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Gestrickt eingefädelt

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Am 12. Juni ist der „Tag der Handarbeit“ – heuer hat sich die Initiative Handarbeit mit der Organisation „Save The Children“ zusammengetan, um an diesem Tag Wärme zu schenken – in Form von selbstgemachten Decken, die an Kinder in Not geschickt werden. Dazu sind alle Handarbeiter aufgerufen, bis dahin 20 Zentimeter große Quadrate zu stricken, nähen oder häkeln – am Tag selbst werden sie in Gemeinschaftsaktionen zu Kinderdecken gemacht. Silke Türck, die das Online-Schnittmusterportal schnittchen-online.com betreibt, organisiert in München ein Event, bei dem die eingeschickten Quadrate zusammengenäht werden. Hier erzählt sie, warum sie sich für die Sache engagiert.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

„Ich bin immer auf der Suche nach Aktionen, bei denen ich irgendwie helfen kann. Und am besten ist es natürlich, wenn diese Aktionen zu mir und meinen Interessen passen. Also habe ich mich an die Aktion „Wärme schenken“ drangehängt und organisiere in München eine Veranstaltung, wo die eingeschickten Quadrate zusammengenäht werden, aber auch noch neue produziert werden können. Dafür habe ich die Aktion auf meinem Blog prominent verbreitet und eine Location organisiert. Bisher war das Feedback erstaunlich gut, aber man muss natürlich immer sehen, wie viel am Ende dabei rauskommt. Meine Website www.schnittchen-online.com ist ein Online-Shop, in dem ich von mir entworfene Schnittmuster verkaufe. Eigentlich habe ich Kunstgeschichte studiert und auch immer in dem Bereich gearbeitet. Als dann mein letzter Arbeitsvertrag auslief, habe ich beschlossen, ins kalte Wasser zu springen und den Online-Shop zu eröffnen. Und ich musste wirklich alles neu lernen: Wie man sich im Internet vernetzt, wie ein Online-Shop funktioniert und natürlich auch, wie man ein Schnittmuster erstellt. Ich weiß, dass Handarbeiten in Deutschland kein besonders gutes Image hat, aber für mich ist das überhaupt nichts Altbackenes. Wer mit den Händen etwas schafft, macht sich unabhängig von der Industrie. Dazu hat die Handarbeit etwas sehr Meditatives und ist ein guter Kontrast zur ewigen Arbeit am Computer. Ich bin mir auch sicher, dass Handarbeiten attraktiv für eine junge Zielgruppe ist und glaube immer noch fest daran, dass der große Durchbruch – ähnlich wie in den USA – in Deutschland kurz bevorsteht. Wer mag, ist herzlich eingeladen, am 12. Juni von 10 bis 17 Uhr ins Meschugge54-Café in der Türkenstrasse 54 in Schwabing zu kommen und mit anderen zusammen zu häkeln, stricken oder nähen. Nur schon entstandene Quadrate, eine Häkelnadel oder Stricknadeln sollten die Menschen mitbringen, den Rest werde ich zur Verfügung stellen, unter anderem auch drei Nähmaschinen. Ich werde mich auch bemühen, bis dahin Wolle und Stoff zu besorgen, damit auch noch vor Ort neue Quadrate gehäkelt und gestrickt werden können. Und alle Teilnehmer bekommen von mir zusätzlich auch noch einen kostenlosen Schnittmuster-Download als Dankeschön. Anleitungen für die Quadrate findest du auf intiative-handarbeit.de oder schnittchen-online.com.

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