Bist du ein Millennial? Der jetzt.de-Generations-Check

Große Generationenaufregung in Amerika: Die Zeitung USA Today hat gerade eine neue Generation ausgerufen. Die sogenannten Millennials sind Menschen, die zwischen 16 und 25 Jahren alt sind. Gibt es diese Generation auch in Deutschland? Die jetzt.de-Redaktion hat 44 Punkte gesammelt, an denen du erkennst, ob du auch dazu gehörst.
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Du bist ein Millennial, wenn . . .

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Illustration: Julia Schubert

. . . du nicht mehr als zwei Telefonnummern auswendig kennst. Du hast ja schließlich alle in deinem Handy gespeichert – und so immer dabei. . . . du selbstverständlich weißt, aus welcher TV-Serie die Helme der vier Jungs da rechts auf dem Bild stammen. . . . nicht nur mit den Power Rangers, sondern auch mit Pokemon aufgewachsen bist. . . . du in deinem Leben bereits mehr Latte Macchiato to go verzehrt hast als typisch deutsches Eisbein mit Sauerkraut. . . . du schon mehr als einmal darüber nachgedacht hast, dein Geld in Aktien statt auf dem Sparbuch anzulegen. . . . du deinen Eltern schon mal den Klingelton an ihrem Handy geändert hast. . . . du noch nicht genau weißt, was du in einem Jahr machen wirst. Geschweigen denn, woher dann dein Geld kommt. . . . du schon häufiger darüber nachgedacht hast, ob du dir einen Bart stehen lassen oder die Haare färben lassen sollst als dass du mit dem Gedanken gespielt hast, in eine Partei einzutreten. . . . du mindestens fünf MP3s auf deinem Rechner hast, die du nicht gekauft hast. . . . es dir leichter fällt, mit einem Freund zu skypen, der 8000 Kilometer entfernt ist als mit der Oma aus dem zweiten Stock zu reden. . . . du mehr Menschen aus angeblichen Randgruppen (Ausländer, Schwule etc.) kennst als solche Menschen, die den Begriff „Randgruppe“ benutzen. . . . du mehr Accounts bei SocialNetworkSites (siehe Stilogramm auf dieser Seite) hast als Konten bei einer Bank. . . . du echt keine Probleme damit hättest, wieder bei deinen Eltern einzuziehen. . . . oder zumindest bei deiner Mutter oder deinem Vater. Seit der Scheidung leben sie ja nicht mehr zusammen. . . . der Begriff „Instant“ für dich zu „Instant Messenger“ gehört und sicher nicht zu Instant Kaffee. . . . du bis jetzt noch keine einzige feste Verabredung für die nächste Woche hast, aber trotzdem sicher weißt, dass du alle deine Freunde treffen wirst. Ihr telefoniert halt kurzfristig nochmal. . . . diese Begriffe für dich ganz normal sind – und du ernsthaft nicht verstehst, warum man darüber diskutieren soll: skypen, googlen, smsen. . . . diese Begriffe wiederum in deinem Wortschatz überhaupt nicht fehlen würden, wenn sie sofort aus der deutschen Sprache gestrichen würden: Festnetztelefon, Hauptfilm und Aktennotiz. . . . du mehr digitale Fotos besitzt als Papierbilder. . . . du selbstverständlich davon ausgehst, dass du in deinem Leben bei mehr als einer Firma arbeiten wirst. . . . du – auch deshalb – überhaupt keine Lust auf große Auseinandersetzungen mit deinen Chefs hast, sondern lieber gehst, wenn der Ärger in der Arbeit zu groß wird. . . . du dennoch ehrgeizig bist und Erfolg haben willst, Karriere aber für dich anders definiert ist als noch für deine Eltern: Karriere heißt für dich am ehesten, einen Job zu haben, mit dem du dich identifizieren kann und bei dem du mit Menschen zusammenarbeiten kannst, die du irgendwie magst. . . .es eigentlich dein Traum ist, mit Freunden ein eigenes Business zu aufzuziehen. . . . du eine sehr gute Ausbildung hast. . . . die aber lange dauert, in jedem Fall länger als bei deinen Eltern. . . . unter anderem auch deshalb, weil du dich für so viele Dinge interessierst, dass du gleich mehrere Ausbildungen machst. . . . du dir Zeit lässt, bevor du deinen ersten Job anfängst. Du weißt, dass du nicht bei der ersten Firma bleiben wirst, deshalb hast du es nicht eilig. . . . du dich über neue technische Entwicklungen freust und auch bereit bist, Geld dafür auszugeben. Überhaupt, hast du die weiße PSP schon gesehen? . . . du dich ehrenamtlich engagierst, sei es als WM-Volunteer, als Wahlbeobachter in Afrika oder im Tauschring vor Ort. . . . du, statt dich auf die Politiker zu verlassen, selbst nach pragmatischen Lösungen und Alternativen suchst und die Möglichkeiten der digitalen Demokratie nutzt, um deine Meinung zu sagen. . . . du um die Komplexität der Welt weißt und einfachen Lösungen und Schwarzweißdenken misstraust. . . . du schon einige Zeit im Ausland verbracht hast – entweder beim Austausch oder beim Erasmus-Semester. . . . und dich auf keinen Fall auf so etwas Endgültiges wie Familie festlegen kannst. . . . dir beim Stichwort Hobby sehr lange nichts einfällt. . . . du Sätze sagst wie „Das will ich auf jeden Fall auch – irgendwann einmal.“ . . . diese Sätze die Antwort auf diese Fragen sind: „Kinder? Hochzeit? Fester Job?“ . . . du bei den wenigen Verträgen, die du bisher unterschrieben hast (Handy, Arbeit, Fitness-Studio), immer das Gefühl hattest, fortan irgendwie in Ketten zu leben. . . . du nicht mehr von der „Arbeit“ sondern von „Projekten“ sprichst. . . . das Wort Lebensversicherung in deinen Ohren klingt wie „Beton“. . . . zwei Drittel deines Lebenslaufs die Aufzählung der Praktika und Auslandssemester ausmachen. . . . du mehr Politiker der US-Regierung kennst als Kabinettsmitglieder der Landesregierung aus Sachsen-Anhalt. . . . du das Gefühl hast, dir steht die ganze Welt offen, leider aber nicht ganz sicher bist, was du mit ihr anfangen sollst. . . . du Freunde erst anrufst, wenn es gilt, Missverständnisse im Mailverkehr zu beseitigen. . . . du manchmal gerne jemanden hättest, der dich an die Hand nimmt und durchs Leben führt. . . . du zugeben musst, keine Idole zu haben. Abgesehen von deinen Eltern. Mehr zur Generationen-Debatte auf jetzt.de: + Ein Interview mit Klaus Hurrelmann, einem der Autoren der Shell-Jugendstudie 2006. Er glaubt, in den Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren stecke sehr viel Potential. + Zu den liebsten Spielzeugen eines Millennials gehören SocialNetworkSites. max-scharnigg hat sich Gedanken über die Mail-Einladungen zu diesen vermeintlich exklusiven Zirkeln gemacht.

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