Jetzt oder U-nie!

Ein paar Dinge sollte man möglichst früh wissen, damit der Start ins Studium leichter fällt. Ein ABC für Erstsemester in München.
jakob-biazza
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Illustration: Julia Schubert


Als allererstes ...
... und das gilt für jedes Studium, sollte man die Lehrstuhlsekretärin des Hauptfaches für sich einnehmen. Sie ist eine Frau von allergrößter Macht. Sie war vor den Erstsemestern da. Sie wird sie alle überdauern. Und sie wird für keinen ihr Wesen zwischen charmantem Grant und furchteinflößender Biestigkeit ändern. Was besser versteht, wer sich Jahre später entsinnt, mit welchem Blödsinn man die arme Frau genervt hat. Wir sprechen dennoch in jedem Fall von einer Prüfung für Helden und Drachentöter. In der Antike hätte man Sagen über Lehrstuhlsekretärinnen-Bezirzer geschrieben. In München funktioniert dabei meistens das, was auch bei Wiesnbedienungen wirkt: charmant unverschämte Widerrede. Bester Zeitpunkt: Wenn sie gerade aus dem Griechenlandurlaub zurück ist.
 
Bibliothek
Egal, wie verkatert, müde oder ungeduscht man noch von der O-Woche ist: Eine Bibliotheksführung sollte jeder mitnehmen. Was todlangweilig klingt, wird bei der ersten Hausarbeit unschätzbar wertvoll. Denn sich dann noch in hauseigene Suchsysteme wie OPAC einfuchsen zu müssen und verschiedene Kopier- und Bibliothekskarten zu beantragen, nervt und kostet Zeit. Dann lieber gleich wissen, dass die TU-Bibliothek in der Arcisstraße besonders hell und unkompliziert ist, weil man da sowohl seine Tasche als auch Getränke mit hinein nehmen darf. Wenn eine Nachtschicht eingelegt werden muss, lohnt sich auch der Lesesaal der Staatsbibliothek in der Ludwigstraße: der ist bis 24 Uhr offen.

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Copyshop
Okay: Weder beim Kopieren noch bei der Entscheidung Ring- vs. Klebebindung braucht es Raketenwissenschaftler. Die frühe Wahl des richtigen Copyshops kann dennoch retten: Wenn die Abgabe der ersten Seminararbeiten droht, entscheidet das ruhige Gemüt der Mitarbeiter manchmal über Sieg oder Niederlage. Über die Jahre durch besondere Geduld und Wachsamkeit ausgezeichnet hat sich zum Beispiel die Kopierfabrik (Adalbertstr. 34).
 
Didi
Der berühmteste Obst- und Gemüsehändler Deutschlands hat seinen Stand am Ausgang der U-Bahn-Station Universität. Gestatten, Dieter Schweiger, aka Didi, aka Gemüse-Didi, aka Obst-Didi aka Didi Wetterfrosch. Er steht dort seit mehr als 25 Jahren, klopft Obst verkaufend Sprüche oder, je nach Laune und Tagesform, verkauft Sprüche klopfend Obst. Eine ganze Weile sagte er im Fernsehen auch das Wetter an und hat die Jahrzehnte am Obststand auch schon in Buchform verarbeitet. An schlechten oder dunklen Tagen hat man auf dem Weg zur Uni das Gefühl, dass seine mehr als gesunde Gesichtsfarbe den Tag ein bisschen heller macht.
 


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Ermäßigungen
Gehört zu den guten Dingen, die man sich viel zu oft vornimmt und viel zu selten macht: mit dem neuen Studentenausweis unfassbar günstig in Münchens schönste Gebäude kommen. In die pompöse Staatsoper geht’s ab zehn Euro, Theaterkarten für das Residenztheater gibt’s ab acht, für die Kammerspiele sogar ab vier Euro. Nur bei Schwimmbädern ist München geizig: Wer ermäßigt planschen will, muss das über den ->Unisport machen. Für die Nutzung des Olympiabades sind dann allerdings feste Zeiten vorgeschrieben.
 
Finanzierung
München ist teuer, klar. Ja, auch wirklich teurer als Hamburg. Nein, nicht so teuer wie Zürich, auch klar. Wer also keine Millionärseltern hat, sollte einen Bafög-Antrag stellen. Dafür muss man zunächst auf www.bafoeg-bayern.de einen Onlineantrag ausfüllen und den dann beim ->Studentenwerk der Hochschule einreichen. Dafür braucht man unter anderen den Einkommenssteuerbescheid der Eltern vom vergangenen Jahr und Nachweise, ob die Geschwister sich noch in einer Ausbildung befinden. Wer den Antrag auf Anhieb vollständig ausfüllt, bekommt meistens nach acht Wochen das erste Geld. 670 Euro monatlich sind der Höchstsatz.

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Gammelfahrrad
Zwar gibt es Gegenden in München, in denen man sein Fahrrad auch mal drei Wochen mit steckendem Schlüssel stehen lassen kann, ohne dass irgendwas passiert (haben wir ausprobiert) – für den Bereich um die Uni sollte man sich aber doch ein Gammelfahrrad zulegen. Eines, bei dem man nicht weinen muss, wenn es auf einmal weg ist. Zweimal im Jahr versteigert das Münchner Fundbüro solche Räder, eine empfehlenswerte Alternative, allerdings nur, wenn’s etwas teurer sein darf, ist der Dynamo-Fahrradservice am Ostbahnhof. In dem Sozialprojekt arbeiten Langzeitarbeitslose alte Räder auf. Verkauft werden sie ab 125 Euro.
 
Herzlich willkommen!
Prinzipiell freuen sich die Münchner über Zuwachs. Ist ja schließlich ihrer Meinung nach die schönste Stadt der Welt. Das heißt allerdings nicht, dass man wie in anderen Städten anlässlich der Ummeldung beim Bürgeramt mit Geschenken überschüttet wird. Gibt’s in Berlin 50 Euro Begrüßungsgeld für Studenten und in anderen Städten ein gratis Semesterticket (->MVV), gibt’s in München: Nix.
 

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-ing
Für Studenten aus anderen Bundesländern mögen sie verwirrend sein: diese vielen Begriffe mit -ing am Ende! Also: Das sind keine englischen Verben in der Verlaufsform. Das sind Ortsnamen. Einer der wichtigsten für Studenten: Garching. Da sind vor allem technisch-naturwissenschaftliche Fakultäten der TU angesiedelt. Viel mehr leider auch nicht. Garching ist nicht der spannendste Ort für vorlesungsfreie Stunden. Dafür sind die Unigebäude umso unterhaltsamer: Im Gebäude der Institute für Mathematik und Informatik führen zwei 40 Meter lange Stahlrutschen in Parabelform ins Erdgeschoss. Anderes großes Uni-Ing: Freising, mit dem Campus Weihenstephan.
 



Jubelzug
Vorsicht beim U-Bahn-Fahren. Die U6, die zusammen mit der U3 durch das Herz des Münchner Uni-Viertels fährt, verwandelt sich manchmal und ist dann kaum wiederzuerkennen. Sie fährt nämlich auch zur Allianz Arena nach Fröttmanning. Deshalb wird aus dem „Brain Train“ (kein Witz, so nennen die Linie manche, seit beschlossen wurde, sie bis zum neuen Unicampus in Martinsried zu verlängern) manchmal die Fußball-Linie. Und dann kann es passieren, dass man nach dem Seminar in einen Zug voll jubelnder, grölender und hüpfender Fußballfans steigen muss – sofern man sich überhaupt noch hineinquetschen kann. An solchen Tagen lieber das ->Gammelfahrrad nehmen.
 

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Kantine
Die größte aller Studentenkantinen – sprich: Mensen – ist die im Schweinchenbau (->Vokabular) an der Leopoldstraße. Der Name rührt vom blassrosafarbenen Wandanstrich, könnte aber rein theoretisch auch ein Hinweis auf die Qualität des Essens sein. Wir wollen hier nicht von Schweinereien sprechen. Aber: Das Essen ist geschmacklich schon recht blass. Seit dem Sommersemester 2012 ist man hier aber moderner, bietet auch Front Cooking wie bei Vapiano und Smoothies wie am Hotel-Frühstücksbuffet. Über die Preise (pro 100 Gramm) wundern sich viele. Alternativen für den Hunger zwischendurch: die Pommes Boutique in der Amalienstraße. Da gibt’s schön fettige Pommes, total belgiermäßig zweifach frittiert, aber auch funky Zeug wie Bulgur-Spinat-Taler auf Kürbis-Ingwer-Mus. Kuchen oder Süßkram: Konditorei Schneller in der Amalienstraße. Riesenstücke! Sommerliches Essen mit Ausblick: Auf den Stufen der Kunstakademie. Eher im TU-Einzugsgebiet: Das Hanoi (Schellingstraße 104), ein Thai-Imbiss mit ziemlich gutem Essen für sehr okaye Preise. Und der Kellner ist so unfreundlich, dass es schon wieder lustig ist.
 
Ladenschlussgesetz
Regelt in München der Bund. Weil: Soweit ein Bundesland von seiner Zuständigkeitskompetenz keinen Gebrauch macht, „bleibt es bei der Geltung des Bundesrechts“. Sagt das Kreisverwaltungsreferat. Heißt: Ab 20 Uhr sind die Läden zu. Am Sonntag und an Feiertagen sowieso. Das ist gut für Arbeitnehmer aber schlecht für Trinker. Spätis und Vergleichbares fallen weitgehend aus. Neben Tankstellen (in Uni-Nähe und der Innenstadt Mangelware) und dem 23 Stunden geöffneten „24-Stunden-Kiosk“ an der Reichenbachbrücke (eben nur dort) versorgt die durchaus anstrengende Mama-Afrika, die bei Freiluftwetter an Gärtnerplatz und im Englischen Garten Bier verkauft, Durstige mit Sprit. Als Rettung hat sich seit ein paar Jahren Alkoport etabliert (www.alkoport.de, 9 31 69 99 66). Neben Getränken bringt der Lieferservice auch Snacks, Kippen, Papers, Kondome – und Schafkopfkarten.
 

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MVV
Kaum zu glauben, aber bis zu diesem Herbst gab es in München kein Semesterticket. Die neue Regelung besagt nun, dass jeder mit Münchner Studentenausweis von 18 bis 6 Uhr morgens kostenlos den Nahverkehr nutzen darf. Vielfahrer können für 141 Euro zusätzlich einen Semesterpass kaufen. Auch neu und gut: Für die Studententickets muss man sich nicht mehr stundenlang in den MVV-Kundencentern anstellen. Stattdessen gibt’s die Tickets locker über den Automaten, vorausgesetzt, man hat einen Studentenausweis.
 
#NudelnMitKetchup
Jüngst bei Twitter aufgetauchter Hashtag, der als Metapher für die Nahrungsmittel steht, die sich – nicht nur, aber vor allem – Studenten zum Monatsende hin noch leisten können. Gerade in München ein drängendes Problem: Selbst in WGs verschlingt die Miete (->Wohnen) hier schließlich leicht im Alleingang ein durchschnittliches Budget. Das erste Semester ist auch deshalb erfahrungsgemäß der Lebensabschnitt, in dem die Ernährung so schlecht ist wie nie zuvor – und zum Glück meistens auch danach nicht mehr.
 


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O-Woche
Dämliche Trinkspiele, ranzige Ersti-Hütten und viel zu wenig Schlaf – egal! Die Orientierungswoche kurz vor Semesterbeginn zu verpassen, ist ein unverzeihlicher Kapitalfehler. Auch wenn Oma 75 wird oder man gerne noch mehr Zeit mit den Freunden zu Hause hätte: Um in einer neuen Stadt Leute kennenzulernen, ist diese Zeit unverzichtbar. Nie wieder wird es so einfach sein, ins Gespräch zu kommen. Und kurioserweise werden die Menschen, mit denen man die ersten Worte an der Uni gewechselt hat, oft die besten Freunde für die restliche Unizeit. Egal, ob man dabei einen albernen Partyhut auf und ein Schnapsglas im Rachen hatte.
 
Polizei
Wer das Wesen einer Stadt verstehen will, sollte sich auch anschauen, wonach die Polizei bei Kontrollen sucht. In München etwa: Fahrradfahrer, die die Radwege in der falschen Richtung nutzen. Doch, echt! Und das sehr gerne vorm LMU-Hauptgebäude und am nahegelegenen Siegestor. Wer erwischt wird, zahlt 15 Euro.
 
Quatsch
Ein paar eher seltsame Mythen über München halten sich sehr beständig: Im Siegestor soll es etwa oben einen Raum geben, in dem man legendär gut Partys feiern könnte. Der Gärtnerplatz ist angeblich komplett untertunnelt. Und als ob das nicht genug ist, soll sich in dem Gewölbe eine einzige große Saunalandschaft finden, in der es jede Nacht hoch hergeht. Alle Viktualienstandbetreiber sollen außerdem Millionäre sein und die Kneipen in Schwabing alle Iris Berben gehören. Diese Mythen eint eines: Sie sind samt und sonders Blödsinn. Ehrlich. Wir haben’s nachgeprüft. In manchen Bars (->X-Cess) ist das Gerücht, Freddie Mercury habe in seiner München-Zeit auf dem inzwischen derangierten Klavier gespielt, aber wenigstens sehr wahrscheinlich.
 

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Reinhören
Zum Einspeichern in das Küchenradio in der neuen WG oder im Wohnheim: Der Studentensender in München heißt M94,5 und ist unter derselben Frequenz zu empfangen. Weitere Auswege aus der Bayern-3-Dudel-Spirale: EgoFM (100,8), oder, wenn Internet vorhanden, Puls vom BR. Wer selbst Radio machen will, kann das auch bei M94,5 und sollte sich den 17. Oktober im Kalender markieren: Da ist an der LMU Einführungsveranstaltung für Radiointeressierte.
 
Studentenwerk
Ist das Prüfungsamt der Todesstern, so ist das Studentenwerk das Zentrum des Guten. Zwar verbringt man auch hier viel Zeit mit Warten, allerdings gibt es hier Hilfe beim Wohnen, der Finanzierung des Studiums und im Falle eines Nervenzusammenbruchs auch psychologische Hilfe. Immer gut dabeizuhaben: Studenten- und Personalausweis.
 

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Tumblr und Co.
Smartphone, Retter aller Erstsemester! Internetseiten, die im ersten Semester (und vielleicht noch später) helfen: der Tumblr schellingdrei.wordpress.com (Livedokumentation feat. Geschmackskritik eines Vegetariers aus der Mensa in der Schellingstraße). Die Facebookgruppe „Wohnen trotz München“, eine Selbsthilfe-Pinnwand für WG- und Wohnungssuchende (->Wohnen). Für die Verzweifelten: www.facebook.com/SpottedStabiMuenchen, die Verlängerung des Stabi-Catwalks ins Netz. Und natürlich die „When you live in Munich“-Tumblr, um sich ein bisschen in Münchner Eigenlob und Selbstmitleid zu üben.
 



Unisport
Nach zu vielen Erstipartys und #NudelnMitKetchup, kann ein bisschen körperliche Betätigung notwendig werden. Das Unisport-Programm ist dabei in München ziemlich sensationell. Neben Standards wie Fitness, Ballsport und Schwimmen kann man dort nämlich auch Ski- und Segelkurse belegen. Allerdings muss man dafür fix sein. Um am Sportprogramm teilnehmen zu können, muss man nämlich zunächst eine Semestermarke online über www.zhs-muenchen.de erwerben. Die kann man sich dann zu festen Terminen in den Unis abholen und kostet zwischen 7,50 bis 30 Euro. Achtung: Lichtbild für den Ausweis nicht vergessen. Bei den Kursen bekommen dann nur die Allerschnellsten auch Plätze. Heißt: Zum Freischaltungstermin rechtzeitig vor den Rechner hocken und immer wieder „aktualisieren“ drücken.
 

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Vokabular
Blöd: Wenn die älteren Semester mit Insiderbegriffen um sich werfen und der Anfänger nichts versteht. Auch blöd: an der Mundart der Münchner scheitern. Also: Der Schweinchenbau ist das Gebäude der Fakultät für Psychologie und Pädagogik der LMU (Leopoldstr. 13). Wenn irgendjemand sich eine „LKS“ holt, meint er damit keine Krankheit, sondern eine Leberkassemmel, das Grundnahrungsmittel aller FH-Studenten. GSI ist die Abkürzung für das Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft am Englischen Garten. Stabi ist gleich Staatsbibliothek ist UNGLEICH Uni-Bibliothek – unpräziser Umgang mit diesen Vokabeln hat schon oft dazu geführt, dass Verabredungen einen unguten Anfang nahmen. Es heißt „die Wiesn“, und das ist kein Plural, deshalb sagt man auch auf keinsten Fall niemals nicht „ich war auf den Wiesn“, sondern „Ich war auf der Wiesn.“ Das „Oanser“ ist das P1, da muss man nicht hin. Das Cadu ist kein seltener Vogel, sondern das „Café an der Uni“, direkt gegenüber der Unibibliothek. Da muss man schon mal hin, zwecks Leute auf dem Gehsteig anschauen. Sonst aber eigentlich auch nicht.
 
Wohnen
Wer jetzt Wunder-Tipps erwartet: Es ist ja fast bald wieder Weihnachten. Vielleicht dann. Ansonsten gilt: Es ist ein Graus! Für Einheimische wie Zuagroaste. Vermieter und Makler, die hier noch eine Kaste unter Autohändlern stehen, sind wie Lucky Luke: Wenn sie das Wort „Student“ hören, legen sie schneller auf als ihr Schatten – in jedem Fall aber schneller, als die Worte „Meine Eltern bürgen“ gesprochen werden können. Das Studentenwerk bietet in seinen Wohnanlagen in München, Freising und Rosenheim etwa 11.000 Zimmer und Apartments (160 bis 330 Euro; Wartezeit: je nach Wohnheim ein bis vier Semester). Dort gibt es auch einen Mustermietvertrag zum Schutz vor Betrug. Auch probieren: Die Facebookgruppe „Wohnen trotz München“ (-> Tumblr und Co.) und den Newsletter von Andreas Kräftner.
 

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Illustration: Julia Schubert


X-Cess
Bar in der Sonnenstraße. Nicht verwechseln mit dem gleichnamigen Bordell in der Landsberger Straße, auch wenn Betreiber Isi seinen Laden so beschreibt: „Von außen schaut’s aus wie Puff - und drinnen ist Hölle!“ War früher woanders, ist allen Unkenrufen zum Trotz aber auch an der neuen Location noch großartig. Auch gut: „Netzer & Overath“ (Baaderstr. 33), „Für Freunde“ (Reichenbachstr. 33), „Nage und Sauge“ (Mariannenstr. 2). Das Gerücht mit Freddies Klavier könnte stimmen in der „Lola“ (Ickstattstr. 2a) und im Petit Café (Marienstr. 2). Konzerte: „Atomic Café“ (Neuturmstr. 5), „Strom-Club“ (Lindwurmstr. 88) oder Muffatwerk (Zellstr. 4). Feiern: Zum Beispiel „Yip Yab“ (Thalkirchner Str. 2) oder „Crux“ (Ledererstr. 3).
 
YouTube-Videos
http://www.youtube.com/watch?v=wQ1t3GV-XA4
Zur Einstimmung anschauen: „Munich In Motion“. Passieren tut da nicht viel, aber man sieht im Zeitraffer, wie narrisch schön diese Stadt ist. Auch gut: „Rosi“ von Blumentopf. Weil: Man sieht das Johannis Café und etwas Geschichtsunterricht zur Telefonnummer 3 21 68 gibt’s auch noch.
http://www.youtube.com/watch?v=OPo9gQ-J-TU
 
Zeitungsmann
Steht täglich, auch bei Regen, Hagel und Orkan, vor der Uni und verteilt Zeitungen – glücklicherweise die Richtigen. Eigentlich will er natürlich ein Abo verkaufen, rückt aber auch sonst die manchmal rettende Lektüre raus.

Text: jakob-biazza - charlotte-haunhorst, christian-helten, Illustration: yi-luo

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