Worum wettest du? Alle Ergebnisse

Muss der Verlierer bei dir im Entengang einmal durch die Kantine? Oder wettest du lieber nur um ein kleines Eis oder die Ehre? Der Psychotest hat es dir verraten. Hier kannst du alle Ergebnisse nachlesen.
jakob-biazza

Du wettest um...

... die Ehre

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Illustration: Julia Schubert


Manchmal auch um einen ganz niedrigen Geldbetrag oder ein kleines Eis. Und manchmal macht dich das auch etwas traurig. Der Peter mit seinem aufbrausenden Wesen, der hat mal versucht, dich in eine Tausend-Euro-Wette zu drängen, die du gewonnen hättest. Da wäre noch ein bisschen Sonderausstattung für den Skoda gegangen. Blöd. Ach, wärest du nur ein bisschen mutiger – zusammen mit deinem besonnen-überlegten Wesen gewinnst du Wetten ja eigentlich immer. Sonst würdest du sie schließlich nicht eingehen. Oft hat aber – bis du deinen Fahrradhelm abgesetzt und Für und Wider abgewogen hast – irgendwer das fragliche Thema eh schon gegooglet. Das geht ja schnell heutzutage. Und dann, seufz, wird’s wieder nix mit der Spannung. Dafür drohen aber halt auch keine Verluste und du kannst dir die Premium-Zahnzusatzversicherung am Monatsende immer leisten.

... einen absurd hohen Einsatz

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Illustration: Julia Schubert


Dein Fahrrad an diesen Spacken zu verlieren, das hat wehgetan. Zugegeben. Andererseits: Was soll man auch machen? Er hat dich eben herausgefordert. Und wenn jemand deinen Ruhepuls von 175 derart in die Höhe treibt, dann wird es eben ungemütlich. Muss man reagieren. Und dann doch lieber so. Weil: Im Grunde verhindern Wetten als Druckventil bei dir ja Schlimmeres. Handfeste Keilereien zum Beispiel. Und man muss sagen: Seit Benni in Raten zu 50 Euro den Tausender abstottert, den er an dich über die Frage verloren hat, ob bei den „Simpsons“ nun Karotten oder Maiskolben auf die Vorhänge gedruckt sind, bist du eh schwer im Plus.

Tatsächlich sind das auch die Themen, die deine sehr kurze Lunte in Brand stecken: Kleinigkeiten. Mücke, Elefant – und boom. Das ist deine Kette aus Ursache, Wirkung und Resultat. Sätze, die du – vor allem seit sich alles ergooglen lässt – oft sagst: „Okay, keiner fasst sein Handy an. Wir klären das hier ganz direkt.“ Und natürlich der Klassiker: „1000 Euro! Überweise ich dir sofort online, wenn das stimmt!

... etwas Peinigendes

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Illustration: Julia Schubert


Eine Wette ist bei dir nicht so sehr Wettstreit oder Diskussion über ein Thema, es ist eher die Verlängerung der bunteren Teile deiner Persönlichkeit. Wenn du wettest, und meistens passiert das in dieser quietschigen Neonwelt jenseits des vierten Drinks, dann um Dinge, die für den Verlierer peinlich sind (ohne aber zu einer sadistischen Demütigung zu werden): Einmal im Ententanz in die Kantine zum Beispiel. Gerne auch: „Lass dir die Haare wie eine Ananas stylen.“

Das kindliche Wesen, das diese Einsätze ersinnt, hast du aus der Schulzeit herübergerettet. Als ehemaliger Klassenclown bist du noch immer der Typ fürs Grobe: Penis- und Furzwitze, feuchte Futzis und Zitate aus Lammbock. Zu deinem aktiven Wortschatz gehören die Wörter „shart“, „wegflexen“ und „Gamechanger“.


>>> Der große Taktiker und Inspirationsquelle "Jackass"



... etwas Kalkuliertes

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Illustration: Julia Schubert


Schon damals, als es bei den Großeltern um die Verteilung der Süßigkeiten ging, hast du dich ganz zurückhaltend gegeben und deinen Bruder „Ich will den Riegel mit Knusper, ich will den Riegel mit Knusper!“, rufen lassen – weil du wusstest, dass deine stille Genügsamkeit die Oma am meisten beeindruckt. Und sie dir darum später einen Extra-Riegel zusteckt. Du bist eben ein echter Taktiker und weißt, wie du dir einen Vorteil verschaffst. Du bist noch nie ohne Knusperriegel von den Großeltern nach Hause gegangen und erste Dates überzeugst du grundsätzlich von einem Treffen im Café bei dir um die Ecke (kurzer Weg, falls man zusammen heimgehen will – nicht so viel Lebenszeit verloren, falls es beschissen läuft).

Und genau so wettest du auch. Wenn du schon mal die Chance hast, was zu gewinnen, und dir den Gewinn auch noch aussuchen darfst, dann überlegst du ganz genau, was du grade brauchst. Das Finanzamt hat dir geschrieben und die Belege vom letzten Jahr fallen immer noch im Schuhkarton unter dem Bett durcheinander? „Wer die Wette verliert, muss dem anderen die Steuer machen!“ Aus deinen Kopfhörern kommt seit dem Wochenende auf der rechten Seite nur noch Rauschen? „Der Verlierer muss dem Gewinner weiße Urban Ears kaufen!“ Ein Wetteinsatz ist für dich halt kein Spaß, ein Wetteinsatz ist knallharte Kalkulation. Dass du die Wette verlierst und dann dem anderen die Steuer machen musst, das Risiko gehst du ein. In Stochastik hattest du schließlich immer eine Eins.

... des Wettens willen

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Illustration: Julia Schubert


Wetten, die extra Wetteinsätze brauchen? Sind was für Langweiler! Wenn jemand „Ich wette fünf Euro, dass ich Recht habe!“, sagt, schläfst du praktisch sofort ein. Du wettest nur, wenn die Wette selbst der Einsatz ist, wenn es da richtig wummst, wenn es Überwindung kostet, sie auszuführen. Schon zu Schulzeiten hast du deine Klassenkameraden mit deinem ewigen „Wetten, du traust dich nicht...“ auf Trab gehalten und dafür den ein oder anderen Verweis bekommen (die, die nackt über den Schulhof laufen mussten, um die Wette zu gewinnen, aber auch).

Dein Leben ist eine Abfolge von Mutproben und Szenarien, die peinliche Momente herausfordern. Inspirationsquelle „Jackass“. Ein bisschen bist du wie die, die um etwas Peinigendes wetten und als Wetteinsatz „Lass dir die Haare wie eine Ananas stylen“ vorschlagen. Bloß, dass die Ananasfrisur bei dir eben die Wette selbst ist. Und das ist ungleich bösartiger. Da geht’s nur noch um die reine Schadenfreude, ohne Umwege, ohne Vorspiel – immer gleich rein in die Fresse. Und wer dich zum Wettpartner hat, der braucht keine Feinde mehr.

Text: jakob-biazza - und nadja-schlueter; Illustration: Daniela Rudolf

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