Meine Straße: Barer Straße

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Das Gute, aber auch Verhängnisvolle an der Barer Straße ist, dass man sie eigentlich nie verlassen muss. Es gibt hier einfach alles, vom Obstladen über Cafés, Bars und Museen bis zum Auktionshaus.

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Illustration: Julia Schubert


Luca in der Barer Straße.
 
Ich habe keine Küche, deshalb halte ich mich für meine Mahlzeiten fast immer im Serrano Pizzaservice an der Ecke Adalbertstraße gleich unter meiner Wohnung auf. Dort ist die Pizza günstig und gut. Ein Helles für 1,50 Euro gibt es auch und der Laden hat bis 23 Uhr geöffnet. Gut für ein Bier zum Mitnehmen ist auch der alte Toni, eine Mischung aus Kiosk und MiniBoazn, an der Ecke Neureutherstraße.
 
Im Gegenüber, das gehört zum Café Barer 61 und ist, wie der Name schon sagt, dort auch gleich gegenüber, gibt es seit einiger Zeit ebenfalls tolle Pizza. Mittags kostet die nur fünf Euro. Mit dem Pizzabäcker kann man immer nett quatschen und abends sieht man ihn dann manchmal im Barer 47 wieder. Die Bar gehört auch den Brüdern, die die anderen zwei Läden betreiben. In die 47 gehe ich abends gerne mit Freunden was trinken. Unter der Woche ist es auch nicht so voll wie am Wochenende. Die Musik ist zwar manchmal gewöhnungsbedürftig, aber ich habe dort schon viele gute Abende gehabt. Am besten ist es im Sommer, wenn man an den Tischen vor der Tür sitzen kann.
 
Im Waschsalon neben dem Gegenüber wasche ich immer meine Wäsche. Neulich hat mir ein Mädchen erzählt, dass man dort immer tolle Leute kennenlernt. Leider ist mir das bisher noch nicht passiert.
 
Für Barer-Straßen-Verhältnisse relativ neu sind das Waldmeister – das alle unter „Waldmeisterei“ kennen, das sich aber umbenennen musste – und das Restaurant Picnic. Das war vorher in der Türkenstraße, ist immer sehr voll und deshalb bestimmt gut. Beim Waldmeister bin ich immer unsicher, ob das jetzt eigentlich ein kleines Lokal sein soll oder ein Feinkostgeschäft. Schon lang da ist das Fresh Bagels & Muffins. Da kann man sonntags „Tatort“ schauen, manchmal gibt es Live-Musik und vor der Tür sitzen immer ziemlich interessante Typen rum.
 
Super ist auch der Schellingsalon an der Ecke Schellingstraße, eine der ältesten Gastwirtschaften der Stadt, die auch immer noch so funktioniert wie vor vielen Jahren: Es wird einfache Hausmannskost serviert, man kann Billard, Karambolage und Tischtennis spielen und an der Theke kriegt man alles mögliche zum Mitnehmen: eine Flasche Cola, Butter oder einen Becher Sahne. Ein kleines Kekssortiment haben sie auch. Wer spät noch Tabak kaufen muss, findet den im Internetcafé neben dem Muffinladen.
 
In die Pinakotheken gehe ich meistens ganz spontan. Durch mein Kunststudium darf ich da nämlich jederzeit kostenlos rein. Das ist toll. Und gleich gegenüber von der neuen Pinakothek gibt es einen der schönsten Läden der ganzen Stadt: den Farben Kremer. Dort gibt es Farbpigmente zu kaufen – und immer tolle Schaufenster zu bewundern.

Text: mercedes-lauenstein - Foto: juri-gottschall

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