MP3-Musik: Universal probierts mal ungeschützt

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Ab 21. August verkauft Universal testweise Songs ohne DRM. Warum? Es gibt bisher keine relevante quantitative Erhebung über DRM-freie Produkte. Wir werden mit unserer Studie, die bis Januar läuft, eine Vorreiterrolle übernehmen, um drei wichtige Fragen in Bezug auf DRM zu klären: Was verlangen die Nutzer? Zu welchem Preis? Und welche Auswirkungen hat DRM auf Online-Piraterie?

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Ihr Konkurrent EMI hat bereits im Mai entschieden, Songs auch ohne DRM zu verkaufen. Wie groß war der Einfluß dieser Entscheidung auf Ihr Vorgehen? Das hatte überhaupt keinen Einfluß auf unsere Entscheidung, wir haben nämlich bereits im Januar – also weit vor der Entscheidung der EMI – begonnen unseren Test vorzubereiten. Wir ziehen es vor, nicht einfach loszulaufen, sondern uns vorzubereiten. Die DRM-freien Songs gibt es bei Amazon und RealNetworks, aber nicht bei iTunes ... Wir wollen eine Testsituation schaffen, da brauchen wir eine so genannte Kontrollgruppe, also Daten, die wir zum Vergleich heranziehen können. Die Verkäufe über iTunes nutzen wir eben als Kontrollgruppe. Um zu ermitteln ob ein Test gelingt, muss man vorab Ziele definieren. Was wollen sie mit dem Test erreichen? Es geht uns um drei Variablen, zu denen derzeit keine ausreichende Datenmenge vorhanden ist. Dabei geht es – wie bereits gesagt – um die Frage: Was wollen unsere Kunden? Zu welchem Preis wollen sie es? Und hat DRM-freie Musik Einfluß auf die Online-Piraterie? Wir hoffen, dass dieser Test uns darauf Antworten gibt. Planen Sie auch den deutschen Markt zu testen? Derzeit nicht. Wir werden zunächst nur den US-Markt unter die Lupe nehmen. Mehr zum Thema im Schwerpunkt Urheberrecht auf jetzt.de

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