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Island!

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Illustration: Julia Schubert



Nach Island wolltest du schon immer mal – na gut, jedenfalls seit in deiner Timeline immer öfter Bilder von dampfenden Lavafeldern und blondgezopften Strickpullimädchen auftauchen, die du zwar noch als Webdesignerinnen oder DJanes kennst, die auf diesen Bildern aber derart ungeschminkt und verstrahlt lächeln, als seien sie grad von einer Elfenfamilie adoptiert worden. Klar, Strandurlaub ist was Anderes, Island ist rau und kühl, und es raucht die Erde und weht der salzige Wind über menschenleere Lava-Felder. Aber genau diese mystische Vorzeitlichkeit macht das Land ja zu dem, das es ist. Hier spürt man eben noch die wahre Kraft der Erde und die Magie unseres Lebens. Fakt ist: Dieses Land umweht ein Geheimnis und alle, die dorthin fahren, scheinen ein Stück davon abzubekommen und langsam hast du es satt, nicht zu wissen, was es damit auf sich hat. Los geht's.

Iran!

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Illustration: Julia Schubert



Islam und so geht ja grad aus ästhetischer Sicht eh super, das hast du schon lang kapiert. Nur: Nach Istanbul fahren sie jetzt alle. Wenn du mit deinen Reiseplänen also noch etwas Aufsehen erregen willst, brauchst du ein neues Ziel. Der Iran macht sich da ganz gut hast du festgestellt, da schlägt man schon viele zeitgenössische Themen mit einer Klappe: Islam, Ästhetik des Orients, Rolle der Frau, West vs. East, Atombombe, das gibt auf jeder Ebene was her und lässt dich in einem ziemlich kultivierten, aber auch irgendwie wagemutigen Licht da stehen. Vom tatsächlichen Erlebnis ist es natürlich eher so lala, klar, Kulturerbe und die alten Perser, aber die meiste Zeit sieht man dann doch nur sehr viel Sand, sandfarbene Häuser, sandfarbene Kutten, aufgeschnittene Wassermelonen und ab und zu ein paar hellblau gemusterte Orientkacheln. Das Essen ist auch nicht gerade berühmt für seine Ausgeklügeltheit, aber was zählt ist schließlich die Message: „Komme grad aus dem Iran", ja, das gibt schon Credits beim nächsten Gin Tonic.

Thailand!

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Illustration: Julia Schubert



Nach der Schule ne Weltreise, das wär’s gewesen, aber irgendwie kam dann doch die Ausbildung dazwischen und in den Ferien hat es immer nur für Kroatien oder Prag gereicht. Und eins, zwei, drei kam da dieses Jobangebot und jetzt sitzt du fünf Tage die Woche auf einem Bürostuhl und wirst in den nächsten Jahren auch eher nichts großartig anderes machen. Dabei willst du auch so gern endlich mal türkises Postkartenwasser mit Palmen drüber und gebratene Bananen auf Klebreis, willst einfach auch mal was von dem Alles-so-krass-bunt-und-billig-hier-Film deiner Backpacker-Freunde abhaben. Kurz: Du willst einen knackig effektiven Tapetenwechsel Richtung Exotik oder das, was du dir darunter vorstellst. Er sollte dir das Gefühl geben, ein kleines Abenteuer erlebt zu haben, dabei aber nicht allzu unbequem oder gefährlich werden. It's Bangkok, Baby!

Côte d'Azur

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Illustration: Julia Schubert



Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Sommerfrische, sagte man früher dazu, nicht wahr, und das Wort allein verströmt Orangen- und Lavendeldüfte in deiner dauersehnsüchtigen Brustkammer. Du denkst an blau-weiß-gestreifte Hemden und salziges Haar, an Blätter eines Buches, die auf einem Balkon im Wind flattern, an Limonade aus kleinen Glasflaschen und süßes Gebäck aus holzverkleideten Patisserien. Natürlich, einen Kulturschock erlebt hier keiner, aber muss das denn sein? Immer dieser Globalhype. Europa ist großartig. Alle waren sie hier, die grande dames und grandes hommes der schönen Dinge, und sie wussten schon warum. Das sagst du übrigens auch gern genau so zu deinen Freunden: „Ach ja, Picasso, Yves Klein, Duras, die wussten schon, warum sie sich hier niedergelassen haben.“

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