Fleischgewordener Pünktchenwahnsinn: The Pipettes auf Tour

Neo-Sixties-Pop mit viel Doo-Wop, Schubidoo und synchronen Tanzschritten im Stile der großen Supremes: Das sind die Pipettes und ihre Begleitband The Casettes. Ganz ohne Petticoat hat sich jetzt.muenchen mit Rosay, einer der Polka-Dots-Drillinge, unterhalten.
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Euer Markenzeichen sind die gepunkteten Kleidchen. Bekommen wir die auch in München zu sehen? Natürlich. Wir haben gerade neue bekommen – diesmal in pink. Langweilen euch die Pünktchen nicht irgendwann? Nicht wirklich, die gepunkteten Kleidchen sind wie eine Uniform. Erst wenn wir die anziehen, werden wir zu den Pipettes und können uns auf unseren Auftritt einstimmen.

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Illustration: Julia Schubert

Bestellt ihr ein bestimmtes Catering, bevor ihr in die Clubs kommt? Wir sind pflegeleicht. Wir nehmen meistens das, was da ist. Am liebsten essen wir natürlich Sachen, die wir nicht essen sollten – wie alle Mädels. Was ist das Letzte, das ihr vor eurem Auftritt macht? Wir haben kein bestimmtes Ritual, aber wir checken gegenseitig, dass wir einigermaßen ordentlich aussehen. Dann trinken wir noch einen zusammen und es kann losgehen. Und das Erste danach? Nochmal einen trinken. Woran merkt ihr, dass euer Konzert gut gelaufen ist? Unser Ziel ist es, aus jedem Konzert eine große Party zu machen. Wir wollen, dass alle tanzen und Spaß haben. Wenn keiner getanzt hat, ist irgendetwas schief gelaufen. Wenn wir die Leute tanzen sehen, haben wir mehr als unser Ziel erreicht. Bleibt ihr nach dem Konzert lieber Backstage oder entert ihr selbst die Tanzfläche? Normalerweise verbringen wir unsere Zeit nach dem Auftritt immer gerne in den Clubs, trinken noch etwas und unterhalten uns auch mit den Leuten, die unser Konzert angesehen haben. Wir sind keine Diven, die sich im Backstageraum verstecken Wo übernachtet ihr, wenn ihr auf Tour seid? Wir haben einen großen Tourbus, in dem wir zu elft schlafen. Das hat immer ein bisschen was von einem Schulausflug, wenn wir unterwegs sind. Ihr kommt aus Brighton, wo geht man dort am besten aus? Leider haben in den letzten Jahren alle guten Nachtclubs in Brighton zugemacht. Viele von ihnen waren schon sehr heruntergekommen und das Nachtleben ist deswegen mittlerweile ziemlich langweilig geworden. Früher war das „It Came From The Sea“ ein guter Club, aber ganz ehrlich, in Brighton kann man nicht wirklich gut ausgehen. Tourdaten: 16. Oktober: White Trash, Berlin 17. Oktober: Studio One, Hamburg 18. Oktober: Prime Club, Köln 19. Oktober: Atomic Café, München Mehr Informationen über die Band gibt es im Internet unter hier oder hier. Foto: thepipettes.co.uk

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