Auf wen wartest du?

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Sophie, 19, Krankenschwester in München

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert


Die drei-Mann-Band meines Freundes, „Eisenfunk“, ist ziemlich bekannt in der Industrialszene und hat gerade einen Gig in Athen gespielt. Weil ich weiß, dass sie auf Tour gerne bei McDonalds essen, habe ich ein paar Burger als Willkommensgeschenk besorgt. Mein Freund und ich wohnen zusammen, deshalb wird jetzt gleich zu Hause erstmal der Haushalt gemacht, Wäsche aufhängen und so.
 
Achim, 38, Senior Manager bei einem großen Konzern

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert


Meine Frau und mein ein Jahr alter Sohn waren für zwei Monate in Chile zum Urlaub machen. Ich selbst habe nur einen Monat mit ihnen dort verbracht, dann musste ich zurück an die Arbeit. Ich habe sie sehr vermisst und kann gerade an gar nichts anderes denken, als sie endlich wiederzusehen.
 
Felicia, 22, studiert Soziale Arbeit in München

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert


Mein Freund war jetzt einen Monat in Peking, um dort das Neujahrsfest zu feiern. Sein bester Freund ist Chinese und hat ihn mitgenommen. Das muss Wahnsinn gewesen sein, die Chinesen haben wohl umwerfende Feuerwerke und knallern wie verrückt. Wie Krieg muss das gewesen sein, schrieb mir mein Freund. Wir hatten nur über das soziale Netzwerk „Lokalisten“ Kontakt, weil Facebook ja dort unter Zensur steht. Ich hoffe sehr, er bringt mir Seide mit. Wenn wir nach Hause gehen, haben wir erstmal Willkommenssex.


Michail, 22, Medizinstudent in München

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert


Ich hole meinen Vater ab, der kommt mich für eine Woche aus Athen besuchen. Ich bin selbst erst seit drei Wochen hier in München zum Studium, deshalb habe ich noch keine Ahnung, was wir gemeinsam unternehmen werden. Er bringt mir einen Campingrucksack mit, weil ich so gerne auf Abenteuerurlaub gehe. Den habe ich mir gewünscht. Dafür warte ich hier mit Fladenbrot, falls er hungrig ist.
 
Stella und Isabel, beide 18, Abiturientinnen aus München

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert


Eigentlich wollten wir unsere Freundin Clara überraschen, die heute von ihrem sechsmonatigen Schüleraustausch aus Boston heimkehrt. Allerdings fürchten wir gerade, sie verpasst zu haben. Natürlich konnten wir sie nicht nach ihren konkreten Landedaten fragen, dann wäre ja die Überraschung kaputt gewesen. Wir mussten schätzen – das hat wohl nicht so ganz hingehauen. Wahrscheinlich waren ihre Eltern schon hier, um sie zu holen. Vielleicht ist sie ja auch am anderen Terminal angekommen. Jetzt fahren wir wohl ohne sie nach Hause.
 
Ardit, 10, Schüler aus München

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert


Ich warte auf meinen Papa, er war bei Verwandten in Mazedonien zu Besuch. Eigentlich war er nur zwei Tage unterwegs und da er beruflich sowieso öfter unterwegs ist, habe ich ihn gar nicht so doll vermisst. Trotzdem freue ich mich jedes Mal, wenn wir ihn abholen. Ich bastle immer ein Schild. Zu Hause gibt es jetzt erst einmal was Gutes zu essen.



Text: mercedes-lauenstein - Fotos: Juri Gottschall

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