Auf Geburtstagssendung

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1. Die allererste Sendung hieß „Uniq, das Studentenmagazin“, mit ihr ging M94,5 am 1. Juli 1996 um 9 Uhr auf Sendung.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

2. Zur offiziellen Jubelfeier am 7. Juli in der Muffathalle werden Enik, Kinderzimmer Productions und Die Goldenen Zitronen ein musikalisches Glückwunschtelegramm abliefern. Wer mitfeiern will: Die Karten kosten zehn Euro. 3. In den vergangenen zehn Jahren haben etwa 1400 Studenten, Praktikanten und Techniker bei M94,5 mitgearbeitet. 4. Neben Programmkoordinator Wolfgang Sabisch, der von Anfang an dabei ist, sind die dienstältesten Mitarbeiter momentan seit acht Jahren dabei. 5. M94,5 heißt so, weil der Sender auf der Frequenz 94,5 läuft. 6. Man kann sich fragen, ob das ein langweiliger oder ein vernünftiger Name ist. Wahrscheinlich aber ist er vernünftig, wenn man die Namen der anderen deutschen Studentensender betrachtet. 7. Der Umzug von der Oettingen- in die Schwere-Reiter-Strasse im Jahr 2002 hat zwei Tage gedauert. Allerdings haben die Hörer davon, wenn überhaupt, nur wenige Sekunden lang etwas mitbekommen. 8. Die wahrscheinlich beliebteste Sendung auf M94,5 ist das Nachmittagsmagazin „Hörbar“ (ehemals „Uniq“). 9. Aber auch andere Spezialsendungen haben Fans, die regelmäßig Feedback geeben. 10. Noch immer sehr beliebt – obwohl schon seit Jahren nicht mehr im Programm – ist die Comedy-Sendung „Stunde der Abrechnung“. 11. Der wahrscheinlich prominenteste Mitarbeiter, den M94,5 hervorgebracht hat, ist „der Nullinger“ von Antenne Bayern. In echt heißt er Mike Hager und hat die „Stunde der Abrechnung“ mit erfunden. 12. Das neue Studio in der SchwereReiter-Straße ist etwa zehn Quadratmeter klein. 13. Es passen aber sehr viele Menschen rein. Studiogast Africa Bambaata brachte acht Leute mit, eine Schülergruppe quetschte sich mal mit 20 Gästen rein. 14. Die Sendetechnik bietet den normalen Standard einer Lokalstation. 15. Die Musikredaktion hat etwa 3000 CDs im Schallarchiv vorrätig – das sind etwa 60 Meter Musik. Dazu gibt es über 7000 Titel auf Festplatte.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

16. Von der Redaktion ins Studio sind es genau vier Schritte. 17. Von der Musikredaktion ins Studio sind es fünfzehn Schritte. 18. Früher musste man zwei Stockwerke zurücklegen und brauchte, wenn man sich beeilte, eine Minute für den Weg. 19. Das hörte man den schnaubenden Nachrichtensprechern manchmal auch an. 20. Die ungewöhnlichste Aufgabe bisher für Programmkoordinator Sabisch: Er musste einer Schülerin eine Entschuldigung schreiben. Sie hatte ihren Radiowecker auf M94,5 programmiert und, dank eines der nicht seltenen Sendelöcher, verschlafen. 21. Philipp Stürzenberg von der Sendung „Störfunk“ musste zusammen mit seinem Studiogast Andi Blab von der Band Sitter mal eine Sendung in Unterhosen bestreiten. Die beiden waren nach einem Platzregen in einer gefluteten Unterführung mit dem Auto steckengeblieben und durch knietiefes Wasser zum Studio gewatet. Dort zogen sie sich bis auf die Unterhose aus und brachten die Sendung leichtgekleidet hinter sich. Das war allerdings noch vor Einführung der Studio-Webcam. 22. Ein großer Vorteil, wenn man bei M94,5 arbeitet: Auf einmal lernt man alle Münchner Veranstalter und Clubbetreiber kennen. 23. Obwohl die Musikredaktion bei M94,5 eigentlich sehr streng ist, sind auch schon Sendungen gelaufen, in denen nur klassische Musik gespielt wurde. 24. Das erste „Hausrocken“-Festival fand am 1. Juli 2000 im Loft am Ostbahnhof mit den Bands Stiebel-Eltron und Stella statt. 25. Der Titel „Hausrocken“ stammt von der Berliner Band Surrogat, die in dem Song „Berlin liebt dich“ sangen: „Hausrocken / Wanddurchbrechen / Leute gucken / Welt verändern / Wir haben viel vor.“ 26. Eins der musikalischen Merkmale von M94.5 ist es, dass hier Bands schon gespielt wurden, bevor sie bekannt wurden zum Beispiel von Sportfreunde Stille, Nova International oder Placebo. 27. Die aufregendste Konzertpräsentation des Senders war die von Nine Inch Nails, weil M94,5 da zum ersten Mal den Zuschlag für eine so große Band bekam. 28. Besonders war auch die Präsentation der Tocotronic-Theatertour im Volkstheater. 29. Die Sendung „Magic Moshroom“ gab es seit Ende 1998, und war eigentlich nur ein Trick für vier Jungs, um in die begehrte Musikredaktion zu kommen. Heavy Metal war bis dahin im Programm nicht vorhanden. 30. Das schlimmstes Moderationserlebnis für Musikredakteur Frederik Kunth (der heute für den Zündfunk arbeitet) war eine Livesendung aus dem Backstage: „Die Melvins haben dort gespielt und ihnen zu Ehren gab es eine ,Magic Moshroom’-Sondersendung. Erst kamen sie auf unsere Couch und haben uns nur verarscht und blöd angeredet. Dann sollte noch die Vorband Smokeblow aus Kiel kommen. Ich hab’ angefangen, die zu interviewen und nach einer Viertelstunde hat sich rausgestellt, dass das irgendwelche Besoffenen waren, aber nicht die Band.“ Die nächsten M94,5-Fakten stehen hier!

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