Wir haben verstanden

Jede Woche lernen wir in unserer Stadt etwas dazu. Um es nicht zu vergessen, schreiben wir es jede Woche auf. Zum Jahreswechsel eine Spezialausgabe mit Dingen, die München uns 2011 gelehrt hat.
jetzt-redaktion

. . . die Spitznamensuche für das neue Stahlkunstwerk am Effnerplatz ist noch nicht zufriedenstellend abgeschlossen. Eierbecher? Sanduhr? Papierkorb?
 
  . . . nachdem Münchens Olympiabewerbung gescheitert ist und auch ein zweiter Versuch nicht in Aussicht steht, muss man endlich nicht mehr ständig über das Für und Wider des Sportspektakels in München debattieren.
   
  . . . GoKart-Fahren war gestern. Der moderne Münchner erfreut sich an den immer neuen Überraschungen der Streckenführung an der Baustelle am Luise-Kiesselbach-Platz.

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Illustration: Julia Schubert

Sieht manchmal gespenstisch aus, bietet aber vor allem Anregungen im Bereich "Kreative Fahrbahnführung": Der Luise-Kiesselbach-Platz

  . . . 2011 wurde bekannt, was irgendwie noch schwer vorstellbar ist: Es wird eine Zeit geben, in der der Münchner Oberbürgermeister nicht mehr Christian Ude heißt.
 
  . . . deswegen merken wir uns schon mal die Namen der neuen OB-Kandidaten für die Wahl 2014: Dieter Reiter geht für die SPD ins Rennen, Josef Schmid für die CSU.
 
  . . . kein Umbau war uns so egal wie der der Schrannenhalle. Vorher nie rein gegangen, seit der Wiedereröffnung auch nicht. Feinkost gibt es in München ja eh an jeder Ecke.
     
  . . . die Getränkegarderobe im neuen XCess ist zwar eine super Idee. Leider kann man sich nicht immer daran erinnern, unter welcher Nummer man sein Bier einsortiert hat.
 
  . . . Philipp Lahm kann wider Erwarten auch ein bisschen gemein sein. Macht ihn aber eigentlich nur cooler.
   
  . . . wohl noch nie haben sich so viele Menschen um junge Münchner Künstler gekümmert: Neben der Galeria Autonomica gibt es jetzt auch die AABER Galerie oder die Young Munich Creatives.
 
  . . . es war ein komisches Jahr für den TSV 1860. Erst ein Scheich als Retter, dann Aston Martin als Trikotsponsor.

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Illustration: Julia Schubert

Sieht irgendwie nicht nach Aston Martin aus: Das Grünwalder Stadion.

  . . . beeindruckend fanden wir, wie viele Menschen die drohende Schließung einer kleinen, dunklen Schwabinger Kneipe auf die Straße bringen kann.

  . . . dass die Schwabinger Sieben doch abgerissen wurde, ist im Nachhinein betrachtet gar nicht so schlimm. Sie hat ja neu eröffnet und nichts von ihrem Absturzcharme eingebüßt.
 
  . . . auch beeindruckend: die Zahl der Menschen, die sich im Dezember zum Abschiedstrinken in der S-Bahn getroffen haben. Was sie dort veranstaltet haben, ist allerdings eher beängstigend.
 
  . . . 2011 fand zum ersten Mal der Skiweltcup am Olympiaberg statt. Seitdem wissen wir: Der Berg ist nicht so hoch, wie er beim Hinaufjoggen erscheint. 
     
  . . . das Provisorium in der Lindwurmstraße hat nur so viel Charme, weil es provisorisch ist.
 
  . . . die meisten Münchner Promis tragen hässliche Krawatten.

    . . . auch als Vegetarier kann man in München sensationell Döner essen. Im Royal Kebab Haus in der Arnulfstraße 5.
  
  . . . die hässliche Skulptur vor der neuen Filmhochschule ist leider kein Versehen, sondern ernst gemeint. Um eins beneiden wir sie trotzdem: Sie kann jetzt schon in das unterirdische ägyptische Museum schauen, wir erst 2013.
 
  . . . 2011 hat München ein tolles neues Stadtblog geschenkt: Den Elektrischen Garten.
 
. . . mit Eisdielen kann man in München immer noch erfolgreich sein. Der Frozen Yoghurt Jungunternehmer „iloveleo“ eröffnet nach kurzer Zeit schon seinen zweiten Laden in der Leopoldstraße. Jetzt passt auch der Name.

Text: jetzt-redaktion - Foto: juri-gottschall

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