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Raus aus dem Punkrock-Kinderzimmer: Angels & Airwaves im Interview

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Es gibt auf dem Album die Lieder „Valkyrie Missle“ und „The War“. Außerdem beinhaltet die animierte Filmsequenz auf der Homepage viele Kriegsszenen. Was ist so faszinierend am Krieg? Atom: Die Leute können sich damit identifizieren. In Bezug auf Emotionen oder körperlichen Kämpfen. Da kann es sich auch um nahe stehende Personen handeln. Es geht aber auch um Kämpfe die man mit sich selbst oder Freunden austrägt. Allerdings dreht sich alles in unseren Liedern um Metaphern. Wir wollen hier keine Brücke zum Krieg oder zur Gewalt im wörtlichen Sinn schlagen. Euer Album dreht es sich oft um Konfrontation . . . Dave: Ja, um die Auseinandersetzungen von Menschen. Und es soll sich um eine hoffnungsvolle Botschaft handeln. In deinem Leben gibt es etwas Schlechtes. Aber am Ende kannst du in einer guten Stimmung sein. Eine Art Medizin für Menschen mit etwas weniger Selbstbewusstsein? Atom: Wir wollen die Menschen zu etwas inspirieren. Dazu, dass es Liebe und Hoffung gibt und du glücklich sein kannst. Wir schreien und schimpfen nicht wie wütend wir auf unsere Eltern sind.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Gefällt es euch, als Supergroup zu gelten? Dave: Ich habe überhaupt nicht gewusst dass viele von diesem Supergroup-Ding sprechen. Die Band kam so auf die Welt wie jede andere auch. Wie bei meiner ersten Band. Da hieß es: Hey, ich kenne einen Typen der spielt Schlagzeug. Und noch einen der singt. Wir sind wie jede andere Gruppe die in der Garage geboren wird. Inwiefern hilft euch denn der Ruf der den einzelnen Mitgliedern vorauseilt? Atom: Tom und seine Geschichte haben sicherlich dafür gesorgt, dass wir die anfängliche Aufmerksamkeit erhalten haben. Tom hat viele Menschen, besonders Kids, die sehr loyal sind. Die wollen natürlich wissen was er jetzt am Start hat. Aber ich denke dass viele in Zukunft sich mit A&A als eigenständige Band identifizieren. Und dass sich der Fokus, der auf der Vergangenheit ruht, abnimmt. Denn dies wird alles andere in den Schatten stellen.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Atom hat gesagt, dass die Texte alle metaphorisch anzusehen seien. Kann man, - wenn man dieses Stilmittel benutzt – auch sagen, dass im musikalischen Sinne die Pickel in der Musik des Tom deLonge verschwunden sind und ein richtiger Bart zu erkennen ist? Tom: Absolut. Ich schäme mich keineswegs für das, was ich früher gemacht habe. Blink stand für Jugend. Es ging ums Jungsein. Und auch das Chaos im Leben, denn das war Spaß. Alles war anormal und unvorhersehbar. Aber das hat mich zu dem gemacht, der ich jetzt bin. Ich habe neben dem Songwirting alles über die Welt gelernt. Uns sicherlich waren etliche Menschen angepisst weil ich so jung und so erfolgreich war. Jetzt, mit A&A, trifft es zu, dass ich erwachsen geworden bin. Ist A&A ein Fun-Projekt oder etwas Längerfristiges? Ryan: Beides, denn ich habe viel Spaß. So glücklich war ich noch nie. Und ich möchte für alle Zeit glücklich sein. Deshalb ist es auch etwas Längerfristiges.

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