Du bist ein Millennial, wenn . . .

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. . . du nicht mehr als zwei Telefonnummern auswendig kennst. Du hast ja schließlich alle in deinem Handy gespeichert – und so immer dabei. . . . du selbstverständlich weißt, aus welcher TV-Serie die Helme der vier Jungs da rechts auf dem Bild stammen. . . . nicht nur mit den Power Rangers, sondern auch mit Pokemon aufgewachsen bist. . . . du in deinem Leben bereits mehr Latte Macchiato to go verzehrt hast als typisch deutsches Eisbein mit Sauerkraut. . . . du schon mehr als einmal darüber nachgedacht hast, dein Geld in Aktien statt auf dem Sparbuch anzulegen. . . . du deinen Eltern schon mal den Klingelton an ihrem Handy geändert hast. . . . du noch nicht genau weißt, was du in einem Jahr machen wirst. Geschweigen denn, woher dann dein Geld kommt. . . . du schon häufiger darüber nachgedacht hast, ob du dir einen Bart stehen lassen oder die Haare färben lassen sollst als dass du mit dem Gedanken gespielt hast, in eine Partei einzutreten. . . . du mindestens fünf MP3s auf deinem Rechner hast, die du nicht gekauft hast. . . . es dir leichter fällt, mit einem Freund zu skypen, der 8000 Kilometer entfernt ist als mit der Oma aus dem zweiten Stock zu reden. . . . du mehr Menschen aus angeblichen Randgruppen (Ausländer, Schwule etc.) kennst als solche Menschen, die den Begriff „Randgruppe“ benutzen. . . . du mehr Accounts bei SocialNetworkSites (siehe Stilogramm auf dieser Seite) hast als Konten bei einer Bank. . . . du echt keine Probleme damit hättest, wieder bei deinen Eltern einzuziehen. . . . oder zumindest bei deiner Mutter oder deinem Vater. Seit der Scheidung leben sie ja nicht mehr zusammen. . . . der Begriff „Instant“ für dich zu „Instant Messenger“ gehört und sicher nicht zu Instant Kaffee. . . . du bis jetzt noch keine einzige feste Verabredung für die nächste Woche hast, aber trotzdem sicher weißt, dass du alle deine Freunde treffen wirst. Ihr telefoniert halt kurzfristig nochmal. . . . diese Begriffe für dich ganz normal sind – und du ernsthaft nicht verstehst, warum man darüber diskutieren soll: skypen, googlen, smsen. . . . diese Begriffe wiederum in deinem Wortschatz überhaupt nicht fehlen würden, wenn sie sofort aus der deutschen Sprache gestrichen würden: Festnetztelefon, Hauptfilm und Aktennotiz. . . . du mehr digitale Fotos besitzt als Papierbilder. . . . du selbstverständlich davon ausgehst, dass du in deinem Leben bei mehr als einer Firma arbeiten wirst. . . . du – auch deshalb – überhaupt keine Lust auf große Auseinandersetzungen mit deinen Chefs hast, sondern lieber gehst, wenn der Ärger in der Arbeit zu groß wird. . . . du dennoch ehrgeizig bist und Erfolg haben willst, Karriere aber für dich anders definiert ist als noch für deine Eltern: Karriere heißt für dich am ehesten, einen Job zu haben, mit dem du dich identifizieren kann und bei dem du mit Menschen zusammenarbeiten kannst, die du irgendwie magst. . . .es eigentlich dein Traum ist, mit Freunden ein eigenes Business zu aufzuziehen. . . . du eine sehr gute Ausbildung hast. . . . die aber lange dauert, in jedem Fall länger als bei deinen Eltern. . . . unter anderem auch deshalb, weil du dich für so viele Dinge interessierst, dass du gleich mehrere Ausbildungen machst. . . . du dir Zeit lässt, bevor du deinen ersten Job anfängst. Du weißt, dass du nicht bei der ersten Firma bleiben wirst, deshalb hast du es nicht eilig. . . . du dich über neue technische Entwicklungen freust und auch bereit bist, Geld dafür auszugeben. Überhaupt, hast du die weiße PSP schon gesehen? . . . du dich ehrenamtlich engagierst, sei es als WM-Volunteer, als Wahlbeobachter in Afrika oder im Tauschring vor Ort. . . . du, statt dich auf die Politiker zu verlassen, selbst nach pragmatischen Lösungen und Alternativen suchst und die Möglichkeiten der digitalen Demokratie nutzt, um deine Meinung zu sagen. . . . du um die Komplexität der Welt weißt und einfachen Lösungen und Schwarzweißdenken misstraust. . . . du schon einige Zeit im Ausland verbracht hast – entweder beim Austausch oder beim Erasmus-Semester. . . . und dich auf keinen Fall auf so etwas Endgültiges wie Familie festlegen kannst. . . . dir beim Stichwort Hobby sehr lange nichts einfällt. . . . du Sätze sagst wie „Das will ich auf jeden Fall auch – irgendwann einmal.“ . . . diese Sätze die Antwort auf diese Fragen sind: „Kinder? Hochzeit? Fester Job?“ . . . du bei den wenigen Verträgen, die du bisher unterschrieben hast (Handy, Arbeit, Fitness-Studio), immer das Gefühl hattest, fortan irgendwie in Ketten zu leben. . . . du nicht mehr von der „Arbeit“ sondern von „Projekten“ sprichst. . . . das Wort Lebensversicherung in deinen Ohren klingt wie „Beton“. . . . zwei Drittel deines Lebenslaufs die Aufzählung der Praktika und Auslandssemester ausmachen. . . . du mehr Politiker der US-Regierung kennst als Kabinettsmitglieder der Landesregierung aus Sachsen-Anhalt. . . . du das Gefühl hast, dir steht die ganze Welt offen, leider aber nicht ganz sicher bist, was du mit ihr anfangen sollst. . . . du Freunde erst anrufst, wenn es gilt, Missverständnisse im Mailverkehr zu beseitigen. . . . du manchmal gerne jemanden hättest, der dich an die Hand nimmt und durchs Leben führt. . . . du zugeben musst, keine Idole zu haben. Abgesehen von deinen Eltern. Mehr zur Generationen-Debatte auf jetzt.de: + Ein Interview mit Klaus Hurrelmann, einem der Autoren der Shell-Jugendstudie 2006. Er glaubt, in den Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren stecke sehr viel Potential. + Zu den liebsten Spielzeugen eines Millennials gehören SocialNetworkSites. max-scharnigg hat sich Gedanken über die Mail-Einladungen zu diesen vermeintlich exklusiven Zirkeln gemacht.