WM nicht richtig wieder.

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